Tikal: antike Maya-Stadt in Guatemala

Autor: Nina

Tikal in Guatemala ist eine der bekanntesten der erhaltenen, antiken Maya-Städte, die sich einst über Zentralamerika verteilt haben. Die Ruinen der Stadt wurden nach dem Niedergang der Maya erstmals 1848 wieder erkundet und sind bis heute ein wichtiger Teil der Maya-Forschung.

Hoch im Norden des zentralamerikanischen Staates Guatemala, mitten im Regenwald, liegt die einstige Maya-Metropole Tikal. Nur Fragmente der Stadt wurden bisher freigelegt, der Rest ist unter Jahrhunderte altem Dschungel-Bewuchs versteckt. Doch selbst diese Fragmente lassen eine Stadt von beeindruckender Größe und Vielfalt erkennen, die heute als eine der bedeutendsten Maya-Stätten überhaupt gilt.

Tikal: antike Maya-Stadt in Guatemala

Das heutige Departamento Petén, in dem Tikal gelegen ist, gilt als Wiege der Maya. Hier soll das Kernland dieses indigenen Volkes gewesen sein, und Tikal zeugt noch heute von der Pracht, welche die Maya-Kultur hier entfaltete. Rund 65 Quadratkilometer umfasst das gesamte Gelände der Stadtanlage, die vor allem ab dem zweiten Jahrhundert unserer Zeitrechnung erbaut wurde, wobei erste Siedlungsspuren schon für das frühe erste Jahrtausend vor Christus festgestellt werden konnten. Allein im 16 Quadratkilometer großen Zentrum erheben sich mehr als 3.000 Einzelbauten. Im gesamten Stadtgebiet könnten zur Blütezeit der Metropole bis zu 200.000 Menschen gelebt haben.

Antike Sehenswürdigkeiten in Tikal

Die Tempel und Palastanlagen auf dem sogenannten Großen Platz sind das Zentrum des heute zu besichtigenden Tikals. Vermutlich war hier auch die Residenz des Staatsoberhauptes gelegen. Archäologen konnten Hinweise auf Ballspielplätze entdecken, die vor langer Zeit einmal zwischen den Gebäuden angelegt worden sind. Die Tempel selbst haben alle die für solche Bauten der Maya typische Form der Stufenpyramide, sind jeder für sich aber höchst unterschiedlich gestaltet, auch was ihre Größe angeht.

Zahllose Stelen und Altäre geben Archäologen mit ihren Inschriften Hinweise auf die Geschichte der Stadt und die Folge ihrer Herrscher. Für den Touristen sind sie zumindest schön anzuschauen. Die Region um die Stadt steht heute unter Naturschutz und wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Der Tikal Nationalpark ist fast 580 Quadratkilometer groß und entführt seine Besucher nicht nur in die geheimnisvolle Welt der Maya, sondern lehrt ebenso vieles über die natürlichen Schätze des Regenwaldes. Zwei Museen beherbergen zusätzlich in Tikal entdeckte Alltags- und Kunstgegenstände, deren Betrachtung das Bild der antiken Metropole erst perfekt machen.




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