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Autor: Lars Degen

Wer von Euch am Zocalo stand und betrübt feststellen musste, dass es  fast unmenschliche Phantasie benötigt um sich die Ausgestaltung zu Zeiten Montezumas vor das innere Auge zu rufen, dem empfehle ich dringend einen Besuch in der „Stadt der Götter“ – Teotihuacan.

Bereits die Aztekenherrscher pilgerten mit schöner Regelmäßigkeit aus ihrer eigenen Hauptstadt Tenochtitlan nach Teotihuacan in Richtung  Nordwesten, um die geheimnisvollen Konstruktionen aus weiter Vorzeit zu betrachten und  den Göttern ihre Ehrbietung zu zeigen.  In meinem Fall habe ich im Rahmen meines Besuches bei diesem wichtigen Reiseziel der mexikanischen Kultur noch ein weiteres elementares  Puzzleteil der Mexicanidad hinzugefügt – la Virgen de Guadelupe. Beides zusammen gibt einem einen interessanten Einblick in die Dualität der mexikanischen Identität und ist sehr faszinierend.

Mexiko Stadt: Tages Tour nach Teotihuacan

Da ich keine Lust hatte mich, mich mit dem infernalischen Verkehr in Mexiko rumzuärgern habe ich eine Tour mit Guide und Essen gebucht (55 US-Dollar -  Stand Oktober 2009). Mein Tagesausflug in die Welt der Kultur, Religion und Vergangenheit begann um 9:30 neben der Kathedrale am Zocalo (wo auch der Turibus losfährt) in einem schönen Panoramabus.

Die erste Station ist die Kathedrale der Virgen de Guadelupe, wo man mehr über die wundersame Geschichte der ersten Schutzpatronin Mexikos und heutige Patronin Amerikas erfährt und die Möglichkeit hat das legendäre Leinentuch auf einer Rolltreppe    [...mehr]


Autor: Nina

Roland Emmerich lässt in seinem neuen Katastrophenfilm 2012 die Voraussage der Mayas Wirklichkeit werden. Schwere Naturkatastrophen stürzen die Menschen ins Chaos und drohen die gesamte Menschheit zu vernichten.

Nach „The day after tomorrow“  reißt auch „2012“ die Erde wie wir sie kennen in den Abgrund. Riesige Flutwellen, gigantische Erbeben und verheerende Stürme bedrohen die menschliche Zivilisation.

Der Film 2012 - Prophezeiungen der Maya

Die Story zu dem Film basiert auf dem 26.000 Jahre alten Zyklus, der nach dem Maya-Kalender im Jahr 2012 in ein das Wassermannzeitalter übergeht. Nicht nur das indigene Volk der Mayas kannten diesen Zyklus. Ebenso beziehen sich die Tibeter, die alten Ägypter, Naturvölker, wie die Cherokee- und Hopi-Indianer, in ihren mystischen Glaubenssystemen und Zeitrechnungen auf diesen Zyklus. Nach heutigen Umrechnungen endet dieser Zyklus am    [...mehr]


Autor: Nina

In einer Lagerhalle in München ist ein seit längerem verschollener Schatz mit Kunstwerken der Inka, Azteken und Maya gefungen worden. Die rund 1100 Exponate sollen einen Gesamtwert von rund 100 Millionen Dollar (64 Millionen Euro) haben. Doch schon geht das Gerangel und das Spekulieren um die Kunstgüter los.

Teile des Maya-Schatzes © Kultusministerium Guatemala

Seit dem 30. April 2008 spielt sich in München ein wahrer Kunstraubkrimi ab. Die Skulpturen, Masken und Edelsteine werden in Süd- und Mittelamerika schon seit längerem vermisst. Und so beginnt das große Rätselraten: Wem gehört der Schatz überhaupt? Wo war er die ganze Zeit über?

Südamerikanische Zeitungen überschlagen sich derzeit und das Thema ist die große Sensation.

Länder wie Peru, Kolumbien, El Salvador, Costa Rica, Panama und Guatemala haben längst Besitzansprüche erhoben. Aber auch ein aus Costa Rica stammender Kunstsammler behauptet die Stücke rechtmäßig erworben zu haben. Tatsächlich hatte er die Sammlung bereits 1997 im spanischen Santiago de Compostela unter dem Titel “Der Geist des vorspanischen Amerika” ausgestellt.

Schale des Maya-Schatzes © dpa

Schon damals hat die peruanische Regierung aber heftig protestiert, da, ihrer Meinung nach, ein Teil der Exponate illegal außer Landes geschafft wurden. Die Stücke wurden daraufhin in Spanien eingelagert bis sich die Besitzlage geklärt hat.

Doch plötzlich waren die spanischen Lagerhallen leer. Seitdem gilt der Schatz als verschollen. Man nimmt an, dass besagter Kunstsammler ihn heimlich außer Landes gebracht hat. Und tatsächlich führte die Spur die Fahnder über ihn schließlich an den Münchner Fundort.

Und das Hickhack geht aber noch weiter. Jetzt kommen schon die ersten Kunstexperten angelaufen, die behaupten Teile der Sammlung seien eine Fälschung. AH! :-)

Bis das ganze Chaos enthäddert ist, wird der geheimnisvolle Maya-Schatz an einem geheimen Ort aufbewahrt.

Dieses Wirrwarr wird die Polizei und uns bestimmt noch lange beschäftigen. Ich bin jedenfalls gespannt, was passiert und werde euch natürlich auf dem Laufenden halten. :D

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Autor: Nina

Maya Pyramide im Nebel © flickr / soyignatiusDie Hochkultur der Maya brachte eine Reihe beeindruckender Bauwerke hervor. Am bekanntesten davon sind wohl die riesigen Tempel und Pyramiden.

Während der Rest der Bevölkerung in Lehmhütten wohnte, waren die Gebäude aus Stein nur den Reichen, also Adeligen vorbehalten. Diese hatten prächtig verzierte Dachsimse und die Fassaden waren mit Tiermotive und Masken dekoriert. Etwas später bekamen besonders die Pyramiden eine weitere Funktion. Auf ihren Spitzen befand sich eine Plattform, auf der die Opferzeremonien abgehalten wurden.

Am erstaunlichsten ist wohl, neben der gelungenen Statik, dass die Maya ihre Bauwerke ohne Zuhilfenahme von Lasttieren oder des Rades (das ihnen wohl bekannt war) erschufen. Das Material wurde allein von Menschehand, meist von Sklaven, herbeigeholt und an seinen Platz gebracht!

Teil Tempelanlage © flickr / jimg944Die Rituale und das gesellschaftliche Leben der Maya waren sehr von den wiederkehrenden Zyklen der Natur abhängig. Diese hielten sie in numerischen Kalendern fest, die von den Priestern interpretiert wurden. Sie hatte vier verschiedene Kalendersysteme, die auch teilweise miteinander kombiniert wurden. Einer davon richtete sich nach der Sonnen und bestand aus 365 (!) Tagen mit 18 Monaten zu je 20 Tagen, zu denen noch zusätzlich fünf Unglückstage kamen. Die Berechnung der astronomischen Daten hierbei ist erstaunlich.

Ach ja, die Maya haben laut ihren Kalendern den Untergang der Welt durch eine riesige Überschwemmung auf den 21. Dezember 2012 datiert… :-)

Nichtsdestotrotz waren die Maya eine faszinierende Hochkultur, die uns heute noch in ihren Bann zieht. In diesen vier kurzen Beiträgen kann man ihnen kaum vollkommen gerecht werden. Aber ich hoffe ich konnte eure Neugier ein wenig anstacheln.

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Autor: Nina

Maya © flickr / soyignatius Die Maya waren in einzelnen Stadtstaaten organisiert, wobei die Herrschaftsformen regional variierten. Einige Städte wurden von einem König regiert, den meisten aber standen Adelsfamilien vor.

An manchen Orten dominierte eine Familie, anderswo teilten sich mehrere Adelige die Ämter. Letztere Organisationsform erinnert an die Polis im alten Griechenland.

In den unteren Schichten hatten sich teilweise sogar demokratische Formen gebildet, wie die Wahl eines Vertreters für die unteren Stände.

Das Kriegswesen spielte bei der Politik eine tragende Rolle. Hierbei ging es meist weniger darum das Gebiet zu vergrößern, als die Regierung des Feindes durch untergeordnete Könige oder Adelige zu ersetzen. Die neue Stadt wurde also nicht dauerhaft erobert, sondern nur durch “untergebene Könige” von der eigenen abhängig gemacht. Dieses System war logischerweise sehr brüchig und bot sehr schnell Gründe für neue Kriege.

Maya Pyramide © flickr / kyle simourdEin weiterer wichtiger Punkt bei den Kriegen der Maya war aber das Prestige, das Teilnehmende sich verdienen konnten.

Am bedeutendsten aber waren wohl die Kriegsgefangenen, die den Göttern als Menschenopfer dargebracht wurden. Ob dieses religiöse Ziel vielleicht sogar der alleinige Hauptgrund für die Auseinandersetzungen war, ist noch nicht vollständig bewiesen.

Die Politik in den einzelnen Stadtstaaten der Maya war also sehr vielfältig und für die damalige Zeit sehr fortschrittlich. Der Handel zwischen den Städten blüte und wurde trotz oder gerade wegen des Systems des “Unterkönigs” konstant ausgebaut.

…Fortsetzung siehe Teil 4…    [...mehr]


Autor: Nina

Maya © flickr / soyignatiusDie Welt bestand im Glauben der Maya aus drei nebeneinander existierenden Ebenen: der neunschichtigen Unterwelt, der von den Menschen bewohnten Mitte und der himmlischen Welt. Diese drei werden von dem Weltenbaum, als Symbol für die reale und die übernatürliche Welt, miteinander verbunden.

Der Glauben der Maya war polytheistisch, d.h. sie hatten mehrere Götter, denen verschiedene Aufgaben und Eigenschaften zugeordnet wurden. Die Götter waren für sie sterbliche Wesen, die sich zum Beispiel von Geruch oder aber auch von Blut ernährten. Die Menschen mussten also zugleich das Überleben der Götter sichern, so wie die Götter ihres sicherten.

Wofür die Religion der Maya wohl am berühmtesten ist, sind die für uns grausam anmutenden Opferriten, die tatsächlich stattfanden. Bei Tieropfern wurden vor allem Truthähne, Hühner, Hunde oder die für die Maya heiligen Jaguare genommen.

Maya Pyramide © flickr / malias

Es fanden aber auch Menschenopfer statt. Das Ritual wurde auf vielfältige Art und Weise durchgeführt, durch Köpfen, Erhängen, Vergiften, Ertränken bis hin zu lebendig begraben. Das bei lebendigem Leibe Aufschlitzen und das anschließende Herausreißen des Herzens war die wohl grausamste Methode. Geopfert wurden Leute aus allen Schichten, auch der Oberschicht, aber vor allem Kriegsgefangene. Es gab auch sogenannte “Selbstopfer” bei denen sich die Menschen selbst Schmerz hinzufügten um Blut als Nahrung für die Götter zu gewinnen. Sie zogen sich Dornenketten durch Zunge oder Lippe oder stachen ihren Penis mit einem Seeigelstachel an.
Jede Zeremonie, ob Kalenderfeier oder Krönung, wurde durch Opfer gefeiert.

Die Opferriten waren ein wichtiger Bestandteil des Glaubens der Maya. Man sollte aber trotzdem ihre Hochkultur nicht darauf reduzieren.

…Fortsetzung siehe Teil 3 (kommt in wenigen Tagen)…    [...mehr]


Autor: Nina

Maya © flickr / soyignatiusNeben den Sehenswürdigkeiten in Mexico, zählt die Geschichte Mexikos für viele Touristen ans Anziehungspunkt Nummer 1. Die einstige Hochkultur der Maya fasziniert noch heute viele Menschen. Doch was steckt hinter diesem geheimnisvollen Volk? Und warum erscheint es uns so mysteriös? Es kursieren viele Mythen über die Maya.

In Wahrheit gibt es nicht die eine Mayakultur. Sie bestanden und bestehen heute noch aus mehreren Völkern, die durch eine ähnliche Sprache und Schrift und durch die selbe Religion verbunden werden. Unter anderem auf Grund der geographischen Lage unterscheidet man in Tiefland- - in Yucatàn, Belize und im Petén (ein Departamento von Guatemala) - und in Hochlandmaya - in Guatemala und in Chiapas (ein Bundesstaat von Mexiko).

Ab ca. 3000 v. Chr. kommt es zu ersten kleineren Siedlungen und Dörfern in Teilen von Belize. Von hieraus nimmt man an, dass ein Teil der damaligen Bevölkerung langsam nach Norden gewandert ist und so eine Aufspaltung der Stämme stattfand.
Es bilden sich Stadtstaaten heraus, die dann langsam ab ca. 900 v. Chr. anfangen miteinander Handel zu treiben. In dieser Zeit entstehen auch die ersten größeren Tempelbauten, wie in der Stadt El Mirador mit einer der größten bekannten Mayapyramiden (72 m hoch).

Maya Tempel © flickr / jimg944Ab ungefähr 400 v. Chr. bilden sich mehr und mehr große Mayazentren heraus, die jeweils von einem König angeführt werden. Von 600 bis 900 n. Chr. ist die Blütezeit der einstigen Hochkultur. Es gibt riesige Handelszentren mit mehr als 10.000 Einwohnern und durch Kriege, die in der Gesellschaft der Maya sehr wichtig waren, können einige ihr Ansehen noch vergrößern.

Doch dann kommt es zum langsamen Zusammenbruch der Kultur. Wie genau er herbeigeführt wurde, ob durch Kriege, Epedemien, Katastrophen oder Dürre, streiten sich die Forscher noch.

1511 landeten die ersten Spanier in Yucatàn und die Maya gerieten nach und nach unter spanische Herrschaft. Teilweise sehr grausame Versuche sie ganz zu christianisieren und zu unterjochen schlugen weitestgehend fehl, da den Spaniern Dürren und Seuchen zuvorkamen.

Heute leben insgesamt noch ca. sechs Millionen Nachfahren der Maya. 10% der Bevölkerung in Belize und 40 % in Guatemala sind Maya.

…Fortsetzung siehe Teil 2…    [...mehr]