San Bernardino wurde im Zuge der deutschen Kolonialisierung gegründet und avancierte mit ihrer vorzüglichen Lage am Ypacarai-See zu einem äußerst beliebten Urlaubsziel. Besonders die einheimische Bevölkerung genießt während der Sommermonate ihren Urlaub auf diesem tollen Flecken Erde.
San Bernardino wurde am 24. August 1881 von Jakob Schaerer als eine deutsche Kolonie gegründet und erhielt damals den Namen Nueva Baviera, was so viel heißt wie Neubayern. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Stadt allerdings nach dem General und Präsidenten Paraguays Bernardino Caballero benannt. [...mehr]
Der Ypacarai See in Paraguay ist ein beliebtes Urlaubsziel und touristischer Mittelpunkt des schönen Badeortes San Bernardino. Der Ypacarai See ist mit 46 Quadratkilometer der größte See Paraguays und Zielort unzähliger Wassersportler, Angler und Urlauber.
Der Ypacarai See liegt etwa 35 Kilometer von der Kleinstadt Asuncion entfernt und das gesamte Gebiet gehört zum Naturerholungsgebiet von Asuncion.
Ypacarai See in Paraguay – beliebtes Touristenziel
Direkt am Ypacarai See liegt der Badeort San Bernardino, in dem vor allem in den Sommermonaten Dezember bis Februar Hochbetrieb herrscht. Der idyllische Ort wurde 1881von deutschen Einwanderern [...mehr]
Jedes Jahr findet in Caacupé das Fest der Madonna de los Milagros statt. Genau am 08. Dezenber pilgern Gläubige aus ganz Paraguay in das kleine Städchen mitten in Südamerika. Die Wallfahrtskirche von Caacupé ist das religiöse Zentrum Paraguays und somit kein normaler kirchlicher Versammlungsort wie jeder andere.
Wenn einmal im Jahr tausende Pilger sogar aus Brasilien und Argentinien das kleine 10.000-Seelen-Städtchen beehren, feiern die Menschen zusammen das Fest ihrer Schutzheiligen, der Madonne von Caacupé.
Die Legende der Heiligen Jungfrau von Caacupé reicht zurück bis ins 16. Jahrhundert, als ein von den Franziskanern bekehrter Guaraní von einem verfeindeten Stamm verfolgt wurde. Er schwor bei der heiligen Jungfrau Maria, ihr ein Ebenbild aus eben jenem Holz zu schnitzen, wenn sie ihn beschützte.
Die Madonna von Caacupé
Der Guaraní überlebte und stellte gleich zwei Madonnen her. Die größere ist heute in der Franziskanerkirche von Tobatí untergebracht. Die kleinere Madonna behielt der Mann für sich. 1603 überflutete der Tapaicuá See das gesamte Tal und riss auch die Figur mit sich, doch wie durch ein Wunder tauchte sie wieder auf. Seitdem gilt die Figur als ‘Jungfrau der Wunder‘. Ein Künstler stellt daraufhin eine Skulptur der Madonna mit blauen Augen, goldenem Haar und dem traditionellen blauen Gewand her, welche noch heute jedes Jahr aufs neue von den Gläubigen in Caacupé geehrt wird. [...mehr]
Der Gran Chaco liegt in Südamerika. Es ist eine Region mit Dornbuschsavannen und Trockenwäldern. Die heißen, feuchten Sommer sind für uns Europäer gewöhnungsbedürftig. Die Region des Chaco jedoch ist atemberaubend schön.
Der Gran Chaco umfasst ebenfalls den Südosten Boliviens, den Westen Paraguays sowie den Norden Argentiniens. Durch die Region fließen die Flüsse Rio Paraguay und der Rio Paraná. Die Flora und Fauna des Chaco ist einzigartig. Hier begegnet man Tieren und entdeckt Pflanzen, die man sonst nur aus Filmen und Bücher kennt. Talca in Argentinien und Ciudad del Este sind schon sehenswert aber das Paradies Südamerikas wartet in Gran Chaco auf Euch.
Mit geschätzten 320.000 Einwohnern und mehr ist Ciudad del Este die immerhin zweitgrößte Stadt Paraguays, obwohl erst 1957 gegründet, damals noch unter dem Namen Puerto Flor de Lis.
Geschichte von Ciudad del Este
Aus diesem „Lilienhafen“ wurde zunächst der „Hafen des Präsidenten Stroessner“ (Puerto Presidente Stroessner), bevor er 1989 zur „Stadt des Ostens“ wurde. Ciudad del Este ist die Hauptstadt des im Osten Paraguays liegenden Departements Alto Paraná, das an Brasilien und Argentinien grenzt.
Getrennt werden zunächst Argentinien und Paraguay vom Rio Paraná, ab dem Dreiländereck, an dem Ciudad del Este liegt, dann Brasilien und Paraguay, wobei in Ciudad del Este die sogenannte Freundschaftsbrücke ins brasilianische Foz do Iguaçu führt.
Zentrum von Ciudad
Im Zentrum von Ciudad del Este prägen die Stände der Händler, die nicht nur Legales verkaufen, das Stadtbild, das so den Charakter eines [...mehr]
Passend für die heißen Tage heute ein erfrischendes Rezept, das einen sofort nach Südamerika versetzt. Clerico ist in Paraguay ein extrem beliebtes Getränk und in unseren Breitengraden der perfekte Drink für einen lauen Sommerabend oder die Grillparty.
Und das braucht ihr dafür:
750 ml trockener Rotwein
75 g Zucker
1 Melone
1 Ananas
Trauben
2 Bananen
Die Früchte in mundgerechte Häppchen schneiden, den Zucker darüber streuen, gut vermischen und mindestens 6 Stunden (am besten über Nacht) im Kühlschrank durchziehen lassen.
Kurz vor dem Servieren die Früchte mit dem Rotwein gut vermischen. Voilà!
Tipp: Man kann im Prinzip alle möglichen Früchte, je nach Belieben, verwenden. Die genannten sind aber typisch für Paraguay. Für noch mehr Erfrischung kann man auch an Stelle des Rotweins, einen kühlen trockenen Weißwein nehmen, ebenfalls je nach Geschmack. [...mehr]
Payagua Mascada sind in Paraguay ein extrem beliebtes Gericht. Früher eher ein Essen der ärmeren Landbevölkerung, hat es sich nach und nach als gängiges Fast Food durchgesetzt.
Überall in Paraguay kennt man Payagua Mascada und an fast jeder Straßenecke bekommt man inzwischen die deftigen Küchlein. Dazu werden gerne scharfe Soßen gegessen, wie z.B. Ají.
Folgendes braucht ihr für die klassische Variante:
Zunächst die Maniokwurzeln schälen und in Salzwasser weich kochen. Diese dann pürieren und mit dem gekochten Hackfleisch vermischen. Den Knoblauch und die Zwiebel kleinhacken und kurz anbraten.
Diese nun zusammen mit dem Kümmel, Salz, Pfeffer und der Stärke in die Hackfleisch-Maniok-Mischung kneten, solange bis das Ganze eine homogene Masse bildet.
Mit angefeuchteten Händen kleine, flache Küchlein formen und diese im heißen Öl anbraten bis sie goldbraun sind. Heiß mit diversen Soßen servieren. Lecker!
Tipp: Falls ihr hier keinen Maniok bekommt, tun es zur Not auch Kartoffeln. Schmeckt dann halt etwas anders als das Original, ist aber auch sehr lecker!
Im letzten Teil meiner kleinen Serie, will ich euch noch ein prägendes indigenes Volk Südamerikas vorstellen: Die Guaraní. Natürlich gibt es auch noch etliche andere große und vor allem wichtige Gruppen von Indigenas, die aber so zahlreich sind, dass ihre Vorstellung die Ausmaße dieses Blogs sprengen würde. Ich werde sie daher eher in aktuellen Artikeln erwähnen.
Nun aber zurück zu den Guaraní. Bereits in präkolumbianischer Zeit siedelte dieses Volk im mittleren Südamerika. Sie betrieben vor allem Ackerbau. Heute findet man sie vor allem in Paraguay, Brasilien, Uruguay, Argentinien und Bolivien. In Paraguay ist ihre Sprache, das Guaraní neben dem Spanischen Landessprache. [...mehr]
Einer der Kriege, der sowohl Bolivien als auch Paraguay als eine der brutalsten Auseinandersetzungen noch heute im Gedächtnis ist, ist der sogenannte Chacokrieg (”Guerra del Chaco”). Und schon damals ging es, wie heute, vor allem ums Öl.
Direkt an der Grenze zu Bolivien und Paraguay liegt das Gran Chaco, ein noch heute relativ dünn besiedeltes Gebiet. Auf dieses Territorium erhob bereits im Jahr 1852 Bolivien Anspruch und Paraguay zog nach. Seitdem bemühten sich beide Seiten in die unbewohnten Steppen- und Sumpflandschaften des Gebietes vorzudringen und dort kleine Stellungen zu errichten.
Was in vor allem in Paraguay und Teilen Brasiliens von der indigenen Bevölkerung schon seit Jahrhunderten praktiziert wird, wird bei uns erst in letzter Zeit immer mehr entdeckt. Stevia ist ein Pflanze, die eine Art natürlichen Süßstoff darstellt, der nicht abhängig macht und selbst für Diabetiker geeignet ist.
Doch warum kann diese geniale Pflanze sich also bei uns nicht durchsetzen?
Seit Hunderten von Jahren benutzt das Volk der Guaraní Stevia um damit ihren Mate-Tee zu süßen. Sie ist aber auch als Medizin weit verbreitet. Die Blätter der Pflanze sollen herzstärkend wirken und zudem noch gut gegen Sodbrennen, Bluthochdruck und Übergewicht sein. Manche Guaraní benutzen Stevia auch in größeren Mengen als Verhütungsmittel. Letztere Wirkung ist aber umstritten. Alle anderen heilenden Wirkungen konnten nachgewiesen werden. Und, da Stevia süßt ohne dabei den Blutzuckerspiegel zu erhöhen, ist es auch ideal für Diabetiker. [...mehr]