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Autor: Nina

Gestern wurde in einer Volksabstimmung in Bolivien über die neue Verfassung des Landes abgestimmt. Wie von Experten erwartet wurde sie mit einer fast 60%-igen Mehrheit angenommen. Doch die Zukunft des Landes ist immer noch ungewiss.

Präsident Evo Morales, selbst vom Volk der Aymara, hat mit der neuen Verfassung die lange Zeit der Diskriminierung der indigenen Völker offiziell beendet. Nach ersten Schätzungen stimmten 57% der Bevölkerung für die Erneuerung. Damit sind die Indigenas (etwa 70% der bolivianischen Bevölkerung!!!) endlich gleichgestellt und die Sprachen Aymara und Quechua haben dasselbe Gewicht wie das Spanische.

Doch solche Veränderungen gehen leider nicht von heute auf morgen, denn die Diskriminierung und Unterordnung bestimmter Bevölkerungsgruppen sitzt tief in den Köpfen der weißen (nur 15%!!!) Bevölkerung. So haben dann auch die vornehmlich weißen und auch reichen Provinzen gegen die neue Verfassung gestimmt.

Es ist wirklich traurig, dass nach so vielen Jahren des Zusammenlebens immer noch kein Zusammenkommen erreicht werden kann. Und so wird das Land wohl erst einmal gespalten bleiben.

Morales möchte außerdem die reichen, weißen Regionen, die mit ihrem Autonomieversuch gescheitert sind, entmachten und deren Vermögen mit den ärmeren Provinzen der Indigenas teilen. Da haben erstere natürlich was dagegen. Von wegen teilen… Am komischsten ist aber, dass genau diese Bonzen, die auf ihrem Vermögen hocken, am meisten die Flagge des Patriotismus und des Nationalstolzes vor sich her tragen. Blöd nur, dass es in jedem Land auch Arme gibt und, dass die dann auch noch so viele sind… Ein Phänomen, das man in vielen anderen Ländern auch beobachten kann.

Nun liegt es am Geschick von Evo Morales das Land wieder zu einen und ALLE Bolivianer zu einem Dialog zu bringen, bevor sich der Konflikt zu einem Bürgerkrieg entwickelt.

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Autor: Nina

Am Sonntag, den 25. Januar, ist es endlich soweit: Die Abstimmung über die vieldiskutierte Verfassung in Bolivien findet nach langem Hin und Her statt.

Bereits Evo Morales Vorgänger hat den Weg zur neuen Verfassung geebnet. Evo Morales muss sich nun dieser Herausforderung stellen. Und Bolivien hat eine neue Verfassung bitter nötig, denn die alte stammt aus dem Jahr 1967 und ist für das Selbstverständnis der Bolivianer total veraltet.

In ihr wird die kleine Elite des Landes gestärkt, die Indigenas haben fast keine Recht bzw. keinen Platz und Staatsreligion ist dort der Katholizismus, obwohl andere Religionen eine gleichwertige Stellung im Land haben.    [...mehr]


Autor: Nina

Nun scheint endlich ein Ende für die Auseinandersetzungen in Bolivien in Sicht zu sein. Der neu gegründete südamerikanische Staatenbund UNASUR hat am Montag hinsichtlich Bolivien getagt und stärkt Morales eindeutig den Rücken.

Es war wohl die Feuertaufe für die UNASUR, die sie mit Bravour gemeistert zu haben scheint. Die neun Präsidenten haben einen Neun-Punkte-Plan für die Stabilisierung Boliviens entworfen und fordern die Gegner von Morales zum langersehnten Dialog auf.



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Autor: Nina

Nun ist es in Bolivien also soweit: Das, wovon ich euch die letzten Wochen berichtet habe, ist nun eingetreten. Der Putsch in Bolivien hat begonnen. Rechte Gruppen formieren sich, höchstwahrscheinlich organisiert von den USA und besetzen öffentliche Plätze und Gebäude. Damit wäre die Bekämpfung der Armut im Land wieder einen Schritt zurückgedrängt.

(Das folgende Video erklärt einiges…)

Rechte und faschistischen Gruppen aus den reichen Provinzen haben ihre Drohungen gegen die Regierung von Evo Morales nun wahr gemacht. Sie stürmen bewaffnet Regierungsgebäude, Flughäfen und sperren die Grenzen. Und was ist der Grund dafür? Diese Regionen sind extrem reich und Morales wollte nun diesen Reichtum neu verteilen. Nun müssten sie ihre Ressourcen mit der armen und hungernden Bevölkerung teilen. Und auch die Vereinigten Staaten würden durch Morales Politik gegen die Armut riesige Geschäfte und Einnahmen verlieren. Zudem müssen sie immer mehr die Kontrolle über Südamerika und eben auch Bolivien abgeben.    [...mehr]


Autor: Nina

Nun war es endlich vorbei, das Referendum, das Evo Morales in seinem Amt bestätigen sollte. Mit einer riesen Mehrheit zeigte das Volk, dass es hinter ihm steht. Nun soll am 7. Dezember ein weiteres Referendum über die neue Verfassung entscheiden. Doch die reichen Provinzen provozieren immer mehr Chaos…

Bolivien hat viele sehr arme Regionen, obwohl es eigentlich von den Rohstoffen her ein ziemlich reiches Land ist. Aber dort ist es nicht anders als hier, nur eben etwas verstärkter und vor allem offentsichtlicher: Wenige Reiche scheffeln immer mehr, während der Rest der Bevölkerung immer ärmer wird.    [...mehr]


Autor: Nina

Wie ich euch bereits in einem vorigen Artikel erzählt habe, hat Bolivien momentan innenpolitisch ganz schön zu kämpfen. Und gestern war es nun soweit: Das lang angekündigte Referendum sollte über den Verbleib des Präsidenten Evo Morales im Amt entscheiden.

Den ganzen Tag war ich gestern hibbelig, hab in der Nacht immer wieder nach den neuesten Nachrichten gesucht. Doch wie immer sickern Neuigkeiten aus Südamerika zu uns eher langsam durch, wobei diesmal gings… ;-) Und heute früh kam dann die Erleichterung: Morales darf im Amt bleiben. Mit, nach neuesten Schätzungen, 63% der Stimmen gewinnt er haushoch. Den Sieg widmete er “allen Revolutionären auf der Welt”. Zudem ist es auch ein weiteres Zeichen aus Lateinamerika, dass sie sich nicht länger ihrer Rohstoffe von den USA, der Weltbank, dem IWF, etc. beschneiden lassen.    [...mehr]


Autor: Nina

Ende Juli waren die Verhandlungen der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf gescheitert. Endlich lassen die Entwicklungsländer nicht mehr alles mit sich machen! Und auch Südamerika ist mal wieder aktiv, allen voran Boliviens Präsident Evo Morales, der sich wenige Tage vor Beginn der Verhandlungen mit einem offenen Brief an alle wandte.

Auch in der WTO lief es mal wieder so ab, wie bei allen anderen “Verhandlungen” auch. Ein paar wenige reiche Länder versuchen sich über die Köpfer vieler armer Länder hinwegzusetzen und ihren Markt zu festigen, was das permanente Scheitern besagter armer Länder bedeutet, aber dies wird von den großen großzügig als “Kollateralschaden” hingenommen.    [...mehr]


Autor: Nina

In letzter Zeit steht der bolivianische Staatschef Evo Morales ganz schön unter Beschuss. Vier Provinzen haben in einem Referendum ihre Verwaltungs- und Finanzautonomie erklärt. Bolivien steht also vor einer ernsthaften Krise, die das Land zu zerbrechen droht.

Doch warum tun sie dies? Man muss als erstes wissen, dass diese Regionen reich an Erdöl und vor allem Erdgas sind. Morales, der selbst indigener Herkunft ist, hat in den letzten Jahren mehr und mehr Betriebe verstaatlicht um die arme, meist indigene, Bevölkerung mit zu finanzieren und versucht für Wandel und Chancengleichheit in Bolivien zu sorgen. Doch die reichen Oligarchen waren davon natürlich wenig begeistert. Die Gier ist halt immer unermesslich…

So, und jetzt kommt das, was sich wahrscheinlich schon jeder gedacht hat. Es geht um Erdgas und - öl. Da können die Amis auch nicht weit sein… Sie haben nun die rechten und konservativen Unternehmer angestachelt sich gegen Morales zu stellen. Zudem geht eine linke Regierung natürlich nicht, die sich vor allem für die arme Bevölkerung einsetzt, ihre Ressourcen einfach nicht den USA schenken will (Wie? Sie verkaufen? Wir sind doch Amerika…) und dann noch so frech ist finanziell auf eigenen Füßen, unabhängig von Amiland und der Weltbank, stehen will. Wie frech… Da muss man natürlich dem bösen linken Trend ein Ende bereiten.

Wie schon Chávez, so versuchen sie nun auch Morales zu verleumden und ihn zu stürzen. Nur ja alle Unabhängigkeitsbestrebungen Südamerikas im Keim ersticken. Oder ist es ein Zufall, dass der US-Botschafter Philip S. Goldberg, vorher im Kosovo tätig war?

Am 10. August will sich Evo Morales einem Volksentscheid stellen, der über sein Verbleiben im Amt oder seine Enthebung entscheiden soll. Hoffentlich steht die Bevölkerung hinter ihm, denn solche Leute wie Morales braucht Südamerika!

Unter todosconbolivia.org kann man sich einer Petition gegen die Teilung Boliviens anschließen, die auch von vielen Prominenten weltweit bereits unterstützt wird…    [...mehr]


Autor: Nina

Gestern ist er zu Ende gegangen, der vielbesungene und -diskutierte EU-Lateinamerika-Gipfel in Lima. Es wurde einiges darüber berichtet, Skandale wurden geschürt und dann war doch alles schön. Doch was kam bei dem Gipfel nun eigentlich heraus?

Bis zum Jahr 2015 soll die Armut in Lateinamerika um die Hälfte reduziert werden und man will sich zudem noch verstärkt für den Klimaschutz einsetzen. Toll! Das klingt ja alles ganz schön. Aber hat man in den Medien noch etwas darüberhinaus gehört? Da sitzen rund 2000 wichtige Regierungs- und Handelsvertreter zwei Tage lang zusammen rum und man will uns weiß machen dies sei das Ergebnis? Da haben sie sich aber lange Zeit einfach angeschwiegen, oder?!

Demo zum “Gipfel der Völker” - Kein Landraub für Tempo © robinwood

Vielmehr dient der Gipfel dazu den Einfluss der westlichen Mächte auf Südamerika zu festigen und ihren Würgegriff enger zu ziehen. Die EU sieht mit den aufkommenden linken Regierungen Südamerikas ihre wirtschaftliche Vormachtstellung in Gefahr. Was fällt den Ländern auch einfach ein ihre Ressourcen für sich und ihre hungernde Bevölkerung ganz allein haben zu wollen?!

Und genau darum geht es der EU. Sie wollen die Ressourcen, das Erdgas und Erdöl usw. Und war da nicht auch noch so eine Diskussion um Brasilien und den Biosprit? Brasilien ist Führer im Anbau von Zuckerrohr, aus dem dann der Biosprit hergestellt wird. So, Öko schön und gut, aber davon will der Westen nun auch etwas abhaben. Und wo bekommt man die Anbaufläche her? Genau, man holzt einfach den Regenwald ab, da die reichen westlichen Handelpartner ja so viel Druck machen. Doch jetzt wollen die auf einmal die Umwelt schützen und Merkel will den Regenwald stehen lassen. Was macht man also nun? Genau, man nimmt einfach tausenden von Kleinbauern ihr Land und ihre Existenz weg um auf dem Weltmarkt mithalten zu können. Bravo, Frau Merkel, ein tolles Sozialkonzept!

Und dies ist nur ein kleines Beispiel für das Niederbrettern des arroganten Westens gegenüber Südamerika. Und nun versteht man auch, warum so inhaltslos darüber berichtet wurde. Es geht um unschöne Geschäfte!!!

Chávez und MoralesEs wundert mich also nicht, dass Präsidenten wie Hugo Chávez und Evo Morales ihre Zeit lieber auf dem Gegen-Protest-Gipfel, dem “Gipfel der Völker” verbrachten, als sich das westliche Geheuchel anzutun…

Weitere Infos findet ihr hier, u.a. das “Tribunal der Völker”, in dem einigen Multis symbolisch der Prozess gemacht wurde.

Ein guter Artikel über die Stellungnahmen von SPD und CDU zum Gipfel findet ihr bei telepolis…    [...mehr]


Autor: Nina

Evo MoralesDen bolivianischen Präsidenten Evo Morales sieht man bei allen weltweiten Staatsbesuchen, allen Protokollen zum Trotz, immer nur in den für die indigenen Andenvölker typische Kleidung (Chompa und Chamarra). Er ist stolz auf seine Wurzeln und seine Herkunft. Sowieso scheint er sich allgemein aus Pomp und Reichtum wenig zu machen.

Juan Evo Morales Ayma, geboren 1959 im kleinen Dorf Isallawi im Departemento Oruro, wächst in schwerster Armut auf. Seine Eltern sind Bauern und stammen von einer Aymara-Familie ab. Vier seiner sieben Geschwister sterben noch in jungen Jahren. Schon während seiner Schulzeit ist er gezwungen nebenher zu arbeiten. Er jobbt in einer Bäckerei und spielt am Wochenende ine einer Band Trompete um über die Runden zu kommen.

Um der Armut wenigstens ein Stück weit zu entkommen, zieht die Familie 1978 nach Chapare um dort Cocaanbau zu betreiben. Nachdem Evo seinen Militärdienst angeleistet hat, kommt auch er nach Chapare um seiner Familie beim Anbau zu helfen. Hier beginnt er sich verstärkt in seinem Sindicato, in dem das Leben der Dorfgemeinschaft organisiert wird, zu engagieren. Er wird schließlich sogar zum Dirigente, zunächst des Sindicato, dann sogar der nächst höheren Einheit, des Central, gewählt.

Mit Freunden übernimmt er in den neunziger Jahren die Partei Movimento al Socialismo (MAS), da diese gerade dabei ist sich aufzulösen und Evo Morales so mit seinen Leuten an den nächsten Wahlen teilnehmen kann.

1997 wird er dann zum ersten Mal zum Abgeordneten gewählt und beginnt sich verstärkt für die Rechte der Bauern und der einfachen Bevölkerung einzusetzen.

Bolivien by night © Raphael Koerich2002 entzieht man ihm kurzfristig, wahrscheinlich initialisiert durch die USA, denen er ein Dorn im Auge ist, unter falschen Anschuldigungen sein Mandat. Bolivien ist eines der ärmsten Länder Südamerikas, hat aber gleichzeitig mit Venezuela zusammen die meisten Erdgasvorkommen. Doch die bolivianische Bevölkerung sieht nicht von dem Reichtum ihres Landes. Alles streichen die USA, der IWF und die Weltbank ein. Die einzige Verdienstmöglichkeit der Bolivianer ist der Cocaanbau, doch auch diesen versuchen die USA einzudemmen. Die Bauern sehen sich zurecht kriminalisiert und ausgebeutet.

Und genau hiergegen kämpft Evo Morales. Weite Teile der Bevölkerung, davon 70% Indígenas, stehen hinter ihm und 2006 wird er zum Staatspräsident von Bolivien gewählt. Er leitet eine Verstaatlichung der Erdgas- und Erdölvorkommen ein und verhilft so der Bevölkerung zu mehr Gewinnchancen. Auch die Rechte der Cocabauern stärkt er gegen den Willen der USA enorm.

Man kann nur hoffen, dass Evo Morales weiterhin den Vereinigten Staaten und der Weltbank so auf der Nase herum tanzt und Bolivien weiter von der Ausbeutung des internationalen Kapitalismus und Neoliberalismus lösen kann.

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