Tapire - Kurios und bedroht

Autor: Nina

Tapire sind kuriose Tiere. Sieht man sie das erste Mal, könnte man sie fast für hässlich halten, doch beobachtet man sie längere Zeit, dann stellt man fest, dass es drollige und intelligente Tiere sind.

Auf den ersten Blick haben Tapire eine große Ähnlichkeit mit Schweinen, doch eigentlich sind ihre nächsten Verwandten Nashörner und Pferde. Fossile Funde belegen, dass erste Vertreter ihrer Gattung bereits vor rund 50 Mio. Jahren auf unserem Planeten gelebt haben. Sie kamen sogar in Europa vor. Nach Südamerika, ihrem heutigen Hauptverbreitungsgebiet, kamen sie erst relativ spät, vor ca. 500.000 Jahren.

Heute gibt es nur noch vier Arten, von denen drei in Süd- und Mittelamerika und eine in Südostasien. Die amerikanischen Tapire sind vor allem braun oder schwarz, wohingegen die asiatischen durch ihre schwarz-weiße Zeichnung auffallen. Alle Tapire leben vor allem im Regenwald. Sie sind auf die Nähe von Wasser angewiesen und kommen so auch in Höhen von bis zu 4000 m vor. Die Anden und der Amazonas bilden für sie also einen idealen Lebensraum.

Auch duch ihre Körperform sind sie perfekt auf den Dschungel angepasst. Dadurch, dass sie nach vorne hin spitzer sind, kommen sie perfekt durch das Dickicht. Die Oberlippe und die Nase des Tapirs sind zu einem kleinen Rüssel miteinander verwachsen, mit dem er seine Nahrung aufspürt, die vor allem aus weichen Pflanzenteilen besteht.

Ihre natürlichen Feinde sind vor allem große Katzen, wie der Puma, der Jaguar, aber auch Krokodile oder Bären.

Tapire sind nachtaktiv. Tagsüber findet man sie nur schwer, da sie sich zum schlafen ins Dickicht zurückziehen um nachts auf Nahrungssuche gehen zu können. Eine der Lieblingsbeschäftigungen eines Tapirs ist es sich im Schlamm zu suhlen. Außerdem sind sie sehr gute Schwimmer und Taucher. Sie sind extrem scheue Tiere. Als Einzelgänger verscheuchen sie sogar ihre Artgenossen, außer natürlich zur Paarungszeit.

Tapire sind absolut faszinierende Tiere, doch der Mensch bedroht ihren Lebensraum zunehmend. Zwei der vier Arten gelten als bedroht, die anderen beiden als gefährdet. Man kann nur hoffen, dass der Mensch nicht auch noch diese Gattung ausrottet.




andere interessante Beiträge

Deine Meinung:

  Name [*]

  Email [*]

  Website

Kommentar schreiben: