Venezuela not for sale! - Hugo Chávez und die westliche Politik

Autor: Nina

Besonders in letzter Zeit ist der venezolanische Staatschef Hugo Chávez wieder mehr in den öffentlichen Fokus unserer westlichen Berichterstattung geraten. Ob er nun angeblich Frau Merkel mit Hitler vergleicht oder dem Westen das Erdöl zudrehen will. Doch genau diese Berichterstattung ist häufig dermaßen verdreht und negativ meinungsbildend, dass man hier eher von Propaganda als von gutrecherchiertem Journalismus sprechen kann.

Als erster Deutscher hat der Fotograf Ingo Niebel einen umfassenden und seriösen Blick auf die Entwicklungen in Venezuela geworfen.

In seinem Buch “Venezuela not for sale” beleuchtet er zunächst chronologisch den politischen und gesellschaftlichen Prozess des Landes, von der spanischen Kolonialzeit über die Befreiungskriege, den langsamen Untergang der sogenannten IV. Republik bis hin zu Chávez Aufstieg.

Hierbei geht er vor allem fundiert und sehr gut recherchiert auf die geopolitsiche Bedeutung Venezuelas ein. Venezuela war lange einer der perfekten Erdöllieferanten für den Westen und besonders die USA, die sowieso schon immer still und heimlich die Geschicke in Südamerika lenkten. Und nun kommt einer wie Chávez und widersetzt sich einfach dem netten, ausbeuterischen Neoliberalismus und Kapitalismus. Da will ein armes Land doch einfach so an seinem eigenen Reichtümern teilhaben und selber über die Ressourcen bestimmen. Das geht natürlich nicht! Und so versucht der Westen, vor allem durch massive Propaganda in den Medien, ständig das Bild Chávez ins böse und feise Licht zu rücken.

Sehr gut geht Niebel in seinem Buch auf diese Rolle Venezuelas in der westlichen Berichterstattung ein. Da werden einfach Lügen oder Halbwahrheiten berichtet oder ganze Sätze aus dem Zusammenhang gerissen (siehe den angeblichen Merkel-Hitler-Vergleich).

Zusätzlich hat die USA schon mehrals versucht einen Putsch in Venezuela anzuzetteln und in ihrem Auftrag auf Chávez einige Attentate verüben lassen. Doch der Mann ist einfach nicht kleinukriegen und wettert weiter gegen Ungerechtigkeiten und für die finanzielle udn wirtschaftlichen “Unabhängigkeit” seines Landes.

Ich bin bei weitem nicht mit allem in Chávez Politik einverstanden, doch ist er ein weiteres Beispiel für den skrupellosen und ausbeutereischen ach so tollen und moralischen Westen.

Wer also mehr wissen möchte und sich nicht von unseren “unabhängigen” Medien einlullen lassen will, sollte unbedingt Ingo Niebels Buch lesen und sich seine eigene Meinung bilden.




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