Einer der bekanntesten und berüchtigsten Ganoven dieser Welt war wohl Pablo Escobar. Der sogenannte Drogenbaron terrorisierte vor allem in den 80er Jahren Kolumbien und häufte durch Drogenhandel, vor allem in die USA, ein Vermögen von 2,7 Milliarden US-Dollar an.
Pablo Escobar, 1949 in den Slums von Rionegro geboren und dort aufgewachsen, stieg in den 70er Jahren in den Drogenhnadel ein und arbeitete sich schnell an dessen Spitze. Zu Spitzenzeiten hatte er einen “Stundenlohn” von circa 1,5 Mio. Dollar.
Seinen Hauptabsatzmarkt fand er in den USA, wo das Kokain so gestreckt wurde, dass er schnell das drei- oder sogar vierfache des ursprünglichen Preises pro Kilo verdiente. Weltweit beherrschte sein von ihm gegründetes Medellín-Kartell rund 80% des Kokainmarktes.
1982 ließ er sich sogar als Abgeordneter in den kolumbianischen Kongress wählen, musste sein Amt dann aber wegen öffentlichen Drogenhandelsvorwürfen niederlegen. Aber aufgrund seiner Verbindungen und des Geldes übte er weiterhin eine große Macht auf die Politik aus. Er bestach Politiker und zog im Hintergrund die Fäden zu seinen Gunsten.
Als er mit 11kg Kokain in der Tasche verhaftet wurde, kam der ihn belastende Polizist auf bisher ungeklärte Umstände ums Leben und die Anklage wurde fallen gelassen, da auch die Richter Morddrohungen erhielten.
Ende der 80er versuchte die Regierung gegen ihn vorzugehen. Daraufhin überzog er die Hauptstadt Bogotá mit Bombenterror und setzte ein Kopfgeld auf jeden getöteten Polizisten aus. Er ließ zahlreich Angehörige von Politikern und Richtern entführen und ermordete einige von ihnen.
Nach Friedensverhnadlungen 1991 erklärte Escobar sich bereit sich der Polizei zu stellen und ging in ein eigens für ihn erbautes Luxusgefängnis, in dem er aber weiter seine Kumpane empfing und sogar Drogenhändler ermordete. Als die Polizei dies erfuhr, sollte er verlegt werden. Daraufhin floh er und wurde ab da weltweit gesucht.
1993 wurde von der Polizei bei einer Verfolgungsjagd erschossen.
Pablo Escobar war der meistgesuchteste Verbrecher seiner Zeit und hatte sich den Titel Drogenbarin redlich verdient. Zahlreiche Morde gingen auf seine Kappe. Und doch war er stets bei der armen Bevölkerung beliebt, da er unzählige Krankenhäuser, Sozialwohnungen und Schulen in Medellín bauen ließ. Das ortsansässige Fußballstadion ist zum Beispiel mit seinem schmutzigen Geld erbaut. [...mehr]
4. März 2008

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