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Autor: Nina

Bolivien ist ein Land, das trotz der Kolonialisierung stark an den ursprünglichen Bräuchen und Traditionen der indigenen Völker fest hält. Trotzdem sind spanische Elemente nicht zu verleumden, was man heute vor allem an der Musik merkt.

Charanga Spieler    ©Flickr.com/U.S. Army

Bolivianische Musik

In der Kulturgeschichte Boliviens haben Musik und die damit verbundene Tänze einen wichtigen Stellenwert. Sie galten seit jeher als wichtiges Ausdrucksmittel. So wurden die Schlachten gegen die Spanier zu Zeiten der Kolonialisierung damit überliefert, aber auch wichtige Rituale und Traditionen gefeiert.

Die Tänze und damit verbundenen Musikstücke gliedern sich nach den verschiedenen Stämmen und Völkern, die damals in Bolivien lebten. Um die breiten Gesten, heißen Trommel-Rhythmen und Flötentöne optimal zu untermalen, gehören auch aufwändig gewebte Stoffe und bunte Gewänder, sowie Federschmuck zu den wichtigen Requisiten, denen man sich beim Tanz bedient. Jährlich davon überzeugen kann man sich z.B. in Berlin beim Karneval der Kulturen.

Auch heute bestimmen die eher traditionellen und folkloristischen Stücke die Musiklandschaft Boliviens. Zwar wird unter den Jugendlichen auch viel Heavy Metal gehört, internationale Erfolge von bolivianischen Pop- oder Rockbands sind aber kaum bekannt.


Bolivien: Typische Musikinstrumente

Wichtige Musikinstrumente Boliviens sind die auch bei uns sehr beliebte Panflöte, die Quena, eine eingekerbte Bambusrohr Flöte, die etwas größere Tokoro und verschieden große Trommeln. Auch ein Saiteninstrument wird unter den Bolivianern gerne gespielt: Die Charanga (oben im Bild).    [...mehr]


Autor: Nina

Zu Beginn des Jahrtausends wurden sie als eine historische Sensation gefeiert: Die Pyramiden von Caral. Sie sind eine der ältesten Ansiedlungen des Kontinents, und auch heute Anziehungspunkt für zahlreiche Besucher, die mehr über die frühzeitliche Kultur Amerikas erfahren wollen.

Pyramiden von Caral

Im Jahr 1994 entdeckten Forscher die Stadt Caral, unweit der Küste Perus, und begannen damit, ihre Überreste und ihre Pyramiden auszugraben und freizulegen. Mit den Pyramiden von Caral trat eine Sensation zu Tage: Es konnte der Beweis angetreten werden, dass auch in Südamerika schon früh eine hochentwickelte Zivilisation entstand. Die Pyramiden werden auf etwa 4600 Jahre geschätzt, und sind somit bedeutend älter als alle vorangegangenen Zeugnisse südamerikanischer Kultur. Mehr noch, die Stadt Caral und ihre Zivilisation konnten mit der Entwicklung in Ägypten, Mesopotamien oder Indien gleichgesetzt werden – eine Sensation.    [...mehr]


Autor: Nina

Was wären die Indigenas der Anden ohne ihre typischen Holzblasinstrumente? Und die beliebteste Flöte ist mit Sicherheit die sogenannte Quena. Zu allen möglichen Anlässen wird sie gespielt und sie begleitet viele ein Leben lang.

Besonders in Peru und Bolivien spielen die in den Anden lebenden indigenen Völker ihre traditionellen Melodien auf ihr. Die Quena, bei uns daher auch gerne Andenflöte genannt, verfügt über eine Besonderheit: Sie hat, im Gegensatz zur der uns bekannten Blockflöte, kein gesondertes Mundstück. Beim Spielen muss der Luftstrahl so exakt kanalisiert werden, damit er durch die Spalte am Anfang genau auf die sogenannte Vibrierkante trifft. Diese erzeugt dann den Ton.    [...mehr]


Autor: Nina

Im letzten Teil meiner kleinen Serie, will ich euch noch ein prägendes indigenes Volk Südamerikas vorstellen: Die Guaraní. Natürlich gibt es auch noch etliche andere große und vor allem wichtige Gruppen von Indigenas, die aber so zahlreich sind, dass ihre Vorstellung die Ausmaße dieses Blogs sprengen würde. Ich werde sie daher eher in aktuellen Artikeln erwähnen.

Nun aber zurück zu den Guaraní. Bereits in präkolumbianischer Zeit siedelte dieses Volk im mittleren Südamerika. Sie betrieben vor allem Ackerbau. Heute findet man sie vor allem in Paraguay, Brasilien, Uruguay, Argentinien und Bolivien. In Paraguay ist ihre Sprache, das Guaraní neben dem Spanischen Landessprache.    [...mehr]


Autor: Nina

Nachdem sie in den letzten Jahren in Südamerika, im Vergleich zu früher, langsam damit beginnen konnten sich ihre Rechte zu sichern, gehen nun auch in Kolumbien die Indigenas auf die Straße. Die rassistischen Probleme scheinen immer noch nicht gelöst.

Seit dem 12. Oktober, dem Jahrestag der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus, fordern viele Indigenas in Kolumbien massiv ihre Rechte ein, errichten Barrikaden und liefern sich Straßenschlachten mit der Polizei.

Auf beiden Seiten gibt es zahlreiche Verletzte und auf den Seiten der Indigenas sogar Tote, denn die Polizei setzt seit ein paar Tagen auch scharfe Munition gegen die Protestierenden ein, was Präsident Uribe offiziell natürlich immer noch bestreitet…    [...mehr]


Autor: Nina

Alle indigenen Völker Südamerikas haben so ihre Eigenheiten und Besonderheiten. Und das Volk der Mapuche ist wohl vom geschichtlichen her eines der faszinierendsten, denn sie schafften es sogar die Kolonisation als eigenständiger Staat zu überstehen.

Das angestammte Gebiet der Mapuche erstreckt sich über weite Teile Argentiniens und vor allem Chiles. Ihr ursprüngliches Siedlungsgebiet reicht von Norden nach Süden rund 1600 km. Innerhalb dieses Volkes gibt es unterschiedliche Ausprägungen, doch, was sie alle vereint ist, dass sie schon immer ein ziemlich stolzes Volk, im positiven Sinne, waren und sich erst in der Neuzeit (!) haben kleinkriegen lassen.



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Autor: Nina

Wie stellen wir uns denn hier in Europa den “Klischee-Indio” vor? Häufig ist unser Bild von Flöte-blasenden, bunten Straßenmusikern geprägt. Doch in jedem Klischee steckt auch immer ein Fünkchen Wahrheit und so sind viele dieser Kleidungsstücke immer noch bei vielen indigenen Völkern, besonders in den Anden, beliebt.

Doch diese Mode wird natürlich auch immer wieder mit modernen Kleidungsstücken kombiniert. Zum Glück können sich viele Völker ihre Traditionen noch bewahren. Und, was gibt es besseres sich gegen die kalte Andenluft zu schützen, als einen warmen Wollpulli (vor allem bei der leider immer noch stark vorherrschenden Armut)?    [...mehr]


Autor: Nina

Wie alle indigenen Völker oder Ureinwohner überhaupt auf der Welt ist auch die Geschichte der Quechua leider von Ungerechtigkeiten, Verfolgungen und Greueltaten bestimmt. Die Quechua oder auch Quechua-Indianer kommen in weiten Teilen von Peru, Ecuador, Bolivien, Kolumbien und Argentinien vor.

Im Gegensatz zu z.B. den Aymara haben sie so gut wie keine gemeinsame Identität, obwohl sie sich in vielen Riten gleichen. Als Quechua bezeichnet man daher alle Menschen (ca. 9-14 Millionen), die eine Form der Sprache Quechua sprechen, wobei es dabei auch unzählige unterschiedliche Dialekte gibt.    [...mehr]


Autor: Nina

Bei den indigenen Völkern Südamerikas unterscheidet man in die Andenvölker und die Völker des Tieflandes. Nur wenige indigene Völker haben sich bsi heute behaupten können und es sogar zur Amtssprache in ihren Ländern gebracht. Diese vier größten möchte ich euch in nächster Zeit etwas näher bringen.

Erst in den letzten Jahren hattes sie die Möglichkeit ihre Rechte zu stärken. 1984 haben sich beispielsweise indigene Völker des Amazonas zur COICA (Coordinadora de las Organizaciones Indígenas de la Cuenca Amazónica) zusammengeschlossen. Und es gelang einigen sogar (endlich!) wichtige politische Positionen zu erreichen.

Als erstes möchte ich mich also dem Volk widmen, dem auch der bolivianische Präsident Evo Morales mit Stolz (und dies zurecht) angehört, den Aymara. Sie leben im Andenraum, vor allem in Bolivien (fast 40% der bolivianischen Bevölkerung), im Norden Chiles und im Süden Perus. Ein paar leben auch in Ecuador. Diese vereinzelte Verbreitung kam wohl daher, dass die damaligen spanischen Kolonialherren viele indigene Völker verfolgt oder zwangweise umgesiedelt haben um einem Zusammengehörigkeitsgefühl vorzubeugen und damit Aufstände gegen die europäischen Eroberer zu verhindern.    [...mehr]