» Mexiko

Autor: Lars Degen

Neben dem traumhaften Sonnenuntergang und dem tollen Strand ist die Pazifikperle auch noch für eine weitere Attraktion weltberühmt- seine wagemutigen Klippenspringer.

Somit gehörte ein Abstecher zu „La quebrada“ auch für mich zum Pflichtprogramm meines Pazifiktrips in Mexiko. Die Klippen der Springer liegen in einer abseits vom Strand gelegenen Bucht in einem Wohngebiet, bei dessen Durchquerung man auch einen Blick hinter die Hotel-und Discokulisse werfen kann.

Angekommen steht man vor einem quadratischen Platz mit mehreren Denkmäler und viele kleinen Buden mit Süßigkeiten und Erfrischungen. Am Ende des Platzes ist der Eingang der „Springerarena“, wobei es sich darum in Wahrheit nur um eine gepflasterte Treppe handelt an deren Ende eine Plattform ist, die direkt gegenüber der Absprungzone liegt.

Eintritt zu den Klippenspringern

Der Eintritt kostet pro Person 35 Pesos und wie mit mitgeteilt wurde, kann man vier Mal am Tag diesem Schauspiel beiwohnen nämlich um 13 Uhr, 17,19 und 21 Uhr. Besonderes Schmankerl der  Spätvorstellung ist, das die Springer sich mit Kerzen in der Hand  von    [...mehr]


Autor: Lars Degen

Farbenprächtig- so sind die meisten Feierlichkeiten in Lateinamerika, respektive Mexico, und zu oft kann man als Außenstehender den Ursprungsanlass nicht genau verstehen. So auch bei unserem heutigen Thema den Chinelos.

chinelo  ©Spreeathen Bei den Chinelos handelt es sich um ungemein große und farbenfrohe, ja schon fast grellbunte, Kostüme, die im Staat Morelos für den so genannten „Brinco de los Chinelos“ getragen werden. Dazu gehört auch eine Gesichtsmaske, die vor allem durch ihr langes „Schumi-Kinn“ beeindruckt und darüber trägt man noch einen hohen Hut.

Aussehen der Chinelos

Das Kostüm kann neben den zahlreichen Farben auch noch Abbildungen aus der präkolumbianischen Zeit, also Aztekenkrieger und Götterfiguren, aufweisen oder aber auch Darstellungen der Jungfrau von Guadelupe.

Bei dem erwähnten „Brinco de los Chinelos“ handelt es um einen traditionellen Tanz in, der in mehreren Dörfern vor Mexiko beheimatet ist, und mit diesen Kostümen aufgeführt wird. Wichtig ist dabei, dass jedes Dorf eine andere Farbgebung für seine Kostüme hat und sie somit eindeutig identifiziert werden können. Eine schöne Kultur und praktisch obendrein. So sind die Chinelos in Tepoztlán eher in schwarz gehalten, während man sich in Tlayacapan für die Farbe Weiß mit blauen Biesen aus Velours entschieden hat.

Ursprung der Chinelos

Ihren Ursprung hat diese Tradition in der Epoche des spanischen Vizekönigreiches Neu Spanien. Spanier und Kreolen, die    [...mehr]


Autor: Nina

Acapulco de Juárez ist die größte Stadt des Bundesstaates Guerrero in Mexiko und liegt am Pazifik. Die Stadt war und ist ein wichtiger Anlaufhafen für die Schifffahrt. Kreuzfahrtlinien verlaufen zwischen Panama und San Francisco. Zudem werden von dort landestypische Erzeugnisse wie Zuckerrohr, Baumwolle, Tabak und Kaffee verschifft.

Acapulco navart©Flickr

Der Name Acapulco stammt aus der Sprache der Nahuatl und bedeutet so viel wie ‘Ebene des dichten Schilfs‘. Nahuatl ist eine indianische Sprache, die von den Tolteken, Azteken und Tlaxcalteken gesprochen wurde. Das heutige Nahuatl zerfällt in verschiedene Dialekte.    [...mehr]


Autor: Lars Degen

Nachdem wir bisher vor allem über die archäologischen Schwergewichte der präkolumbianischen Kulturen wie Teotihuacán oder Chichen Itza berichtet hatten, wollen wir uns heute mal an all jene wenden, die nicht unbedingt weitab von Städten  oder im tropischen Dschungel nach versunkenen Städten suchen wollen.

Einen Tempel sehen ohne ewig zu fahren und rumzuklettern…gibt es nicht! Gibt’s doch! Und obendrein bekommt man bei diesem Tempelausflug light noch einen der wirklich zauberhaftesten Strände ganz Mexikos zu sehen. Dieser magische Ort nennt sich Tulum und ist wirklich nicht mehr als einen kleinen Katzensprung (128 km) von Cancún und Playa del Carmen, den beiden großen Touristenzentren der Playa Maya, entfernt.

Tulum: Westlicher Küstenstil

Das Besondere an der Anlage von Tulum ist der simple Fakt, dass es sich hierbei um das berühmteste präkolumbianische Beispiel für den so genannten „westlichen Küstenstil“ handelt. Darunter versteht man einen Baustil der sich auf die zwischen 1200 und 1250 an der Nordküste  Quintana Roos von den Maya errichteten Anlagen bezieht.

Die Anlage ist relativ weitläufig und da sie sich nicht im Urwald befindet kann man auch leicht alle Elemente besichtigen. Umgeben wurde das gesamte Areal von einer 385 mal 165m langen Mauer die zum Meer offen blieb.  Die herausragenden Strukturen sind hier unter anderem „Das Schloß“ und der „Tempel der Fresken“, die sich durch ihren guten Erhaltungszustand und vor allem auch durch die hohe Qualität der Wandmalereien auszeichnen, die im Inneren erhalten sind. Schon nach einer guten Stunde hat man fast alles gesehen, so dass Tulum für alle Jünger von Indiana Jones eher eine Enttäuschung ist, wenn man zuvor andere Anlagen gesehen hat.

Baden mit Tempelausblick

Doch für all jene, die nur ein wenig Kultur wollen und mehr auf Relaxen stehen ist Tulum der perfekte Ort. Denn nach der Exkursion wartet ja das Highlight: Baden am Traumstrand von Tulum. Geöffnet ist die Anlage Montag bis Sonntag zwischen 8 und 17 Uhr und der Eintrittspreis liegt bei 51 Pesos. Für die Fahrt nach Tulum bieten sich mehrere Möglichkeiten an. In meinem Fall hatte ich den Ausflug nicht im Angebot meines Reiseveranstalters gefunden und habe dann ganz einfach eine andere Ausflugsmappe einer englischen Agentur genommen und bin dort mitgefahren.

Da wurde ich dann bequem um 9 Uhr abgeholt und bis zum Parkplatz vor der Grabungsstätte gefahren und neben dem Eintritt war auch ein    [...mehr]


Autor: Nina

Es ist Sonntag und die sanfte Oktobersonne verwöhnt uns mal wieder außerordentlich, als meine Reise(ver-)führerin mir verkündet, wir würden heute nach Tequesquitengo und Issstehuixtla fahren.

Von mir kommt dabei kein Widerspruch, denn in dem Augenblick, wo sie die Namen ausgesprochen hat, habe ich sie offen gestanden schon wieder vergessen, so fremd und auch unaussprechlich klingen sie in meinen Ohren. Dennoch sollte es ein wunderschöner Ausflug sein, den ich jedem nur empfehlen kann, der vielleicht mal im Herzen Mexicos baden möchte und auch ein wenig Heimweh nach Mitteleuropa hat.    [...mehr]


Autor: Lars Degen

Einmal in Mexiko City angekommen, stellt sich natürlich die Frage, wie man sich eine Stadt, die fast so viele Einwohner wie ganz Kanada oder Australien hat, erschließen kann. Wer einmal die Blechlawinen erlebt hat, wird sicherlich schnell zum Schluss kommen, dass man mit der Nutzung des Autos nicht gerade die beste Wahl trifft, um sich in der Stadt fort zu bewegen.

Karte des Touristenbusses Lars Degen




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Autor: Lars Degen

Ein wenig versteckt südlich von Cuernavaca, der Hauptstadt des Bundestaates Morelos, thront hoch auf dem Berg Xochicalco, was in nahuatl so viel bedeutet wie „ Der Ort des Blumenhauses“.

Sicherlich handelt es sich bei Xochicalco, zumindest für uns Europäer, um eine weniger bekannte Pyramidenstadt, die jedoch auf Platz vier der am meistbesuchten präkolumbianischen Stätten liegt.

Dieser Umstand bietet jedoch dem Besucher einen unschätzbaren Vorteil, da man hier noch ungestörter in Kontakt mit den untergegangenen Kulturen treten kann, da die touristische Erschließung – sprich fliegende Händler und Massenansturm – noch in den Kinderschuhen steckt. Bei meinem Besuch verloren sich auf dem sehr weitläufigen Gelände, auf dem sich auch ein Museum befindet vielleicht höchstens 50 Personen.

Wie eigentlich überall in México solltet ihr – sofern ihr es beherrscht- einen der wirklich exzellent ausgebildeten guías bitten, euch die Stätte auf Spanisch näherzubringen. Sicher beherrschen sie auch Englisch und teilweise Deutsch aber persönlich fand ich die Erklärungen auf Spanisch stets am lebendigsten und auch die 2,5 Stunden in Xochicalco vergingen wirklich wie im Fluge.

Die Ursprünge der Pyramiden von Xochicalco datiert man heute auf    [...mehr]


Autor: Lars Degen

Jubiläen, auch im Zusammenhang mit Alexander von Humboldt, sind sicherlich immer eine schwierige Angelegenheit, umso mehr je weiter die Ereignisse zurückliegen und man kaum noch einen wirklichen Bezug zum Ursprungsereignis herstellen kann. So feiert Berlin in diesem Jahr die Gründung seiner ältesten Universität benannt nach den Gebrüdern Humboldt.

Zugegebener Maßen lässt einen dies als Student im allgemeinen Tagesgeschäft recht kalt, kämpft man doch mit anderen Widrigkeiten und sähe Ausgaben für Festivalhäppchen als eher zukunftsunrelevante  Bildungsinvestition an. Doch dann fährt man in den Urlaub und dort in México trifft man sich unerwarteter Weise mit seiner Universität oder aber besser gesagt mit einem ihrer Gründer, Alexander von Humboldt, zusammen.

Humboldt und die Universität Havanna

Der besondere Alexander von Humboldts ist leider heute ein wenig in Vergessenheit geraten aber vor Ort immer noch sehr Lebendig. „Dem zweiten Entdecker Amerikas“  so  die von der Universität Havanna 1939 gestiftete Inschrift am Denkmal von    [...mehr]


Autor: Nina

Die Vorfreude auf eine Reise in ein oder gleich mehrere Länder Südamerikas ist groß. Oft wird dabei leider vergessen, dass es auch einiger Planung und Vorsorge bedarf, bevor die Reise startet. Dazu gehört auch, sich seiner Impfungen zu vergewissern und unter anderem an eine Tollwutimpfung für Südamerika zu denken.

Tollwut Impfung für Südamerika

Tollwut ist eine schwere Krankheit, die in vielen Teilen der Welt immer noch vorkommt. Insbesondere frei laufende Straßenhunde stellen eine große Infektionsgefahr dar. Da es davon auch in vielen Ländern Südamerikas wie beispielsweise Mexiko und Brasilien einige gibt, sollten Reisende sich über eine Impfung gegen Tollwut informieren. Das Tropeninstitut der Stadt bietet dafür eine kompetente Anlaufstelle – natürlich auch für eine umfassende Impfberatung im Allgemeinen.    [...mehr]


Autor: Lars Degen

Mondpyramide und Sonnenpyramide sind bedeutende Sehenswürdigkeiten in Teotihuacan. Bereits lange Zeit vor der Ankunft der Azteken errichtet hat die Anlage bis heute nichts von Ihrer unglaublichen Magie und Faszination verloren.

Kernstücke der weitläufigen Konstruktion in Teotihuacan (Mexiko) sind zwei enorme Pyramiden: Die Pyramide der Sonne und ihre kleinere Schwester die Pyramide des Mondes. Unter ersterer befindet sich eine, leider nur mit Sondergenehmigung zu erreichende, Grotte, die  laut neuester Expertenmeinungen zur Errichtung des gesamten Komplexes führte.

Bedeutung der Mond- und Sonnenpyramide

Im Weltbild der damaligen Kulturen stellten Höhlen und Grotten einen Eingang in eine andere Welt dar und wurden als heilige Orte angesehen, die einen Kontakt zu anderen Sphären ermöglichen würden. So kam es sukzessive zum Bau dieser Pyramide, die im Laufe der Zeit stetig vergrößert wurde bis sie die heutige Form erreicht hatte.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass man heute nicht die endgültige Form der Sonnenpyramide sehen kann, da zu Beginn des letzten Jahrhunderts bei Ausgrabungen Teile  einfach abgesprengt wurden, so dass die Pyramide heute kleiner als ursprünglich ist. Über einige steile Treppen könnt ihr die    [...mehr]


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