Vulkanausbruch in Kolumbien
Heute Morgen ist der Vulkan Nevado del Huila im Südwesten Kolumbiens ausgebrochen.
Der Ausbruch begann um 23:08 Uhr Ortszeit (bei uns 4:08 Uhr morgens) und dauert bis jetzt an. Wie lange die Eruptionen noch weitergeht, kann zur Zeit niemand sagen. Momentan spuckt er “nur” heiße Asche und kleinere Geröllteile, aber laut dem örtlichen Institut für Geologie, sind dies die Vorboten eines kommenden Ausbruchs.
Die kolumbianischen Behörden haben “roten Alarm” ausgerufen und rund 13.000 Menschen mussten vorsorglich evakuiert werden.
Aber die Region ist solche Aktivitäten leider gewohnt. Regelmäßig sorgt der Vulkan für kleinere Ausbrüche und Erdbeben. Deshalb gilt das Gebiet um den Nevado del Huila auch als besonders gefährlich.
Er ist mit 5.750 m der nicht nur der höchste Vulkan in den Anden Kolumbiens, sondern auch auf der ganzen nördlichen Erdhalbkugel. Das Gebiet um ihn herum ist logischerweise nur dünn besiedelt, vor allem Leben hier indigene Völker.
Bei einem größeren Ausbruch wären riesige Schlammlawinen zu befürchten, da seine ausgedehnte Gipfelvergletscherung für einen Niederschlagsreichtum in der Region sorgt. In den letzten Jahren ist der Gletscher immer weiter zurückgegangen und hat so ein Ausbruchswahrscheinlichkeit erhöht.
Sowieso sind die Anden ein Raum stärkster seismischer und vulkanischer Aktivität. Doch aufgrund der abgelegenen Lage ist der nördliche Bereich der Vulkankette Kolumbiens und Venezuelas noch relativ wenig erforscht. Erst seit ein Nachbarvulkan des Nevado del Huila, der Nevado del Ruiz, 1985 eine ganze Stadt samt den 22.000 Einwohnern vernichtete, hat man begonnen sich näher für dieses Gebiete zu interessieren und die Vorsichtsmaßnahmen zu erhöhen.
Bleibt abzuwarten wie sich die aktuelle Lage um den Nevado del Huila weiterentwickelt und für die Anwohner zu hoffen, dass es nicht zu einer Katastrophe kommt.


