Valdivia in Chile - Spanische Eroberer, Deutsche Einwanderer und starke Erdbeben

Autor: Nina

Rund 15 km von der Küste des Pazifik entfernt liegt Valdivia. Die Stadt im Süden Chiles hat schon so einiges gesehen und mitgemacht und ist daher für viele Besucher wohl besonders interessant.

Die spanischen Eroberer besiedelten die Gegend zum ersten Mal im Jahr 1544. Dies war der Anfang langer Kämpfe mit den Indigenas der Mapuche. Daher bauten die Konquistadoren den neu gegründeten Ort schnell zu einer Festung aus. Im Jahr 1552 benannte der spanische Eroberer und Entdecker Pedro de Valdvia die Stadt einfach nach seinem Namen um. Nachdem er ein Jahr später im Kampf mit den Mapuche fiel, wurde der Name Valdivia für die Stadt offiziell vom spanischen König bestätigt.

Seitdem musste Valdivia einiges überstehen: die Kämpfe zwischen Spaniern und Mapuche dauerten an und immer wieder wurde der Ort von Erbeben und Erdrutschen heimgesucht. 1599 gelang den Mapuche schließlich die Stadt für einige Jahrzehnte einzunehmen. Die Spanier konnten erst 1645 nach Valdivia zurückkehren und weiteten daraufhin die Befestigungsanlagen aus.

Nach der Unabhängigkeit Chiles 1818 weigerten sich die Spanier vehement Valdivia zu verlassen. Erst zwei Jahre später gelang Chile die Einverleibung der Stadt.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts kamen viele deutsche Auswanderer hierher und verhalfen dem Ort zu neuer Blüte: die Wirtschaft boomte, die erste Brauerei und das erste Stahlwerk Chiles entstanden neben vielen weiteren neuen Industriezweigen und Valdivia wurde zu einem wohlhabenden und wirtschaftlich wichtigen Zentrum.

Doch 1909 zerstörte ein schrecklicher Großbrand die Stadt und der Niedergang war besiegelt. Als dann 1960 das stärkste je gemessene Erdbeben der Welt mit Tsunami fast die Hälfte von Valdivia zerstörte, glaubte niemand mehr an einen Aufschwung.

Doch Valdivia hat sich aufgerappelt, weite Teile wurden zum Teil originalgetreu wieder aufgebaut und man setzt verstärkt auf Tourismus. Die Industrie hat sich zum Teil erholt, v.a. die Brauerei ;-) . Größter Arbeitgeber ist heute die Universität, die einen exzellenten Ruf genießt.

Sehenswert sind heute v.a. die Überreste der spanischen Besiedlung und das Museum der deutschen Einwanderer. Eine Fahrt mit dem Schiff auf dem Valdivia-Fluss ist ebenfalls sehr zu empfehlen.




verwandte Beiträge

Deine Meinung:

  Name [*]

  Email [*]

  Website

Kommentar schreiben: