
Im Westen Perus, zwischen dem Pazifischen Ozean und den Anden im Osten, liegt die Hauptstadt des Landes , Lima. Sie ist die weit größte Stadt Perus, ein wichtiger Verkehrs- und Handelsknotenpunkt und gehört seit 1991 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Auch kulturell hat diese Stadt also viel zu bieten: zahlreiche Museen und interessante Bauwerke, mehrere Universitäten und Hochschulen und auch das Theater- und Nachtleben ist nicht zu verachten.
Noch bevor die Spanier Südamerika zu kolonialisiern begannen, war die Gegend um Lima die bevölkerungsreichste. 1535 gründete dann der spanische Eroberer Francisco Pizarro hier eine Siedlung und die Ureinwohner wurden als Sklaven zum Städtebau gezwungen. 1542 entstand dann um Lima als Hauptstadt das spanische Vizekönigreich Peru, das das riesige Gebiet der heutigen Länder Ecuador, Kolumbien, Venezuela, Bolivien, Chile, Argentinien und Paraguay umfasste.
Zu Zeiten der Inquisition wurde Lima das Zentrum der Zwangschristianisierung der indigenen Völker und tausende von Scheiterhaufen brannten hier. Das Gold und Silber des besiegten Inkareiches lies die Stadt zu einem unermesslichen Reichtum gelangen.
1821 konnten Rebellen unter der Führung von José de San Martín schließlich die Unabhängigkeit Perus erreichen. Eine Industrialisierungswelle setzte ein und 1951 wurde hier sogar die erste südamerikanische Eisenbahnstrecke eingeweiht.
Die von den Spaniern aus Afrika zusätzlich eingeschifften Sklaven, die indigene Bevölkerung und die weißen Siedler bildeten im Laufe der Jahre mit Gastarbeitern aus China eine multikulturellen Mixtur, die der Stadt ein einzigartiges Flair verleiht.
In der Altstadt vermischen sich der Kolonialstil der Spanier mit Resten der indigenen Kulur. Die Kirche und das Kloster San Francisco werden zum Beispiel als best erbautes Architekturdenkmal gesehen. Aber auch die Kathedrale ist nicht minder interessant. Hier soll in einem Glassarg der Gründer der perunainische Hauptstadt Pizarro liegen.
Das Goldmuseum, in dem man Stücke aus der Goldschmiedekunst der indigenen Andenvölker und auch Stücke des legendären Inkagoldes bewundern kann. Aber auch das archäologische Museum “Rafael Larco Herrera” ist mit seiner weltweit größten Sammlung vorspanischer Kunst sehr interessant.
Dadurch dass Lima eine Universitätsstadt ist blüht das Nachtleben. Aber auch kulinarisch kommt man voll auf seine Kosten. Einheimische Spezialitäten mischen sich mit der europäischen, vor allem der spanischen, Küche.
Lima ist eine faszinierende Stadt, auch wenn sie mehr und mehr unter Beton und Verkehr verschwindet. Grün ist diese Stadt leider nicht. Trotzdem gibt es viel Interessantes zu entdecken.
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2. März 2008

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