» Peru

Autor: Nina

Es gibt wohl kaum ein Essen, das in Südamerika so zelebriert wird, wie die Pachamanca. Dieses Gericht und vor allem die Zubereitung hat in der Andenregion Perus absoluten Kultstatus und bei jeder Zbereitung wird gefeiert. Man braucht keinen besonderen Grund. Die Pachamanca genügt und alle kommen.

Bereits die Inka haben das Gericht auf diese Weise zubereitet. Eine Pachamanca braucht Zeit. Daher trifft man sich schon früh am Tag. Die Männer graben nun ein großes Loch in den Boden und entzünden dort ein Feuer, in dem sie große flache Steine erhitzen.    [...mehr]


Autor: Nina

Ceviche © Pixel Drip

Ursprünglich aus Peru kommend hat sich Ceviche, ein Fischgericht, das für uns Europäer im ersten Moment wohl etwas seltsam wirkt, inzwischen auch in ganz Süd- und Mittelamerika durchgesetzt.

Und das braucht man dazu:

  • 500 g sehr frisches Weißfischfilet (z.B. Zander oder Goldbarsch)
  • 4 Limetten
  • 1 Rocoto oder 1 Chilischote
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Tomaten
  • 6 Stengel Koriander
  • Salz
  • Pfeffer

Den Fisch gut entgräten und in etwas 1-2 cm große Würfel schneiden. Dann die Limetten auspressen und den Saft auffangen. Nun enthäutet man die Tomaten und würfelt diese ebenfalls.

Die Korianderblätter abzupfen und grob hacken. Rocoto, ein sehr scharfes, paprikaähnliches Gemüse, in feine Stücke schneiden. Da Rocoto in Deutschland nur schwer zu bekommen ist, kann man alternativ auch eine Chilischote nehmen. Auch die rote Zwiebel zerkleinern.

Limetten © D’Arcy NormanNun alle Zutaten miteinander vermischen und den Limettensaft darüber verteilen. Mit Salz, Pfeffer und Koriander würzen und nochmals gut vermischen. Das Ganze dann 2-4 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

Der Fisch wird so “roh” gegessen, da der Limettensaft das Eiweiß im Fisch denaturiert, d.h. es passiert der selbe Vorgang wie beim Kochen. Also, keine Sorge… ;-)

Als Beilage passen hierzu perfekt Süßkartoffeln.

Lasst euch schmecken und viel Spaß mit dem Chili!

Ach ja, die Marinade die dabei entsteht wird übrigens “Leche de tigre” (Tigermilch) genannt, da man beim Essen wegen der Schärfe angeblich faucht wie ein Tiger…    [...mehr]


Autor: Nina

Nazca-Figur © The boy with the thorn in his side

Fliegt man über die Wüste der Provinzen Nazca und Palpa in Peru kann man aus der Luft merkwürdige Figuren im Stein erkennen. Manche dieser Bilder sind bis zu 100 m groß und stellen zum Beispiel Menschen, Affen, Wale oder Vögel dar. Dies sind die berühmten Scharrbilder von Nazca.

Seit ihrer doch erst sehr späten Entdeckung in den 1920er Jahren beflügeln diese Bilder im Stein die Fantasie der Wissenschaftler. Heute ist man sich so gut wie sicher, dass die Linien zur Zeit der Nazca-Kultur um rund 200 v. Chr. bis 600 n. Chr. entstanden sind.

Nur dank des sogenannten Wüstenlacks sind diese Linien heute noch erhalten. Dieses rote Gemisch aus Eisen- und Manganoxiden hat die Figuren überzogen und sie vor Erosion und den Zeichen der Zeit geschützt.

Nazca-Linien © procsilasDoch es ist immer noch unklar zu welchem Zweck sie dienten und wie sie überhaupt entstanden sind. Wie konnten sie zu damaligen Zeiten so riesige präzise und gerade Linien auf dem Fels entstehen lassen?

Die Theorien reichen von Aliens über eine Sportarena und einem Kalender bis hin zu einer religiösen Stätte. Manche Linien sind nach Sonnenwendpunkten ausgerichtet, was für den Kalender sprechen könnte. Sie könnten ebenso als religiöse Pfade gedient haben, die die Menschen immer wieder abgelaufen sind, vielleicht als eine Art Meditation, Gebet oder symbolischer Opferweg.

Am wahrscheinlichsten ist es wohl, dass ihnen eine Mischung aus agrikultureller, astronomischer und religiöser Bedeutung zukam.

Nazca © The boy with the thorn in his side1994 wurden die Nazca-Linien von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Heute kann man die meisten Figuren nur aus dem Flugzeug bestaunen, da das betreten bei vielen inzwischen verboten ist. Sie wurden durch Fuß- und Autospuren teilweise zerstört und mussten aufwendig restauriert werden.

Wozu auch immer sie genau gedient haben. Die Nazca-Linien faszinieren die Leute auch nach über tausend Jahren noch.

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Autor: Nina

Lima am Pazifik © cvander

Im Westen Perus, zwischen dem Pazifischen Ozean und den Anden im Osten, liegt die Hauptstadt des Landes , Lima. Sie ist die weit größte Stadt Perus, ein wichtiger Verkehrs- und Handelsknotenpunkt und gehört seit 1991 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Auch kulturell hat diese Stadt also viel zu bieten: zahlreiche Museen und interessante Bauwerke, mehrere Universitäten und Hochschulen und auch das Theater- und Nachtleben ist nicht zu verachten.

Militärparade in Lima © tinou baoNoch bevor die Spanier Südamerika zu kolonialisiern begannen, war die Gegend um Lima die bevölkerungsreichste. 1535 gründete dann der spanische Eroberer Francisco Pizarro hier eine Siedlung und die Ureinwohner wurden als Sklaven zum Städtebau gezwungen. 1542 entstand dann um Lima als Hauptstadt das spanische Vizekönigreich Peru, das das riesige Gebiet der heutigen Länder Ecuador, Kolumbien, Venezuela, Bolivien, Chile, Argentinien und Paraguay umfasste.

Zu Zeiten der Inquisition wurde Lima das Zentrum der Zwangschristianisierung der indigenen Völker und tausende von Scheiterhaufen brannten hier. Das Gold und Silber des besiegten Inkareiches lies die Stadt zu einem unermesslichen Reichtum gelangen.

1821 konnten Rebellen unter der Führung von José de San Martín schließlich die Unabhängigkeit Perus erreichen. Eine Industrialisierungswelle setzte ein und 1951 wurde hier sogar die erste südamerikanische Eisenbahnstrecke eingeweiht.

Lima © rednuhtDie von den Spaniern aus Afrika zusätzlich eingeschifften Sklaven, die indigene Bevölkerung und die weißen Siedler bildeten im Laufe der Jahre mit Gastarbeitern aus China eine multikulturellen Mixtur, die der Stadt ein einzigartiges Flair verleiht.

In der Altstadt vermischen sich der Kolonialstil der Spanier mit Resten der indigenen Kulur. Die Kirche und das Kloster San Francisco werden zum Beispiel als best erbautes Architekturdenkmal gesehen. Aber auch die Kathedrale ist nicht minder interessant. Hier soll in einem Glassarg der Gründer der perunainische Hauptstadt Pizarro liegen.

Das Goldmuseum, in dem man Stücke aus der Goldschmiedekunst der indigenen Andenvölker und auch Stücke des legendären Inkagoldes bewundern kann. Aber auch das archäologische Museum “Rafael Larco Herrera” ist mit seiner weltweit größten Sammlung vorspanischer Kunst sehr interessant.

Dadurch dass Lima eine Universitätsstadt ist blüht das Nachtleben. Aber auch kulinarisch kommt man voll auf seine Kosten. Einheimische Spezialitäten mischen sich mit der europäischen, vor allem der spanischen, Küche.

Lima ist eine faszinierende Stadt, auch wenn sie mehr und mehr unter Beton und Verkehr verschwindet. Grün ist diese Stadt leider nicht. Trotzdem gibt es viel Interessantes zu entdecken.

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Autor: Nina

Anden © quinetDie Anden sind mit 7.500 Kilometern Länge die längste Gebirgskette der Welt. Sie verlaufen entlang der südamerikansichen Westküste von Venezuela im Norden über Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Argentinien bis zum südlichsten Ende Chiles.

Der Aconcagua in Argentinien ist mit 6.962 Metern der höchste Berg der Anden. Die Gebirgskette ist extrem erdbebengefährdet. Wohl auch weil sie ein Ort starker vulkanischer Aktivitäten ist. Hier liegen die höchsten Vulkane der Erde, zum Beispiel der Monte Pissis in Argentinien mit einer Höhe von 6.795 Metern. Postvulkanische Erscheinungen wie Geysire prägen ebenfalls das Landschaftsbild.

Inka-Ruinenstadt Machu Picchu in Peru © Fran-cis-caDas Klima vom Fuße der Anden bis zu den Gipfeln variiert enorm. So sind die Täler vom dicht bewachsenen tropischen Regenwald gekennzeichnet. Aufgrund des extrem heißen und feuchten Klimas ist dieser Raum nur spärlich besiedelt.

Kommt man weiter nach oben, dünnt sich der Regenwald langsam aus und geht in einen tropischen Höhenwald über, von dem weite Teile aber dem Ackerbau weichen mussten. Dieser Bereich in 2.000 bis 3.500 Metern Höhe ist der Hauptsiedlungsraum der Anden.

Lamas © Fran-cis-caAlles, was höher liegt, befindet sich jenseits der Baumgrenze und wird vor allem als Weideland für die Lamas und Alpakas benutzt. Bei ca. 5.000 Metern beginnt dann die Schneegrenze.

Andenbewohner © blablaurghKulturell unterscheiden sich die Andenvölker sehr von den im Flachland und im Urwald lebenden Einwohnern. Das Zentrum des Inkareiches befand sich im mittleren Teil der Anden und ihre Spuren sind in der heutigen Kultur der Andenbewohner noch sichtbar. Aber am bekanntesten sind sie wohl für ihre von Flöten geprägte Musik.

Reiseunternehmen bieten inzwischen Abenteuertrips durch die Anden an.    [...mehr]


Autor: Nina

Pisco-Schnaps © Pedro Rivaz Ugaz

Sowohl Chile, als auch Peru beanspruchen den Pisco Sour als ihr Nationalgetränk. Aber egal wo dieser Cocktail zuerst getrunken wurde, er schmeckt einfach köstlich und ist genau das Richtige für laue Sommerabende, an denen einen das Fernweh packt.

“Pisco” bedeutet in der indianischen Sprache Vogel und ist auch die Bezeichnung für das Tongefäß, in denen der Pisco-Schnaps früher transportiert wurde.

Es gibt natürlich, wie bei jedem traditionsreichen Rezept, unterschiedliche Macharten. Hier ist nun eine davon:

Ihr braucht dazu:

Limetten © salendron- Pisco (ein Traubenschnaps)

- Limettensaft

- Zuckersirup

- Eiweiß

- Eis

- Angostura (ein Bitterlikör) oder eine Prise Zimt

Mischt drei Teile Pisco, mit jeweils einem Teil Limettensaft und Zuckersirup. Gebt das Eiweiß und das Eis hinzu. Wahlweise kann man das ganze jetzt mit einem Spritzer Angostura oder einer Prise Zimt verfeinert werden.

Gebt das Ganze in einen Shaker oder Mixer und mischt es kräftig durch, so dass das Eiweiß alles schön schaumig macht.

Nun kann man den Pisco Sour nach Lust und Laune anrichten.

Wohl bekomms und viel Spaß beim in die Ferne schweifen!

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