» Bolivien

Autor: Nina

Ein Gericht, das in Bolivien sehr häufig und gerne gegessen wird, ist Pastell Camba, besonders in Santa Cruz, da von dort das spezielle Brot herkommt, mit dem es traditionell serviert wird.

Dieses nennt sich Hojas de trigo. Es wird normalerweise im Steinofen oder auf runden Blechen über der Glut gebacken. Wenn ihr versuchen wollt, es selbst zu machen, geht zur Not auch der normale Ofen, dann wird das Brot allerdings nicht so knusprig. Und solltet ihr kein Hojas de trigo hinbekommen, schmeckt Pastell Camba natürlich auch mit normalem Knäckebrot oder Fladenbrot.

Pastell Camba würde ich hier als ideales Sommergericht empfehlen, denn es ist relativ leicht und sehr saftig.

Und das braucht ihr dazu:

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Autor: Nina

Gestern wurde in einer Volksabstimmung in Bolivien über die neue Verfassung des Landes abgestimmt. Wie von Experten erwartet wurde sie mit einer fast 60%-igen Mehrheit angenommen. Doch die Zukunft des Landes ist immer noch ungewiss.

Präsident Evo Morales, selbst vom Volk der Aymara, hat mit der neuen Verfassung die lange Zeit der Diskriminierung der indigenen Völker offiziell beendet. Nach ersten Schätzungen stimmten 57% der Bevölkerung für die Erneuerung. Damit sind die Indigenas (etwa 70% der bolivianischen Bevölkerung!!!) endlich gleichgestellt und die Sprachen Aymara und Quechua haben dasselbe Gewicht wie das Spanische.

Doch solche Veränderungen gehen leider nicht von heute auf morgen, denn die Diskriminierung und Unterordnung bestimmter Bevölkerungsgruppen sitzt tief in den Köpfen der weißen (nur 15%!!!) Bevölkerung. So haben dann auch die vornehmlich weißen und auch reichen Provinzen gegen die neue Verfassung gestimmt.

Es ist wirklich traurig, dass nach so vielen Jahren des Zusammenlebens immer noch kein Zusammenkommen erreicht werden kann. Und so wird das Land wohl erst einmal gespalten bleiben.

Morales möchte außerdem die reichen, weißen Regionen, die mit ihrem Autonomieversuch gescheitert sind, entmachten und deren Vermögen mit den ärmeren Provinzen der Indigenas teilen. Da haben erstere natürlich was dagegen. Von wegen teilen… Am komischsten ist aber, dass genau diese Bonzen, die auf ihrem Vermögen hocken, am meisten die Flagge des Patriotismus und des Nationalstolzes vor sich her tragen. Blöd nur, dass es in jedem Land auch Arme gibt und, dass die dann auch noch so viele sind… Ein Phänomen, das man in vielen anderen Ländern auch beobachten kann.

Nun liegt es am Geschick von Evo Morales das Land wieder zu einen und ALLE Bolivianer zu einem Dialog zu bringen, bevor sich der Konflikt zu einem Bürgerkrieg entwickelt.

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Autor: Nina

Ahogado ist typisch bolivianisch. Diese scharfe Soße wird gerne zu allen möglichen Fleischgerichten oder auch in diversen Suppen gegessen. Man kann sie heiß oder auch kalt servieren.

Hier also das Rezept wie ihr Ahogado aus Bolivien ganz leicht selbst machen könnt.

Das braucht ihr dafür:

  • 4 rote getrocknete Chilischoten (möglichst scharf)
  • 1 gr. Zwiebel
  • 1 Dose Tomaten
  • 1/2 Tasse Wasser
  • 1/2 Tl Kümmel
  • Salz
  • Pfeffer

Zunächst die Chilischoten im Wasser aufweichen. Wer es weniger scharf mag, schneidet die Chilis noch auf und entnimmt die Körner zusammen mit den weißen Teilen. Wer eine ordentliche Portion Schärfe vertragen kann, der lässt die Chilis ganz.

Nun püriert man die Chilis mit dem Wasser für ca. zwei bis drei Minuten. Anschießend die Zwiebel klein schneiden und zusammen mit dem Chiliwasser und den Tomaten in einem Topf zugedeckt ca. 20 Minuten vor sich hin köcheln lassen. Die Soße wird nun immer dunkler.

Fünf Minuten vor Ende die restlichen Gewürze mit dazu geben. V.a. den Kümmel, denn der macht den besonderen Geschmack aus. Fertig!

Lasst euch das scharfe Erlebnis schmecken! ;-)

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Autor: Nina

Am Sonntag, den 25. Januar, ist es endlich soweit: Die Abstimmung über die vieldiskutierte Verfassung in Bolivien findet nach langem Hin und Her statt.

Bereits Evo Morales Vorgänger hat den Weg zur neuen Verfassung geebnet. Evo Morales muss sich nun dieser Herausforderung stellen. Und Bolivien hat eine neue Verfassung bitter nötig, denn die alte stammt aus dem Jahr 1967 und ist für das Selbstverständnis der Bolivianer total veraltet.

In ihr wird die kleine Elite des Landes gestärkt, die Indigenas haben fast keine Recht bzw. keinen Platz und Staatsreligion ist dort der Katholizismus, obwohl andere Religionen eine gleichwertige Stellung im Land haben.    [...mehr]


Autor: Nina

Miguel ist einer der führenden Kräfte der bolivianischen Guerilla-Bewegung “Nestor Paz Zamona”. Berühmt wird er als im Jahr 1990 mit anderen Freiheitskämpfern zusammen den Chef von Coca-Cola Bolivien entführt. Im Alter von nur 29 Jahren wird Miguel vom bolivianischen Militär erschossen.

Miguel hieß aber eigentlich Michael Nothdurftler und kam aus Südtirol. Sein Freund, der preisgekrönte Filmemacher Andreas Pichler, hat ihm nun ein Denkmal mit dem Titel “Der Pfad des Kriegers” gesetzt gesetzt. Nicht, dass er irgendetwas beschönigen will oder gar die falsche Utopie des heldenhaften Rebellen zeichnet, nein, Pichler will einfach wissen, wie sein Jugendfreund zu dem wurde, was er war. Der Film schafft es nicht zu moralisieren. Er verurteilt Michael nicht, noch beschönigt er seine Taten und Entscheidungen.    [...mehr]


Autor: Nina

Was wären die Indigenas der Anden ohne ihre typischen Holzblasinstrumente? Und die beliebteste Flöte ist mit Sicherheit die sogenannte Quena. Zu allen möglichen Anlässen wird sie gespielt und sie begleitet viele ein Leben lang.

Besonders in Peru und Bolivien spielen die in den Anden lebenden indigenen Völker ihre traditionellen Melodien auf ihr. Die Quena, bei uns daher auch gerne Andenflöte genannt, verfügt über eine Besonderheit: Sie hat, im Gegensatz zur der uns bekannten Blockflöte, kein gesondertes Mundstück. Beim Spielen muss der Luftstrahl so exakt kanalisiert werden, damit er durch die Spalte am Anfang genau auf die sogenannte Vibrierkante trifft. Diese erzeugt dann den Ton.    [...mehr]


Autor: Nina

Copacabana? In Bolivien? Ja, ich weiß, Copacabana ist der Strand in Rio.Aber nur wenige Europäer wissen wohl, dass Copacabana auch ein sehr beliebter Stadtname in Südamerika ist. Und so findet man in fast jedem Land einen Ort diesen Namens. Und einer, der unter Individualreisenden ein echter Geheimtipp ist, ist Copacabana in Bolivien.

Allein in Bolivien gibt es acht Orte, die sich Copacabana nennen, doch der bekannteste von ihnen ist Copacabana im Departamento La Paz. Hier findet man keine Bikinis oder Sonnenschirmmeere wie bei seinem Namensvetter in Rio. Auch so versteht es dieser Ort zu verzaubern.

In den Anden, auf einer Höhe von 3.820 m, liegt Copacabana direkt am malerischen und sagenumwobenen Titicacasee. Für diese Höhe ist es hier meist das ganze Jahr angenehm warm (für Touristen ;-) ), denn die Temperaturen liegen meist um die 20° C. Beschauliche und gepflegte kleine Häuschen mit wunderschönen Gärten prägen das Stadtbild. Hier geht alles einen Gang langsamer. Irgendwie hat man den Eindruck, dass alle Bewohner hier stets entspannt sind.



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Autor: Nina

Einer der Kriege, der sowohl Bolivien als auch Paraguay als eine der brutalsten Auseinandersetzungen noch heute im Gedächtnis ist, ist der sogenannte Chacokrieg (”Guerra del Chaco”). Und schon damals ging es, wie heute, vor allem ums Öl.

Direkt an der Grenze zu Bolivien und Paraguay liegt das Gran Chaco, ein noch heute relativ dünn besiedeltes Gebiet. Auf dieses Territorium erhob bereits im Jahr 1852 Bolivien Anspruch und Paraguay zog nach. Seitdem bemühten sich beide Seiten in die unbewohnten Steppen- und Sumpflandschaften des Gebietes vorzudringen und dort kleine Stellungen zu errichten.



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Autor: Nina

Im nördlicheren Teil von Bolivien befinden sich die Yungas, zwei langgestreckte Täler, die den Übergang vom Hochland der Anden in das tropische Tiefland des Amazonas bilden. Hier, zwischen La Paz und dem kleinen Städtchen Coroico befindet sich die wohl gefährlichste Straße der Welt, die Yungas Straße.

Von den Einwohnern wird sie nicht umsonst “El Camino de la Muerte“, also Straße des Todes, genannt, denn der holprige Weg führt durch alle möglichen Klimazonen und überwindet dabei Höhenunterschiede von 4.000 m. Die einspurige Straße führt ohne irgendwelche Begrenzungen direkt am Abgrund entlang. An den meisten Stellen ist sie nicht asphaltiert und kleine Bäche rinnen mitten durch den Weg oder man fährt unter Wasserfällen hindurch. Kein Wunder also, dass hier jährlich 100 bis 300 Menschen ihr Leben verlieren.

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Autor: Nina

Nun scheint endlich ein Ende für die Auseinandersetzungen in Bolivien in Sicht zu sein. Der neu gegründete südamerikanische Staatenbund UNASUR hat am Montag hinsichtlich Bolivien getagt und stärkt Morales eindeutig den Rücken.

Es war wohl die Feuertaufe für die UNASUR, die sie mit Bravour gemeistert zu haben scheint. Die neun Präsidenten haben einen Neun-Punkte-Plan für die Stabilisierung Boliviens entworfen und fordern die Gegner von Morales zum langersehnten Dialog auf.



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