Und nocheinmal Bolivien: UNASUR stärkt Morales den Rücken

Autor: Nina

Nun scheint endlich ein Ende für die Auseinandersetzungen in Bolivien in Sicht zu sein. Der neu gegründete südamerikanische Staatenbund UNASUR hat am Montag hinsichtlich Bolivien getagt und stärkt Morales eindeutig den Rücken.

Es war wohl die Feuertaufe für die UNASUR, die sie mit Bravour gemeistert zu haben scheint. Die neun Präsidenten haben einen Neun-Punkte-Plan für die Stabilisierung Boliviens entworfen und fordern die Gegner von Morales zum langersehnten Dialog auf.

Nicht nur für Bolivien, sondern auch für Brasilien und Argentinien hätten lange Unruhen in Bolivien schwere Folgen, da sie den größten Teil ihres Erdgases aus dem Land beziehen. Bolivien ist zusammen mit Venezuela der größte Lieferant von Erdgas in Südamerika.

Und hier kommen dann, wie ich es euch schon berichtet habe, die USA auf den Plan. Auch der Präsident von Ecuador Correa und Hugo Chávez haben nun öffentlich die US-Regierung für den Putsch mitverantwortlich gemacht. Diese diplomatische Krise mit den USA gipfelte darin, dass am Freitag sowohl Bolivien als auch Venezuela die US-Botschafter sanft des Landes verwies. Und zurecht! Wie schon in vorherigen Artikeln erwähnt, hat die USA versucht Morales zu stürzen und die rechten Gruppen zu einem Widerstand organisiert.

Auf dem Gipfel wurde dies als ein Akt gegen die Demokratie bezeichnet. In der Region Pando wurde mittlerweile der Ausnahmezustand verhängt und der Präfekt der Region, Leopoldo Fernández, wurde rechtmäßig festgenommen. Er war einer der größten Scharfmacher, hat sogar eindeutig rechte Tendenzen gegen die indigene Bevölkerung geäußert und, laut bolivianischer Regierung, den Befehel gegeben 16 unbeteiligte Landarbeiter zu töten, die für Morales ihre Sympathie bekunden wollten. Morales möchte neben der gerechteren Verteilung der Ressourcen auch mehr Rechte für den großen indigenen Teil der Bevölkerung. Die Unruhen haben also auch einen rassistischen Hintergrund.

Bei den blutigen Aufständen kamen laut offiziellen Angaben 18 Menschen ums Leben. Auf der anderen Seite haben am Montag in La Paz Zehntausende Leute für Morales ihre Unterstützung ausgesprochen.

Hoffen wir, dass es bald zu einer friedlichen Lösung kommen und Bolivien gemeinsam mit der UNASUR diese Krise meistern kann…




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