Die Tolteken lebten einst im Herzen des heutigen Mexiko, wo sie vor allem dank ihres handwerklichen und kunsthandwerklichen Geschicks eine blühende Hochkultur aufbauten, die jedoch nur wenige Jahrhunderte lang Bestand hatte.
Wahrscheinlich begann die Geschichte der Tolteken in Zentralmexiko im 9. Jahrhundert mit der Einwanderung von Völkern aus dem Norden. Zu dieser Zeit gab es hier keine herrschende Macht, so dass sich die Neuankömmlinge bequem einrichten und als neue Hochkultur etablieren konnten. Das Zentrum ihres Reiches wurde Tollán Xicocotitlán, dessen Ruinen heute unter dem modernen Namen Tula bekannt sind. Zur Blütezeit der Tolteken hatte die indigene Stadt wahrscheinlich über 60.000 Einwohner, die ihre Macht womöglich dank des Abbaus von Rohstoffen wie Obsidian festigen konnten, doch ihr Glanz nahm schon zum Ende des 12. Jahrhunderts hin ab. [...mehr]
Die venezolanische Insel „Cubagua“ gehört gemeinsam mit der „Isla Margarita“ und „Coche“ zum Bundesstaat „Nueva Esparta“ und bildet die kleinste und am wenigsten bevölkerte Insel des Staates. Menschen auf der Suche nach Abgeschiedenheit und Ruhe sind hier sicherlich richtig. Tourismus ist nicht vorhanden, ebenso wie eine funktionierende Infrastruktur.
Christopher Columbus war der erste Europäer, der die Insel, die zu Venezuela gehört, entdeckte. Die Europäer begannen das äußerst wertvolle Perlenvorkommen auszuschöpfen. Des weiteren wurde die Insel als Quelle für Fische und Austern genutzt. Damit ist sie ein Symbol für die ausbeutende Kolonialisierung der Europäer. Die sogenannten „Conquistadores“ zwangen die indigenen Bevölkerung der Inseln nach Perlen zu tauchen und so ihr Leben zu riskieren. [...mehr]
Am Beispiel der Inka-Ruine Sacsayhuamán kann man deutlich nachvollziehen, warum das Leben der Inka eine solch enorme Faszination auf Europäer ausübt. Vergleichsweise wenig ist bekannt über die Hochkultur, die zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert über den südamerikanischen Kontinent herrschte.
So stellen sich auch bei Sacsayhuamán die Frage wie die enorme Anzahl der Steine, die für die Errichtung der Festung benötigt wurden, transportiert werden konnten – schließlich war weder das Rad erfunden, noch kannten die Inka die Rolle. Der größte Stein der Ruine wiegt über zweihundert Tonnen! Auch ist der genaue Nutzen des Bauwerks nicht bekannt, allgemein geht man jedoch davon aus, dass es sich um eine Festung handelt, welche die Stadt Cuzko vor Eindringlingen schützen und Macht demonstrieren sollte. Cuzko gilt als Hauptstadt der Inka, in der sich das urbane Leben der indigenen Kultur abspielte. Die berühmte Stadt liegt im heutigen Peru und ist Hauptstadt der gleichnamigen Region sowie UNESCO-Weltkulturerbe. [...mehr]
Die Insel Bonaire ist Teil der Kleinen Antillen in der südamerikanischen Karibik. Die bunte Unterwasserwelt zieht viele Tauchurlauber in ihren Bann. Aber auch oberhalb des glitzernden Meeresspiegels kann sich die wundervolle Landschaft und die karibische Kultur sehen lassen.
Glasklares Wasser, das türkis den tiefblauen Himmel reflektiert, weiße Strände, bunte Flora und Fauna – Die Besondere Gemeinde der Niederlande bietet dem Urlauber zu Land wie zu Wasser eine Trauminsel karibischer Schönheit. Nicht nur Taucher finden hier ihr Paradies, sondern auch Windsurfer oder Mountainbiker. Die Insel ist teils Kakteenwüste mit wilden Eseln, teils artenreiche Hügellandschaft mit Leguanen. Für Naturliebhaber ist die Insel Bonaire das richtige Reiseziel. [...mehr]
Viele halten die Mayas für ausgestorben, aber noch heute leben etwa 6,1 Millionen Maya auf der Yucatán-Halbinsel, in Belize, Guatemala und Honduras. Außerdem findet man viele Mayas in den USA, weil sie ausgewandert sind. Doch wie geht es ihnen heute im 21. Jahrhundert? [...mehr]
Bolivien ist ein Land, das trotz der Kolonialisierung stark an den ursprünglichen Bräuchen und Traditionen der indigenen Völker fest hält. Trotzdem sind spanische Elemente nicht zu verleumden, was man heute vor allem an der Musik merkt.
Bolivianische Musik
In der Kulturgeschichte Boliviens haben Musik und die damit verbundene Tänze einen wichtigen Stellenwert. Sie galten seit jeher als wichtiges Ausdrucksmittel. So wurden die Schlachten gegen die Spanier zu Zeiten der Kolonialisierung damit überliefert, aber auch wichtige Rituale und Traditionen gefeiert.
Die Tänze und damit verbundenen Musikstücke gliedern sich nach den verschiedenen Stämmen und Völkern, die damals in Bolivien lebten. Um die breiten Gesten, heißen Trommel-Rhythmen und Flötentöne optimal zu untermalen, gehören auch aufwändig gewebte Stoffe und bunte Gewänder, sowie Federschmuck zu den wichtigen Requisiten, denen man sich beim Tanz bedient. Jährlich davon überzeugen kann man sich z.B. in Berlin beim Karneval der Kulturen.
Auch heute bestimmen die eher traditionellen und folkloristischen Stücke die Musiklandschaft Boliviens. Zwar wird unter den Jugendlichen auch viel Heavy Metal gehört, internationale Erfolge von bolivianischen Pop- oder Rockbands sind aber kaum bekannt.
Bolivien: Typische Musikinstrumente
Wichtige Musikinstrumente Boliviens sind die auch bei uns sehr beliebte Panflöte, die Quena, eine eingekerbte Bambusrohr Flöte, die etwas größere Tokoro und verschieden große Trommeln. Auch ein Saiteninstrument wird unter den Bolivianern gerne gespielt: Die Charanga (oben im Bild). [...mehr]
Zu Beginn des Jahrtausends wurden sie als eine historische Sensation gefeiert: Die Pyramiden von Caral. Sie sind eine der ältesten Ansiedlungen des Kontinents, und auch heute Anziehungspunkt für zahlreiche Besucher, die mehr über die frühzeitliche Kultur Amerikas erfahren wollen.
Im Jahr 1994 entdeckten Forscher die Stadt Caral, unweit der Küste Perus, und begannen damit, ihre Überreste und ihre Pyramiden auszugraben und freizulegen. Mit den Pyramiden von Caral trat eine Sensation zu Tage: Es konnte der Beweis angetreten werden, dass auch in Südamerika schon früh eine hochentwickelte Zivilisation entstand. Die Pyramiden werden auf etwa 4600 Jahre geschätzt, und sind somit bedeutend älter als alle vorangegangenen Zeugnisse südamerikanischer Kultur. Mehr noch, die Stadt Caral und ihre Zivilisation konnten mit der Entwicklung in Ägypten, Mesopotamien oder Indien gleichgesetzt werden – eine Sensation. [...mehr]
Was wären die Indigenas der Anden ohne ihre typischen Holzblasinstrumente? Und die beliebteste Flöte ist mit Sicherheit die sogenannte Quena. Zu allen möglichen Anlässen wird sie gespielt und sie begleitet viele ein Leben lang.
Besonders in Peru und Bolivien spielen die in den Anden lebenden indigenen Völker ihre traditionellen Melodien auf ihr. Die Quena, bei uns daher auch gerne Andenflöte genannt, verfügt über eine Besonderheit: Sie hat, im Gegensatz zur der uns bekannten Blockflöte, kein gesondertes Mundstück. Beim Spielen muss der Luftstrahl so exakt kanalisiert werden, damit er durch die Spalte am Anfang genau auf die sogenannte Vibrierkante trifft. Diese erzeugt dann den Ton. [...mehr]
Im letzten Teil meiner kleinen Serie, will ich euch noch ein prägendes indigenes Volk Südamerikas vorstellen: Die Guaraní. Natürlich gibt es auch noch etliche andere große und vor allem wichtige Gruppen von Indigenas, die aber so zahlreich sind, dass ihre Vorstellung die Ausmaße dieses Blogs sprengen würde. Ich werde sie daher eher in aktuellen Artikeln erwähnen.
Nun aber zurück zu den Guaraní. Bereits in präkolumbianischer Zeit siedelte dieses Volk im mittleren Südamerika. Sie betrieben vor allem Ackerbau. Heute findet man sie vor allem in Paraguay, Brasilien, Uruguay, Argentinien und Bolivien. In Paraguay ist ihre Sprache, das Guaraní neben dem Spanischen Landessprache. [...mehr]
Nachdem sie in den letzten Jahren in Südamerika, im Vergleich zu früher, langsam damit beginnen konnten sich ihre Rechte zu sichern, gehen nun auch in Kolumbien die Indigenas auf die Straße. Die rassistischen Probleme scheinen immer noch nicht gelöst.
Seit dem 12. Oktober, dem Jahrestag der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus, fordern viele Indigenas in Kolumbien massiv ihre Rechte ein, errichten Barrikaden und liefern sich Straßenschlachten mit der Polizei.
Auf beiden Seiten gibt es zahlreiche Verletzte und auf den Seiten der Indigenas sogar Tote, denn die Polizei setzt seit ein paar Tagen auch scharfe Munition gegen die Protestierenden ein, was Präsident Uribe offiziell natürlich immer noch bestreitet… [...mehr]