» Kolumbien

Autor: Nina

Heute kommt der Film “Dr Alemán” in die Kinos, in dem August Diehl (”23″, “Die Fälscher”) einen jungen deutschen Arzt spielt, der in Kolumbien auf der Suche nach Abenteuer sich selbst verliert.

Marc ist 26, Medizinstudent und hat beschlossen sein Praxisjahr in Kolumbien, genauer gesagt in Cali, eine von Kolumbiens Kriminalitäts- und Drogenhochburgen, zu absolvieren. Schon am Flughafen kann er dem Sog dieser neuen Welt nicht wieder stehen und er stürzt sich blind und voller europäischer Ideale mitten hinein in den Sumpf Calis.    [...mehr]


Autor: Nina

Es war wohl DIE Meldung gestern abend. Die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt ist aus 6 Jahren Geiselhaft der FARC befreit worden. Endlich, möchte man sagen. Doch wieso gerade jetzt? Alles nur taktisches Handeln, ein genialer Trick des kolumbianischen Militärs oder purer Zufall? Oder steckt nicht hier auch schon wieder gut überlegtes politisches Kalkül dahinter?

Auf diesem Ende letzten Jahres ausgestrahlten Video sah Betancourt gar nicht gut aus, krank, blass abgemagert. Und kurz darauf tauchten auch schon die ersten Gerüchte auf, sie sei tot. Nun hat ihr sechsjähriges Martyrium endlich ein Ende. Sie wurde offentsichtlich gefoltert und von den FARC als lebendes Druckmittel auf die Regierungen eingesetzt. Doch ist es damit jetzt vorbei?    [...mehr]


Autor: Nina

Vulkanausbruch © desmonheart78

 

Heute Morgen ist der Vulkan Nevado del Huila im Südwesten Kolumbiens ausgebrochen.

Der Ausbruch begann um 23:08 Uhr Ortszeit (bei uns 4:08 Uhr morgens) und dauert bis jetzt an. Wie lange die Eruptionen noch weitergeht, kann zur Zeit niemand sagen. Momentan spuckt er “nur” heiße Asche und kleinere Geröllteile, aber laut dem örtlichen Institut für Geologie, sind dies die Vorboten eines kommenden Ausbruchs.

Die kolumbianischen Behörden haben “roten Alarm” ausgerufen und rund 13.000 Menschen mussten vorsorglich evakuiert werden.

Aber die Region ist solche Aktivitäten leider gewohnt. Regelmäßig sorgt der Vulkan für kleinere Ausbrüche und Erdbeben. Deshalb gilt das Gebiet um den Nevado del Huila auch als besonders gefährlich.

Er ist mit 5.750 m der nicht nur der höchste Vulkan in den Anden Kolumbiens, sondern auch auf der ganzen nördlichen Erdhalbkugel. Das Gebiet um ihn herum ist logischerweise nur dünn besiedelt, vor allem Leben hier indigene Völker.

Vergleichbare Aktivitäten des Krakatau in Indonesien © flydimeBei einem größeren Ausbruch wären riesige Schlammlawinen zu befürchten, da seine ausgedehnte Gipfelvergletscherung für einen Niederschlagsreichtum in der Region sorgt. In den letzten Jahren ist der Gletscher immer weiter zurückgegangen und hat so ein Ausbruchswahrscheinlichkeit erhöht.

Sowieso sind die Anden ein Raum stärkster seismischer und vulkanischer Aktivität. Doch aufgrund der abgelegenen Lage ist der nördliche Bereich der Vulkankette Kolumbiens und Venezuelas noch relativ wenig erforscht. Erst seit ein Nachbarvulkan des Nevado del Huila, der Nevado del Ruiz, 1985 eine ganze Stadt samt den 22.000 Einwohnern vernichtete, hat man begonnen sich näher für dieses Gebiete zu interessieren und die Vorsichtsmaßnahmen zu erhöhen.

Bleibt abzuwarten wie sich die aktuelle Lage um den Nevado del Huila weiterentwickelt und für die Anwohner zu hoffen, dass es nicht zu einer Katastrophe kommt.

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Autor: Nina

Unter dem Motto “Paz sin Fronteraz”, zu deutsch “Frieden ohne Grenzen”, fand dieses Wochenende (16.3.08) ein Friedenskonzert an der Grenze zu Kolumbien und Venezuela statt.

Der Popstar Juanes hatte dazu aufgerufen als sich in den letzten Wochen die Lage zwischen Venezuela, Ecuador und Kolumbien verschärfte und sogar von Krieg die Rede war.

90.000 Menschen trafen sich unter der Brücke Simon Bolivar, die hier symbolischen Charakter besitzt - sie verbindet Venezuela und Kolumbien bei der kleinen Stadt Cucuta miteinander. Alle kamen demonstrativ in weiß gekleidet um ein Zeichen des Friedens und der Einheit zu setzen.

Zu südamerikanischen Rythmen der geladenen Künstler aus allen drei Ländern feierten die Menschen bei über 30°C ausgelassen und bewiesen, dass sie über die Grenzen hinaus eine Einheit bilden. Gemeinsam hissten sie EINE Flagge mit den Farben Ecuadors, Venezuelas und Kolumbiens.

Cover zum Album “mi sangre” von Organisator JuanesDurch ihre Musik und ihre Reden machten sie unmissverständlich klar, dass die Grenzen nur in den Köpfen der Politiker existieren. Der Musiker Juan Fernando Velasco aus Ecuador sang:”Ich wurde hier geboren… Hier in Kolumbien, hier in Venezuela, hier in Ecuador. Ich wurde hier geboren, weil es in unseren Ländern keine Grenzen gibt.”

Inzwischen hat sich die politische Lage etwas entspannt und die Staatschefs Hugo Chávez und Àlvaro Uribe wollen sich in den nächsten Wochen zu Verhandlungen treffen.

Es ist wunderbar zu sehen wie sich die Leute einsetzen und für ihre Sache mit friedlichen Mitteln kämpfen. Sie haben hiermit auf eindrucksvolle Weise bewiesen, dass Musik keine Grenzen, Völker oder Rassen kennt. Für diese drei Länder war dies sicherlich ein historisches Ereignis.

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Autor: Nina

Pablo EscobarEiner der bekanntesten und berüchtigsten Ganoven dieser Welt war wohl Pablo Escobar. Der sogenannte Drogenbaron terrorisierte vor allem in den 80er Jahren Kolumbien und häufte durch Drogenhandel, vor allem in die USA, ein Vermögen von 2,7 Milliarden US-Dollar an.

Pablo Escobar, 1949 in den Slums von Rionegro geboren und dort aufgewachsen, stieg in den 70er Jahren in den Drogenhnadel ein und arbeitete sich schnell an dessen Spitze. Zu Spitzenzeiten hatte er einen “Stundenlohn” von circa 1,5 Mio. Dollar.

Seinen Hauptabsatzmarkt fand er in den USA, wo das Kokain so gestreckt wurde, dass er schnell das drei- oder sogar vierfache des ursprünglichen Preises pro Kilo verdiente. Weltweit beherrschte sein von ihm gegründetes Medellín-Kartell rund 80% des Kokainmarktes.

1982 ließ er sich sogar als Abgeordneter in den kolumbianischen Kongress wählen, musste sein Amt dann aber wegen öffentlichen Drogenhandelsvorwürfen niederlegen. Aber aufgrund seiner Verbindungen und des Geldes übte er weiterhin eine große Macht auf die Politik aus. Er bestach Politiker und zog im Hintergrund die Fäden zu seinen Gunsten.

Als er mit 11kg Kokain in der Tasche verhaftet wurde, kam der ihn belastende Polizist auf bisher ungeklärte Umstände ums Leben und die Anklage wurde fallen gelassen, da auch die Richter Morddrohungen erhielten.

Ende der 80er versuchte die Regierung gegen ihn vorzugehen. Daraufhin überzog er die Hauptstadt Bogotá mit Bombenterror und setzte ein Kopfgeld auf jeden getöteten Polizisten aus. Er ließ zahlreich Angehörige von Politikern und Richtern entführen und ermordete einige von ihnen.

Escobars Grab in Medellín © worldwidewanderingNach Friedensverhnadlungen 1991 erklärte Escobar sich bereit sich der Polizei zu stellen und ging in ein eigens für ihn erbautes Luxusgefängnis, in dem er aber weiter seine Kumpane empfing und sogar Drogenhändler ermordete. Als die Polizei dies erfuhr, sollte er verlegt werden. Daraufhin floh er und wurde ab da weltweit gesucht.

1993 wurde von der Polizei bei einer Verfolgungsjagd erschossen.

Pablo Escobar war der meistgesuchteste Verbrecher seiner Zeit und hatte sich den Titel Drogenbarin redlich verdient. Zahlreiche Morde gingen auf seine Kappe. Und doch war er stets bei der armen Bevölkerung beliebt, da er unzählige Krankenhäuser, Sozialwohnungen und Schulen in Medellín bauen ließ. Das ortsansässige Fußballstadion ist zum Beispiel mit seinem schmutzigen Geld erbaut.    [...mehr]


Autor: Nina

Kolumbiens Präsident Àlvaro Uribe Vélez © solarÀlvaro Uribe Vélez ist seit August 2002 der amtierende Präsident Kolumbiens. Seine Politik ist weltweit umstritten, wohl auch aufgrund seines Umgangs mit dem Militär und den Guerillagruppen der FARC oder dem Drogenhandel.

Uribe, geboren 1952 in der Kokainhochburg Medellín, hat Rechts- und Politikwissenschaften in Antioquia, Harvard und Oxford studiert. 1976 wurde er Schatzmeister der öffentlichen Betriebe seiner Geburts- und Heimatstadt. In den Jahren ‘77 und ‘78 war er Generalsekretär im kolumbianischen Arbeitsministerium. 1982 wurde er dann zum Bürdermeister von Medellín gewählt und 1995 zum Gouverneur des Départements Antioquia.

Laut Uribe selbst wurde sein Vater 1983 von FARC-Rebellen bei einem Entführungsversuch ermordet. Doch nach einem Bericht der U.S. Defense Intelligence Agency (DIA) sind seine Verbindungen zum Drogenhandel der wahre Grund. Uribe selbst steht auf einer Liste der wichtigsten Drogenhändler Kolumbiens von1991 auf Platz 82. Er soll auch für das Medellìn-Kartell Pablo Escobars, der größte Kokain-Exporteur in den 80er und 90er Jahren weltweit, gearbeitet haben und wurde sogar als “enger persönlicher Freund” des Drogenbarons Escobar bezeichnet.

Wenn man dies weiß, wirken seine Versuche den Drogenhandel und den illegalen Kokaanbau während seiner ersten Amtszeit 2002 bis 2006 offiziell einzudemmen einfach nur scheinheilig.

Ebenso umstritten wie seine Drogenpolitik ist seine Einstellung zum Militär. Während sein Vorgänger Andrés Pastrana Arango versuchte einen Waffenstillstand mit den Guerillagruppen der FARC (ein Beitrag dazu wird folgen) zu erreichen, gilt Uribe als Hardliner im Kampf gegen sie. Er baut auf eine verstärkte Miltärpräsenz.

Protest gegen Uribe © b.wuTrotz allem scheint die breite Öffentlichkeit hinter ihm zu stehen. Doch langsam werden mehr und mehr Proteste laut. Seine Politik wird mit der Bushs verglichen. Spätestens seitdem Journalisten, die in seinem näherern Umfeld recherchieren oder öffentlich Kritik üben, Morddrohungen erhalten und das Land verlassen müssen.

Seine zweite Amtszeit, die er übrigens durch eine Verfassungsänderung erreicht hat, geht noch bis 2010. Man darf gespannt sein! Besonders wie er die Probleme mit den FARC-Rebellen weiterhin zu lösen versucht…

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Autor: Nina

Anden © quinetDie Anden sind mit 7.500 Kilometern Länge die längste Gebirgskette der Welt. Sie verlaufen entlang der südamerikansichen Westküste von Venezuela im Norden über Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Argentinien bis zum südlichsten Ende Chiles.

Der Aconcagua in Argentinien ist mit 6.962 Metern der höchste Berg der Anden. Die Gebirgskette ist extrem erdbebengefährdet. Wohl auch weil sie ein Ort starker vulkanischer Aktivitäten ist. Hier liegen die höchsten Vulkane der Erde, zum Beispiel der Monte Pissis in Argentinien mit einer Höhe von 6.795 Metern. Postvulkanische Erscheinungen wie Geysire prägen ebenfalls das Landschaftsbild.

Inka-Ruinenstadt Machu Picchu in Peru © Fran-cis-caDas Klima vom Fuße der Anden bis zu den Gipfeln variiert enorm. So sind die Täler vom dicht bewachsenen tropischen Regenwald gekennzeichnet. Aufgrund des extrem heißen und feuchten Klimas ist dieser Raum nur spärlich besiedelt.

Kommt man weiter nach oben, dünnt sich der Regenwald langsam aus und geht in einen tropischen Höhenwald über, von dem weite Teile aber dem Ackerbau weichen mussten. Dieser Bereich in 2.000 bis 3.500 Metern Höhe ist der Hauptsiedlungsraum der Anden.

Lamas © Fran-cis-caAlles, was höher liegt, befindet sich jenseits der Baumgrenze und wird vor allem als Weideland für die Lamas und Alpakas benutzt. Bei ca. 5.000 Metern beginnt dann die Schneegrenze.

Andenbewohner © blablaurghKulturell unterscheiden sich die Andenvölker sehr von den im Flachland und im Urwald lebenden Einwohnern. Das Zentrum des Inkareiches befand sich im mittleren Teil der Anden und ihre Spuren sind in der heutigen Kultur der Andenbewohner noch sichtbar. Aber am bekanntesten sind sie wohl für ihre von Flöten geprägte Musik.

Reiseunternehmen bieten inzwischen Abenteuertrips durch die Anden an.    [...mehr]


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