Samstagmorgen ereignete sich eine der schlimmsten Naturkatastrophen des südamerikanischen Kontinents. Ein Erdbeben der Stärke 8,8 zerstörte zehntausende Häuser und Existenzen an der chilenischen Pazifikküste.
In vielen Gegenden besteht weiterhin kein Zugang zu frischem Trinkwasser, Lebensmitteln, Strom oder Medikamenten. Krankenhäuser und andere öffentliche Einrichtungen sind ebenfalls schwert beschädigt worden, sowie zahlreiche Gasleitungen. Die Infrastruktur liegt am Boden.
Erdbeben fordert viele Opfer
Aus Angst vor weiteren Nachbeben wie in den vergangenen Tagen
schlafen die Meschen auf den Straßen unter freiem Himmel.
Die Regierung in Chile beziffert die Todeszahlen mittlerweile auf weit über 700 - Tendenz steigend,
etliche Personen werden noch vermisst.
Nach dem Beben flüchteten viele Menschen auf nahegelegende Anhöhen aus Furcht vor einer Flutwelle (Tsunami). Direkt nach dem Erdbeben sind Tsunami Warnungen für den gesamten Pazifikraum von den Behörden ausgegeben worden.
Erdbeben in Chile sorgt für Chaos
Plünderung und Chaos in den Städten bestimmen das Bild nach dem fünftstärkstem
Erdbeben (8,8 auf der Richterskala) welches je gemessen wurde.
Ausnahmezustand und eine Ausgangssperre ist in den Küstenregionen ausgerufen worden.
Das Militär soll Ruhe und Ordnung wiederherstellen, aber angetrieben durch Verzweiflung,
Wut und Überlebensängsten kommt es immer wieder zu Zusammenstößen mit den Militärs.
Besonders schwer betroffen ist die Küstenstadt Conception. Ob Kulturstätten der Maya durch das Erdbeben zerstört wurden ist bisher noch unklar. [...mehr]
Wer Pantagonien auf dem Atlas sucht, der steht vor einem kleinen Rätsel. Der südamerikanische Landstrich ist nicht fest abgesteckt und umfasst in Westen vier argentinische Provinzen, im Osten einen Teil Chiles. Auf der riesengroße Fläche leben nur knapp ca. 1 Millionen Menschen, obwohl sie etwa der Größe Europas entspricht. Einer der letzten Natur Schätze der Welt also.
Pantagonien: Das Land der Stille
Pantagonien zählt weltweit zu einem der dünn besiedeltsten Landstriche überhaupt. Durchbrochen von den Anden erstreckt sich die naturbelassene, raue Landschaft über Chile und Argentinien. Es ist nicht ganz klar, aber manchemal wird auch Feuerland dazu gezählt. Weite Steppenlandschaften, karges Gebirge und das chilenische Inlandeis sind charakteristisch für Pantagonien und nicht gerade einladend für Mensch und Tier, obwohl die Artenvielfalt unbeschreiblich ist. Auf den mit Eisschollen durchwirkten Seen zeichnet sich das grelle Pink von Flamingos ab, während Nandus unter dem Schnee nach Futter suchen. An der Küste leben Magellanpinguine und scheue Seelöwen.
Pantagonien ist eines der kühlsten Landgebiete auf der Südhalbkugel. Zwischen Bergen und Steppe, Eisschollen und endloser Weite: Nichts. Absolut nichts. Man fühlt sich, wie am Ende der Welt. Endlose Stille. Und doch gibt es Menschen, die genau so leben wollen. Zumindest einmal im Jahr. [...mehr]
Das Ostpatagonisches Bergland ist ein Teil Patagoniens in Südamerika. Die Berglandschaft dort gliedert sich eigentlich in drei Teile, in die von Guayana, das Brasilianische und eben das Ostpatagonische Bergland. Wer die Natur mag wird hier mit der schönsten Aussicht Südamerikas belohnt.
Patagonien ist die Bezeichnung für einen Teil Südamerikas. Dieser erstreckt sich südlich der Flüsse Río Colorado in Argentinien und dem Río Bío Bío in Chile. Nördlich des Gebiets befindet sich die Magellanstraße. Wer im ostpatagonischen Bergland wandern geht wird viel Schönes und Kurioses in der Flora und Fauna sehen. Ich bin ein großer Fan von Südamerika, da es hier immer wieder Neues gibt und die Natur so wunderschön ist und die Menschen sehr offen sind. Und wer weiß, mit etwas Glück finden 2016 auch die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro statt.
Das “Valle de la Luna”, in der Atacama-Wüste im Norden Chiles gelegen, gehört zu den wohl beeindruckendsten Wüstenlandschaften unseres Planeten. Für Chile-Reisende bieten die zerklüfteten Felsformationen ein faszinierendes Spiel aus Licht und Schatten, das nicht zuletzt in den Abendstunden den Betrachter in seinen Bann zieht.
Wie der Name “Valle de la Luna” bereits vermuten lässt, ähnelt das „Tal des Mondes“ einer sprichwörtlichen Mondlandschaft, die mit ihrer kargen Vegetation jeden Tag eine Vielzahl von Touristen anlockt. Als Teil der Atacama-Wüste ist auch das Tal extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt, so dass Tages- und Nachttemperaturen um mehrere Zehngrad variieren können.
Besonderheiten des “Valle de la Luna”
Diese klimatischen Extreme machen das “Valle de la Luna” zu einem geradezu unwirtlichen Ort, der jeglichen Lebensformen der dort ansässigen Tier- und Pflanzenwelt ein enormes Maß an Anpassungsfähigkeit abverlangt. [...mehr]
Gerade der Norden Chiles ist bei Abenteuer- und Trekking-Touristen besonders beliebt. Hier findet man die unterschiedlichsten Landschaften auf einem Fleck, von der faszinierenden Atacama-Wüste, über glasklare Seen und eine reiche Tierwelt, bis hin zu den Bergen und Vulkanen der Anden.
Einer dieser Vulkane ist besonders beliebt und zieht jedes Jahr etliche Besucher gleichsam in seinen Bann. Der Parinacota fasziniert deshalb so, da man während des Aufstiegs die vielfältigsten Landschaften durchquert. Sind die meisten anderen Vulkane vor allem von Geröll geprägt, so erlebt der Abenteurer hier ein Panorama, das Seinesgleichen sucht.
Am Fuß des Parinacota, direkt an der Grenze zu Bolivien, liegt der See Lago Chungará. Hier spiegelt sich der Vulkan im glasklaren Wasser, wo sich Flamingos tummeln. Geht man weiter, begegnen einem Alpakas und je höher man kommt um so gigantischer wird die Aussicht über den See, die umliegenden Vulkane und Teile der Atacama Wüste. [...mehr]
Chiloé ist nach Feuerland die größte Insel Chiles. 2 km vom Festland entfernt liegt dieses malerische Eiland im Pazifik. Hier kann man sich von der wilden Natur einnehmen lassen und in den alten Sagen schwelgen. So ist Chiloé in erster Linie ein Ort für alle, die das Ursprüngliche suchen.
Obwohl sich die christlichen Missionare alle Mühe gaben die Ureinwohner Chiloés, die Huilliche, zu bekehren, haben sich ihre alten Geschichten und Legenden gehalten. Auch die fast 200 Holzkirchen, die heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, konnten diese nicht auslöschen. Und so spricht die ganze Insel von den geheimnisvollen Gestalten, die sich immer noch auf der Insel herumtreiben sollen:
Die fliegenden Hexen, die sogenannten Voladoras, treiben ihr Unwesen. Der Trauco, das südamerikanischen Pendant zu unserem Troll, soll hier und da Jungfrauen entführen. Und draußen auf dem Meer kann man vielleicht die Caleuche sehen, ein uraltes Geisterschiff, das mit weißen Segeln und lauter Musik wartet und sich in Baumstämme oder Felsen verwandeln kann. [...mehr]
Seit letzter Woche haben die Bewohner mehrerer kleiner Orte im Süden Chiles mit heftigen Vulkanausbrüchen und Erdbeben zu kämpfen. Nun ist es klar, ein Ort muss für immer verlassen werden.
Im März letzten Jahres brach er das erste Mal wieder aus: der 1.122 m hohe Vulkan Chaitén. Mehrere tausend Jahre über war er still gewesen, doch nun bedeutet dies für die Anwohner die traurige Gewissheit, dass sie nicht mehr in ihre gleichnamige Kleinstadt am Fuße des Vulkans zurückkehren können.
Dienstag letzter Woche, am 17. Februar, ging es los. Heftige Erdbebenerschütterten die Gegend und am Donnerstag war es dann soweit: An der südlichen Flanke des Chaitén brach die Kuppel zusammen, es gab eine seitliche Explosion, riesige Aschewolken traten aus und pyroklastische Ströme gingen ins Tal hinab.
Seitdem spuckt er giftige Dämpfe und Aschewolken von einer Höhe von bis zu 20 km, die sich auf das gesamte Umland legen. Im 5 km entfernten Ort Chaitén mussten nun die 150 Menschen, die dort noch lebten, evakuiert werden.
Seit gestern haben sie erfahren, dass sie nie wieder zurückkehren können, da Forscher mit einer dauerhaften Aktivität des Vulkans rechnen. Die ehemalige Kleinstadt soll nun an anderer Stelle wieder aufgebaut werden.
Rund 15 km von der Küste des Pazifik entfernt liegt Valdivia. Die Stadt im Süden Chiles hat schon so einiges gesehen und mitgemacht und ist daher für viele Besucher wohl besonders interessant.
Die spanischen Eroberer besiedelten die Gegend zum ersten Mal im Jahr 1544. Dies war der Anfang langer Kämpfe mit den Indigenas der Mapuche. Daher bauten die Konquistadoren den neu gegründeten Ort schnell zu einer Festung aus. Im Jahr 1552 benannte der spanische Eroberer und Entdecker Pedro de Valdvia die Stadt einfach nach seinem Namen um. Nachdem er ein Jahr später im Kampf mit den Mapuche fiel, wurde der Name Valdivia für die Stadt offiziell vom spanischen König bestätigt.
Seitdem musste Valdivia einiges überstehen: die Kämpfe zwischen Spaniern und Mapuche dauerten an und immer wieder wurde der Ort von Erbeben und Erdrutschen heimgesucht. 1599 gelang den Mapuche schließlich die Stadt für einige Jahrzehnte einzunehmen. Die Spanier konnten erst 1645 nach Valdivia zurückkehren und weiteten daraufhin die Befestigungsanlagen aus. [...mehr]
Genau heute vor zwei Jahren starb der ehemalige chilenische Diktator Augusto Pinochet. Er hat 17 Jahre Leid und Elend über seine Bevölkerung gebracht und trotzdem wird er noch heute von einigen reichen Konservativen verteidigt und sogar als Held gefeiert. Klar, wenn man von den Folterungen und den Verfolgungen anderer profitiert…
Augusto Pinochet, am 15. November 1915 geboren, hat sich bereits ziemlich früh für eine strenge Militärlaufbahn entschieden. Während seiner Ausbildung war er auch einige Male in den USA. Man nimmt an, dass er aus dieser Zeit seine Verbindungen zur CIA und der US-amerikanischen Regierung hatte, die maßgeblich an seinem “Erfolg” teilhatten.
1973 ernennt ihn Salvador Allende zum Oberkommandeur des chilenischen Militärs. Damit hat Allende sein Todesurteil unterzeichnet, denn bereits knappe drei Wochen später, am 11. September!, unternimmt Pinochet einen Putsch gegen Allende, bei dem dieser auf noch ungeklärte Weise sein Leben lassen musste. Laut Pinochet wollte er eine Diktatur errichten, die man ja verhindern musste. Im Nachhinein weiß man aber, dass die USA wesentlich zum Putsch beigetragen hatten, da die kommunistische Politik Allendes Chile aus dem “Würgegriff” der USA befreien konnte.
Nach dem Putsch übernimmt eine Militärjunta die Macht und ernennt Pinochet zu ihrem Vorsitzenden. Unmittelbar danach beginnt Pinochet damit alle seine möglichen Gegner im ganzen Land zu verfolgen. Als Gegner zählen bereits Leute, die einfach verdächtigt werden links zu sein. Diese werden dann zu tausenden gefangen genommen, gefoltert, ermordet oder sind einfach plötzlich “verschwunden”.
Die Atacamawüste in Chile mit seiner unwirklich wirkenden Landschaft und der rauen Natur wird in den letzten Jahren zu recht immer mehr von den Touristen entdeckt. Ein Ausflugsziel in der Wüste sind die Geisterstädte Humberstone und Santa Laura.
Isoliert von der Außenwelt lebten hier noch vor über 50 Jahren Menschen. Aber sie kamen nicht wegen der einmaligen Schönheit der Atacamawüste hierher, sondern weil dieser Ort Geld versprach. Hier gab es Salpeter und so kamen die “Pampinos“, die Minenarbeiter, mit ihren Familien in die Wüste um hier zu leben.