Umbu - Die Pflaume Südamerikas
An vielen Orten in Südamerika begegnen einem die Umbu-Früchte und besonders in Brasilien gibt es keinen Markt, keine Bushaltestelle oder Straßenecke, wo nicht die Händler mit ihren Netzen voller Umbus stehen.
Umbus könnte man vielleicht am ehesten mit unseren Pflaumen vergleichen, nicht vom Aussehen, aber ein bisschen vom Geschmack und von der Beliebtheit her. Nicht umsonst ist der englische Name für die Umbu “Brazil Plum“.
Die Umbu-Früchte sind ungefähr 2 bis 4 cm groß, rundlich und haben eine gelb-grüne, manchmal auch rötliche Haut, die ledrig wird, wenn die Frucht reif ist. Das Fruchtfleisch ist angenehm süß und hat einen Beigeschmack, den wir hier in Europa so nicht kennen. Daher sind Umbus auch hier noch etwas ziemlich besonderes.
Doch, was hier selten ist, ist anderswo wiederum sehr beliebt und total selbstverständlich und so nutzen besonders die Brasilianer die Umbu für Säfte, alle möglichen Konfitüren und Sorbets.
Der Umbu-Baum selbst kann eine Größe von sechs Metern erreichen und hat eine weit ausladende Krone mit bis zu zehn Meter Umfang, die viele Früchte trägt. Der Name Umbu leitet sich von der Sprache der im Dschungel lebenden Indigenas ab. Sie nennen den Baum l-mb-u, was soviel heißt, wie “der Baum, der Wasser gibt”.
Und auch diese Bezeichnung kommt nicht von ungefähr, denn in den Wurzeln der Bäume gibt es vereinzelte Hohlräume, die jeweils bis zu einem Viertel Liter Wasser speichern.
Ernten kann man die Umbus von März bis Dezember. Die Ernte ist mit vielen traditionellen Festen verbunden, bei denen man die Umbus am liebsten mit Milch und Zucker einkocht und diesen dicken Brei dann isst.
Klingt irgendwie ganz lecker! Wenn es die Umbus nur hier nicht so selten gäbe…

