Teotihuacan: Mondpyramide und Sonnenpyramide

Autor: Lars Degen

Mondpyramide und Sonnenpyramide sind bedeutende Sehenswürdigkeiten in Teotihuacan. Bereits lange Zeit vor der Ankunft der Azteken errichtet hat die Anlage bis heute nichts von Ihrer unglaublichen Magie und Faszination verloren.

Kernstücke der weitläufigen Konstruktion in Teotihuacan (Mexiko) sind zwei enorme Pyramiden: Die Pyramide der Sonne und ihre kleinere Schwester die Pyramide des Mondes. Unter ersterer befindet sich eine, leider nur mit Sondergenehmigung zu erreichende, Grotte, die  laut neuester Expertenmeinungen zur Errichtung des gesamten Komplexes führte.

Bedeutung der Mond- und Sonnenpyramide

Im Weltbild der damaligen Kulturen stellten Höhlen und Grotten einen Eingang in eine andere Welt dar und wurden als heilige Orte angesehen, die einen Kontakt zu anderen Sphären ermöglichen würden. So kam es sukzessive zum Bau dieser Pyramide, die im Laufe der Zeit stetig vergrößert wurde bis sie die heutige Form erreicht hatte.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass man heute nicht die endgültige Form der Sonnenpyramide sehen kann, da zu Beginn des letzten Jahrhunderts bei Ausgrabungen Teile  einfach abgesprengt wurden, so dass die Pyramide heute kleiner als ursprünglich ist. Über einige steile Treppen könnt ihr die einzelnen Plateaus besteigen, wobei der Weg nach ganz oben doch schwerer ist als man eigentlich annimmt. Einmal auf der Spitze angekommen solltet ihr Euch in die Mitte stellen, da man der Pyramide besondere kosmische Kräfte nachsagt und eine kurze Meditation auf der Spitze soll einem guttun.

Ein Ratschlag den viele der Gipfelstürmer berücksichtigen und sich deshalb auf dem obersten Plateau hinlegen oder sogar in den Lotussitz setzen. Wer sein Yogahandbuch vergessen hat kann aber auch einfach getrost die unglaublich schöne Aussicht über die Stadt der Götter genießen. Direkt vor der Sonnenpyramide sieht man noch die Reste einer Altarkontruktion und dahinter erkennt man eine unglaublich lange Straße, die zur Mondpyramide führt.

Tipps für die Pyramidentour

Nach dem sehr steilen Abstieg sollte man sich auf eben jene begeben und sich in Richtung Mondpyramide machen. Ein wenig störend sind, wie leider in zu vielen Grabungsorten, die zahlreichen fliegenden Händler die einem fortwährend irgendwelche Aztekenmesser oder Kalender anbieten wollen. Der Blick zur Pyramide entschädigt dafür jedoch völlig, ist die gesamte Straße doch links und rechts mit unzähligen kleinen Minipyramiden gesäumt und auf der rechten Seite findet sich an einer Stelle sogar noch eine Wandmalerei, die einen Puma darstellt, der ja mit dem Jaguar, einer Gottheit der Maya sehr eng verwandt ist.

Am Ende der Straße erreicht man einen Platz mit der nicht minder imposante Mondpyramide um die sich ebenso mehrere kleinere Tempelpyramiden positionieren. Hier empfiehlt es sich übrigens mal vor einer der Treppen in die Hände zu klatschen. Leider kann man die Mondpyramide nur zur Hälfte erklimmen, was sich jedoch  trotzdem lohnt, da man einen phantastischen Blick auf die Tempelstraße hat.

Wie aus den Fotos ersichtlich wird kommt man im Endeffekt nicht aus dem Staunen heraus und könnte Tage in Teotihuacan verbringen und hätte sicherlich noch immer nicht annähernd alle Geheimnisse dieses magischen Ortes gelüftet.




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