» Maya

Autor: Nina

Maya © flickr / soyignatius Die Maya waren in einzelnen Stadtstaaten organisiert, wobei die Herrschaftsformen regional variierten. Einige Städte wurden von einem König regiert, den meisten aber standen Adelsfamilien vor.

An manchen Orten dominierte eine Familie, anderswo teilten sich mehrere Adelige die Ämter. Letztere Organisationsform erinnert an die Polis im alten Griechenland.

In den unteren Schichten hatten sich teilweise sogar demokratische Formen gebildet, wie die Wahl eines Vertreters für die unteren Stände.

Das Kriegswesen spielte bei der Politik eine tragende Rolle. Hierbei ging es meist weniger darum das Gebiet zu vergrößern, als die Regierung des Feindes durch untergeordnete Könige oder Adelige zu ersetzen. Die neue Stadt wurde also nicht dauerhaft erobert, sondern nur durch “untergebene Könige” von der eigenen abhängig gemacht. Dieses System war logischerweise sehr brüchig und bot sehr schnell Gründe für neue Kriege.

Maya Pyramide © flickr / kyle simourdEin weiterer wichtiger Punkt bei den Kriegen der Maya war aber das Prestige, das Teilnehmende sich verdienen konnten.

Am bedeutendsten aber waren wohl die Kriegsgefangenen, die den Göttern als Menschenopfer dargebracht wurden. Ob dieses religiöse Ziel vielleicht sogar der alleinige Hauptgrund für die Auseinandersetzungen war, ist noch nicht vollständig bewiesen.

Die Politik in den einzelnen Stadtstaaten der Maya war also sehr vielfältig und für die damalige Zeit sehr fortschrittlich. Der Handel zwischen den Städten blüte und wurde trotz oder gerade wegen des Systems des “Unterkönigs” konstant ausgebaut.

…Fortsetzung siehe Teil 4…    [...mehr]


Autor: Nina

Maya © flickr / soyignatiusDie Welt bestand im Glauben der Maya aus drei nebeneinander existierenden Ebenen: der neunschichtigen Unterwelt, der von den Menschen bewohnten Mitte und der himmlischen Welt. Diese drei werden von dem Weltenbaum, als Symbol für die reale und die übernatürliche Welt, miteinander verbunden.

Der Glauben der Maya war polytheistisch, d.h. sie hatten mehrere Götter, denen verschiedene Aufgaben und Eigenschaften zugeordnet wurden. Die Götter waren für sie sterbliche Wesen, die sich zum Beispiel von Geruch oder aber auch von Blut ernährten. Die Menschen mussten also zugleich das Überleben der Götter sichern, so wie die Götter ihres sicherten.

Wofür die Religion der Maya wohl am berühmtesten ist, sind die für uns grausam anmutenden Opferriten, die tatsächlich stattfanden. Bei Tieropfern wurden vor allem Truthähne, Hühner, Hunde oder die für die Maya heiligen Jaguare genommen.

Maya Pyramide © flickr / malias

Es fanden aber auch Menschenopfer statt. Das Ritual wurde auf vielfältige Art und Weise durchgeführt, durch Köpfen, Erhängen, Vergiften, Ertränken bis hin zu lebendig begraben. Das bei lebendigem Leibe Aufschlitzen und das anschließende Herausreißen des Herzens war die wohl grausamste Methode. Geopfert wurden Leute aus allen Schichten, auch der Oberschicht, aber vor allem Kriegsgefangene. Es gab auch sogenannte “Selbstopfer” bei denen sich die Menschen selbst Schmerz hinzufügten um Blut als Nahrung für die Götter zu gewinnen. Sie zogen sich Dornenketten durch Zunge oder Lippe oder stachen ihren Penis mit einem Seeigelstachel an.
Jede Zeremonie, ob Kalenderfeier oder Krönung, wurde durch Opfer gefeiert.

Die Opferriten waren ein wichtiger Bestandteil des Glaubens der Maya. Man sollte aber trotzdem ihre Hochkultur nicht darauf reduzieren.

…Fortsetzung siehe Teil 3 (kommt in wenigen Tagen)…    [...mehr]


Autor: Nina

Maya © flickr / soyignatiusNeben den Sehenswürdigkeiten in Mexico, zählt die Geschichte Mexikos für viele Touristen ans Anziehungspunkt Nummer 1. Die einstige Hochkultur der Maya fasziniert noch heute viele Menschen. Doch was steckt hinter diesem geheimnisvollen Volk? Und warum erscheint es uns so mysteriös? Es kursieren viele Mythen über die Maya.

In Wahrheit gibt es nicht die eine Mayakultur. Sie bestanden und bestehen heute noch aus mehreren Völkern, die durch eine ähnliche Sprache und Schrift und durch die selbe Religion verbunden werden. Unter anderem auf Grund der geographischen Lage unterscheidet man in Tiefland- - in Yucatàn, Belize und im Petén (ein Departamento von Guatemala) - und in Hochlandmaya - in Guatemala und in Chiapas (ein Bundesstaat von Mexiko).

Ab ca. 3000 v. Chr. kommt es zu ersten kleineren Siedlungen und Dörfern in Teilen von Belize. Von hieraus nimmt man an, dass ein Teil der damaligen Bevölkerung langsam nach Norden gewandert ist und so eine Aufspaltung der Stämme stattfand.
Es bilden sich Stadtstaaten heraus, die dann langsam ab ca. 900 v. Chr. anfangen miteinander Handel zu treiben. In dieser Zeit entstehen auch die ersten größeren Tempelbauten, wie in der Stadt El Mirador mit einer der größten bekannten Mayapyramiden (72 m hoch).

Maya Tempel © flickr / jimg944Ab ungefähr 400 v. Chr. bilden sich mehr und mehr große Mayazentren heraus, die jeweils von einem König angeführt werden. Von 600 bis 900 n. Chr. ist die Blütezeit der einstigen Hochkultur. Es gibt riesige Handelszentren mit mehr als 10.000 Einwohnern und durch Kriege, die in der Gesellschaft der Maya sehr wichtig waren, können einige ihr Ansehen noch vergrößern.

Doch dann kommt es zum langsamen Zusammenbruch der Kultur. Wie genau er herbeigeführt wurde, ob durch Kriege, Epedemien, Katastrophen oder Dürre, streiten sich die Forscher noch.

1511 landeten die ersten Spanier in Yucatàn und die Maya gerieten nach und nach unter spanische Herrschaft. Teilweise sehr grausame Versuche sie ganz zu christianisieren und zu unterjochen schlugen weitestgehend fehl, da den Spaniern Dürren und Seuchen zuvorkamen.

Heute leben insgesamt noch ca. sechs Millionen Nachfahren der Maya. 10% der Bevölkerung in Belize und 40 % in Guatemala sind Maya.

…Fortsetzung siehe Teil 2…    [...mehr]


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