» Kolumbien

Autor: Nina

Die Republik Kolumbien, angesiedelt im nördlichen Teil Südamerikas, hat seinen Landesnamen von Christoph Columbus. In Kolumbien prallen Gegensätze aufeinander, welche das Land so außergewöhnlich machen.

Kolumbien Naty Rive©Flickr

Einerseits wird die westliche Hälfte von den Anden dominiert, die sich in drei große Bergketten aufteilen: die westlichen, die zentralen und die östlichen Kordillere. Im Norden erhebt sich die 5775 m hohe Sierra Nevada de Santa Marta, dem höchsten Küstengebirge der Erde.
Andererseits besticht die Region des weitgehend unbesiedelten karibischen und pazifischen Küstentieflandes mit tropischen Regenwäldern und Sumpfgebieten sowie einer ausgeprägten Vielfalt an Flora und Fauna.    [...mehr]


Autor: Nina

Cartagenas Sehenswürdigkeiten sind zahlreich und wunderschön. Eigentlich heißt die Stadt Cartagena de Indias. Sie gehört zu absolut schönsten Städten Kolumbiens. Schon allein die Altstadt muss man gesehen haben.

In Cartagena wurde gesamte Altstadt, die auch zum Welt-Kulturerbe der UNESCO gehört, im Stil der Kolonialzeit restauriert. Die alten Gebäude, die Gassen und das Flair laden zum Verweilen ein. Deshalb ist dieser, im Übrigen sehr saubere, Teil Cartagenas eine einzige Sehenswürdigkeit. Aber auch die Flora und Fauna dieser Stadt in Kolumbien sind wunderschön.

 Sehenswürdigkeiten in Cartagena©flickr/lastquest

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Autor: Nina

Kolumbien gehört mit zu den arten- und vor allem amphibienreichsten Gegenden der Welt. So ist es also kein Wunder, wenn man hier immer wieder auf seltene Arten stößt. Doch, was Forschern nun gelungen ist, passiert wirklich selten: gleich zehn neue Amphibienarten wurden auf einmal gefunden.

In Kolumbien, an der Grenze zu Panama, befinden sich die Tacarcuna-Hügel. Diese sind für Menschen nur schwer erreichbar, was wohl einer der Hauptgründe dafür sein wird, dass es hier noch so viele Tiere gibt. Mitten in diesem nahezu undurchdringlichen Regenwald haben Wissenschaftler der Umweltschutzorganisation Conservation International und der Ecotropico-Stiftung nun zehn neue Amphibienarten und mit diesen auch gleich dutzende weitere seltene Tiere entdeckt.    [...mehr]


Autor: Nina

Jedes Land hat ja so seine ganz eigenen Frühstücksgewohnheiten. Und während wir an einem Sonntag wohl das klassische Ei mit frischen Brötchen bevorzugen, isst man genau das in Kolumbien auf eine ganz besondere Art.

Ein kolumbianisches Sonntagsfrühstück besteht meist aus einer Changua, einer Suppe mit Käse und Ei. Was für uns jetzt erst einmal ganz schön gewöhnungsbedürftig klingt, schmeckt, wenn man sich mal drauf einlässt, eigentlich extrem lecker. Dazu werden dann Arepa, die typischen kolumbianischen Maisfladen, und Pandeyuca, frische Brötchen aus Maniokmehl, gereicht.

Typische Changua © raf.vox

Und das braucht ihr dafür (für ca. 4 Personen):

  • 2 Tassen Milch
  • 2 Tassen Wasser
  • 1 Lauchzwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4 Eier
  • 125 g Käse (in Kolumbien nimmt man Cuajada, ein Weichkäse, den man bei uns durch Feta ersetzen kann)
  • 2 Löffel frischer gehackter Koriander
  • Salz

Zunächst die Lauchzwiebel in kleine Scheiben schneiden und zusammen mit der Milch, dem Wasser, einem Löffel Koriander, dem gewürfelten Käse und der ganzen Knoblauchzehe in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Bei schwacher Hitze zehn Minuten vor sich hin köcheln lassen.

Nun vorsichtig die Eierschale knacken und die Eier in die Suppe geben ohne, dass das Eigelb kaputt geht. Circa zwei Minuten mitkochen lassen. Die Eier dürfen nicht ganz hart werden!

Nun den restlichen Koriander auf die Suppenschüsseln verteilen, die Brühe darüber geben und für jede Person ein Ei mit auf den Teller. Voilà!

Der kolumbianische Morgen kann beginnen. ;-)

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Autor: Nina

In Kolumbien gibt es eine ganz besondere Art und Weise Rinderfilet zuzubereiten. Sie ist so einfach wie genial und erscheint uns vielleicht etwas ungewöhnlich: Lomo al trapo - Rind im Tuch.

Das Rinderfilet wird dabei extrem würzig und sehr zart und die Zubereitung wird wohl so manchen europäischen Gast beeindrucken. Die Kolumbianer machen es meist auf dem Grill. Solltet ihr keinen Grill oder keine Möglichkeit dazu haben, dann geht es auch im Ofen. Am besten serviert man dazu gegrillte oder kross gebackene Kartoffeln und einen kräftigen Rotwein direkt aus Kolumbien.

Das braucht ihr dafür:

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Autor: Nina

Jaja, die lieben Geheimdienste… Da sind sie schon mit Abhörtechnik ausgestattet und dürfen diese dann nur selten benutzen. Dabei wäre es doch so praktisch die Gegner der Regierung auszuspionieren um dann schmutzige Wäsche zu waschen. Solche Probleme kennt wohl jedes Land.

Interessant ist es nur, dass dies momentan ein Trend gerade in den an der westlichen Politik orientierten Ländern ist. Wir selbst können ein Lied davon singen: vom BKA-Gesetz zur Datenschutzdebatte.

Nun hat also auch Kolumbien, unter Uribe der südamerikanische Schoßhund der USA (noch), seinen Abhörskandal. Viele Kolumbianer verehren ihren Präsidenten Álvaro Uribe geradezu, denn das muss man ihm lassen, sein Kampf gegen Drogen, Kriminalität und den Terrorismus zeigt Wirkung: viele Straßen sind sicherer, die FARC wurde geschwächt und auch die Anzahl der Morde und Entführungen ist gesunken.

Doch zu welchem Preis und vor allem mit welchen Mitteln? Uribe, der selbst einst in den internationalen Drogengeschäften tätig war (was er selbst natürlich bestreitet, aber eine nachprüfbare Tatsache ist), hat dies durch Verbindungen zu ultrarechten Paramilitärs durchgesetzt und dazu noch etliche Millionen Dollar aus den USA bekommen, u.a. für Waffen, die übrigens an beide Seiten verkauft wurden, und für Spionagetechnik.

Nun kam also heraus, dass der kolumbianische Geheimdienst DAS auch kritische und oppositionelle Politiker, Richter, Unternehmer und Journalisten bespitzelt hat. Unter ihnen zufällig Leute wie der Untersuchungsrichter Iván Velásques, der Bündnisse zwischen Politikern und rechtsextremistischen Todesschwadronen aufdeckte und daraufhin 22 Parlamentarier, die Uribe nahe stehen, ins Gefängnis brachte. Außerdem wurden ein Polizeichef und der Verteidigungsminister ausspioniert, sowie die liberale Senatorin Piedad Córdoba, die eine der Hauptverhandlungspartnerinnen mit Hugo Chávez und der FARC ist.

Hier ist ganz klar, dass gezielt kritische Stimmen ausgeschaltet werden sollen, denn in nächster Zeit stehen allein 60 Strafverfahren gegen direkte Kollegen Uribes an!

Und der Präsident? Der will natürlich von alldem nichts gewusst haben, so wie bei uns Bahnchef Mehdorn nichts von Mitarbeiterbespitzelungen gewusst haben will…

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Autor: Nina

Shakira ist einer der wenigen internationalen Stars im Bereich Popmusik, die aus Südamerika stammen, genauer gesagt aus Kolumbien. Wohl fast jeder kennt sie und egal, ob man sie mag oder nicht, ihr soziales Engagement ist unbestreitbar.

Die Sängerin wuchs selbst in einem Armenviertel von Barranquilla auf. Nun ist sie zurückgekehrt um im armen Stadtteil La Playa eine Schule zu eröffnen. Es ist bereits die fünfte Schule, die ihre Hilfsorganisation “Pies Descalzos” (dt. “Nackte Füße”), 1997 gegründet, in Kolumbien gebaut hat. Und auch sonst setzt sich die Stiftung für benachteiligte und arme Menschen ein.

Ich bin nicht gerade ein Fan von Shakira, doch dieses Engagement muss man wirklich einmal lobend erwähnen, da sie es meist nicht nur aus Gründen der PR, wie so manch andere Kollegen, tut, sondern ihre Hilfe auch ohne Kameras ankommt.

Die Eröffnung dieser Schule wurde nur aus zwei Gründen von den Medien begleitet: Erstens Präsident Uribe musste sich natürlich mit ins Bild drängen und der Sängerin einen Orden anheften, und zweitens war die RTL-Stiftung mit 800.000 Euro mit von der Partie…    [...mehr]


Autor: Nina

Wie nun bekannt wurde hat die Guerilla-Organisation FARC in Kolumbien am 1. Februar vier weitere Geiseln freigelassen. Die FARC wertet es als eine Art Annäherung, die kolumbianische Regierung als den Anfang vom Ende der Organisation.

Was als alternative Bewegung mit durchaus guten Überzeugungen begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einer Terrororganisation gewandelt. Die FARC kann man in den Grundzügen in etwa mit der Entwicklung der RAF in Deutschland vergleichen. So schlimm dieser Terror auch ist und ich möchte ihn auf keinen Fall verharmlosen, muss man aber bedenken, dass die Regierung Uribe die FARC auch gerne als politisches Mittel zum Zweck einsetzt, siehe nur der Fall Betancourt. Ähnlich wie unsere Regierung mit der RAF damals. Nur, dass Uribe stark von der Regierung Bush beeinflusst wurde. (Wie das nun weitergeht wird sich noch zeigen)

Nun möchte die FARC sich wohl langsam mäßigen und plant offenbar sich als politische Kraft in Kolumbien zu etablieren. Als erstes Zeichen hat sie vier Geiseln freigelassen. Drei Polizisten und ein Soldat wurden am 1. Februar dem Roten Kreuz übergeben. Sie sind wohlauf und konnten auch sofort Kontakt zu ihren Familien aufnehmen.

Uribe und einige Experten sehen die FARC auf der anderen Seite bereits am Ende. Sie seien geschwächt, aber immer noch eine Bedrohung, wie Uribe nicht müde wird zu betonen.

Das besondere bei dieser Freilassung der Geiseln war, das sich erstmals auch Brasilien einschaltete, indem sie den Kolumbianern ein Fluggerät zur Verfügung stellten.

Mal sehen, wie sich der Konflikt um die FARC weiterentwickelt. Eines ist jedoch auf beiden Seiten klar: Der Terror muss aufhören!


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Autor: Nina

Fernando Botero - Er ist wohl der bekannteste Künstler Südamerikas. Zum 75. Geburtstag des Künstlers hat der deutsche Filmemacher Peter Schamonis Botero ein filmisches Denkmal mit dem Titel “Botero - Geboren in Medellín” gesetzt.

Wie kaum ein Anderer repräsentiert Fernando Botero das Bild der lateinamerikanischen Kultur. Er selbst bezeichnet sich als den “kolumbianischsten aller kolumbianischen Künstler” und dies nicht zu Unrecht. Genießt er doch mittlerweile in seiner Heimat fast schon Kultstatus. Seiner Heimatstadt Medellín hat er unzählige seiner Skulpturen gespendet und auch ein Museum. So kommt man an Botero in der kolumbianischen Stadt gar nicht vorbei.    [...mehr]


Autor: Nina

Nachdem sie in den letzten Jahren in Südamerika, im Vergleich zu früher, langsam damit beginnen konnten sich ihre Rechte zu sichern, gehen nun auch in Kolumbien die Indigenas auf die Straße. Die rassistischen Probleme scheinen immer noch nicht gelöst.

Seit dem 12. Oktober, dem Jahrestag der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus, fordern viele Indigenas in Kolumbien massiv ihre Rechte ein, errichten Barrikaden und liefern sich Straßenschlachten mit der Polizei.

Auf beiden Seiten gibt es zahlreiche Verletzte und auf den Seiten der Indigenas sogar Tote, denn die Polizei setzt seit ein paar Tagen auch scharfe Munition gegen die Protestierenden ein, was Präsident Uribe offiziell natürlich immer noch bestreitet…    [...mehr]


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