» Yucatàn

Autor: Nina

Die Maya gehören zu den sagenumwobensten und faszinierendsten Völkern der Weltgeschichte. In Uxmar kann man sich bei einem Gang durch die alten Gemäuer einen kleinen Eindruck über das Leben des Indiovolkes machen.

Bild von malias © Flickr

Uxmal ist eine Mayastadt auf dem südwestlichen Teil der Halbinsel Yucatán. Jahr für Jahr strömen die Besucher in die imposante Stadt und begeben sich auf die Spuren der alten Maya Völker. In Uxmar lassen sich diese Spuren genau verfolgen, denn die Stadt und ihre vielfältige Architektur

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Autor: Lars Degen

Cenoten oder Cenotes im Plural auf Spanisch- ist ein Wort das jedem von Euch im Urlaub in Yucatán auf Schritt und Tritt begegnen wird. Cenote stammt vom tz’onot was auf Maya so viel wie Abgrund, heilig oder Brunnen bedeutet.

Für die Maya wahren Cenoten heilige Orte die ein Tor zur Welt der Götter darstellen und opferten daher an den Cenoten ihren Göttern (unter anderem auch Menschen). Rein geologisch betrachtet sind die Cenoten jedoch nichts weiter als Auswaschungen im karstigen Gestein der Halbinsel Yucatán.

Verblüffend ist dabei, das die Cenoten unterirdisch zu einem der größten Höhlensysteme weltweit miteinander verbunden sind und es auch einen Abfluss zum offenen Meer gibt.

Cenoten: Massenhaft vorhanden?

Heute erscheint es fast so, als ob an jeder Ecke und in jedem Garten fix mal eine Cenote und oder eine kleine Mayapyramide ausgebuddelt wird, um damit doch noch den einen oder anderen Peso oder Dollar einzunehmen und auf den Tourismusboom aufzuspringen. Die Form und Dimension der cirka 3000 Cenoten ist dabei von Ort zu Ort unterschiedlich.

Es gibt kleine Cenotes die kaum mehr als ein Loch im Boden zu    [...mehr]


Autor: Lars Degen

Nicht weit von den Traumstränden der Riviera Maya steht es: Eines der als neue Weltwunder deklarierten Objekte, tief im Dschungel Yucatáns:  Chichén Itzá.

Diese riesige Anlage, deren Wurzeln vermutlich bis ins fünfte Jahrhundert unserer Zeitrechnung zurückgehen ist das ganze Jahr über eines der Pflichtziele für Besucher der Halbinsel, handelt es sich doch hierbei um die am besten erforschte und rekonstruierte beziehungsweise konservierte Stätte der versunkenen Mayakultur.

Daher ist es für all jene die möglichst wenig Trubel bei ihrem Besuch wollen eher ratsam gerade heute einen Bogen um Chichén zu machen. Denn am 20. März und dann wieder am 23. September wird es hier noch voller als es ohnehin schon immer ist, denn nur an diesen beiden Tagen lässt sich in Chichén Itzá ein spektakuläres Schauspiel beobachten: die Tagundnachtgleiche auf Yucatan.

Tagundnachtgleiche in Chichén Itzá: Ein Schauspiel

Besucher aus aller Welt strömen angetan in weißer Kleidung zur Mayastätte und alle Augen richten sich hierbei auf die große zentrale Pyramide, von den Spaniern „El castilllo“ (das Schloss) genannt, die einem der zentralsten Götter der Mayakultur ,Kukulcán, geweiht ist.

Besticht dieses    [...mehr]


Autor: Lars Degen

¿Dónde está toda la gente de Mérida?  – so einer der für mich emblematischen Sätze bei den obligatorischen Aufwärmspielen am Pool. Keine Frage, also das ich diesem Ort und den Leuten während meines Aufenthaltes in Yucatán auch einen Besuch abstatten musste.

Merida flickr Lars Degen

Im  Nordosten der mächtigen Halbinsel gelegen hat die 1542 von den Spaniern gegründete Stadt heute ungefähr eine Million Einwohner  und ist meines Erachtens eine Reise wert. Zugleich ist Mérida die Hauptstadt Yucatáns und die perfekte Basis für eine längerfristige Rundreise in der Welt der Maya. Beginnen sollte man seinen Rundgang durch Mérida natürlich an der Plaza Mayor, der auch hier wie in so ziemlich jeder mexikanischen Stadt, das administrativ-religiöse Zentrum markiert.

Sehenswürdigkeiten von Mérida

Auffallend ist hierbei natürlich sofort die massive und wuchtige Fassade der Kathedrale,  La Catedral de San Ildefonso aus dem 16. Jahrhundert, die mit ihren Türmen den Platz  und auch insgesamt das Bild der Innenstadt dominiert.  Ein weiteres wichtiges Gebäude ist die Casa de Montejo, welches der Sitz des gleichnamigen Stadtgründers Francisco de Montejo war. Ganz genau sollte man sich hier die Fassade ansehen, auf der man Spanier auf den Köpfen von indígenas stehend ausmachen kann.

Dieses kolonialistische Selbstverständnis drückt sich auch mit der Lage der Plaza Mayor aus , ist diese doch wie unter anderem im nahen Izamal oder natürlich in México Stadt- Tenochtitlan direkt auf den Ruinen einer Mayasiedlung ( hier T’ho) gebaut worden.  Vor allem durch seine auffällige Farbe und seine wunderschönen Rundbögen fällt einem darüber hinaus sofort der Palacio de Gobiernol.  Ein Abstecher in das Innere des Gebäudes ist vor allem für die Freunde von Gemälden zu empfehlen, findet man hier doch zahlreiche bildliche Darstellungen der wechselhaften Geschichte Méxicos.

Wer es ein wenig lebendiger und bunter mag, sollte sich den Februar vormerken, denn dann findet hier in Mérida der bunteste und auch prächtigste Karneval der ganzen Region statt. Farbenfroh und erlebnisreich ist auch ein Besuch auf dem Markt der Stadt, der so genannte Mercado García Rejón in der Calle 60. Hier bekommt man praktisch alles, wobei ich vor allem über die Lagerung des Fleisches sehr verwundert war, lag es doch bei 34°C einfach offen herum..    [...mehr]


Autor: Lars Degen

Ein wenig versteckt südlich von Cuernavaca, der Hauptstadt des Bundestaates Morelos, thront hoch auf dem Berg Xochicalco, was in nahuatl so viel bedeutet wie „ Der Ort des Blumenhauses“.

Sicherlich handelt es sich bei Xochicalco, zumindest für uns Europäer, um eine weniger bekannte Pyramidenstadt, die jedoch auf Platz vier der am meistbesuchten präkolumbianischen Stätten liegt.

Dieser Umstand bietet jedoch dem Besucher einen unschätzbaren Vorteil, da man hier noch ungestörter in Kontakt mit den untergegangenen Kulturen treten kann, da die touristische Erschließung – sprich fliegende Händler und Massenansturm – noch in den Kinderschuhen steckt. Bei meinem Besuch verloren sich auf dem sehr weitläufigen Gelände, auf dem sich auch ein Museum befindet vielleicht höchstens 50 Personen.

Wie eigentlich überall in México solltet ihr – sofern ihr es beherrscht- einen der wirklich exzellent ausgebildeten guías bitten, euch die Stätte auf Spanisch näherzubringen. Sicher beherrschen sie auch Englisch und teilweise Deutsch aber persönlich fand ich die Erklärungen auf Spanisch stets am lebendigsten und auch die 2,5 Stunden in Xochicalco vergingen wirklich wie im Fluge.

Die Ursprünge der Pyramiden von Xochicalco datiert man heute auf    [...mehr]


Autor: Nina

Maya Pyramide im Nebel © flickr / soyignatiusDie Hochkultur der Maya brachte eine Reihe beeindruckender Bauwerke hervor. Am bekanntesten davon sind wohl die riesigen Tempel und Pyramiden.

Während der Rest der Bevölkerung in Lehmhütten wohnte, waren die Gebäude aus Stein nur den Reichen, also Adeligen vorbehalten. Diese hatten prächtig verzierte Dachsimse und die Fassaden waren mit Tiermotive und Masken dekoriert. Etwas später bekamen besonders die Pyramiden eine weitere Funktion. Auf ihren Spitzen befand sich eine Plattform, auf der die Opferzeremonien abgehalten wurden.

Am erstaunlichsten ist wohl, neben der gelungenen Statik, dass die Maya ihre Bauwerke ohne Zuhilfenahme von Lasttieren oder des Rades (das ihnen wohl bekannt war) erschufen. Das Material wurde allein von Menschehand, meist von Sklaven, herbeigeholt und an seinen Platz gebracht!

Teil Tempelanlage © flickr / jimg944Die Rituale und das gesellschaftliche Leben der Maya waren sehr von den wiederkehrenden Zyklen der Natur abhängig. Diese hielten sie in numerischen Kalendern fest, die von den Priestern interpretiert wurden. Sie hatte vier verschiedene Kalendersysteme, die auch teilweise miteinander kombiniert wurden. Einer davon richtete sich nach der Sonnen und bestand aus 365 (!) Tagen mit 18 Monaten zu je 20 Tagen, zu denen noch zusätzlich fünf Unglückstage kamen. Die Berechnung der astronomischen Daten hierbei ist erstaunlich.

Ach ja, die Maya haben laut ihren Kalendern den Untergang der Welt durch eine riesige Überschwemmung auf den 21. Dezember 2012 datiert… :-)

Nichtsdestotrotz waren die Maya eine faszinierende Hochkultur, die uns heute noch in ihren Bann zieht. In diesen vier kurzen Beiträgen kann man ihnen kaum vollkommen gerecht werden. Aber ich hoffe ich konnte eure Neugier ein wenig anstacheln.

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