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Autor: Nina

La Paz ist die wohl bekannteste Stadt in Bolivien, und hier befindet sich neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten auch der Regierungssitz des Landes. Mit 4000 Metern über dem Meeresspiegel hat sich der Flughafen El Alto den Rekord als höchster ziviler Luftstützpunkt gesichert.

La Paz ist mit seinen 1,8 Millionen Einwohnern die grösste und wichtigste Stadt Boliviens - Und eindeutig eine sehr spannende Metropole. Das Stadtgebiet ist aufgeteilt in die beiden Bezirke Altiplano und El Alto, wobei im tiefer gelegenen Altiplano eher besser situierte Bürger leben. Die Höhenunterschiede innerhalb von La Paz betragen bis zu 1000 Meter - Da kann man als Europäer schon mal ins Schwitzen geraten. Eine Erkundungstour lohnt sich aber allemal, und Taxen sind schliesslich nicht allzu teuer.

La Paz - Sehenswürdigkeiten und Highlights im wahrsten Sinne des Wortes

Für Touristen gibt es in La Paz jede Menge spannendes und skurilles zu entdecken. Allein der Anblick der in einem riesigen Talkessel gelegene Stadt ist atemberaubend. Rund um die Wolkenkratzer im Tal schmiegen sich an den Berghängen Häuser und Strassen, und fügen    [...mehr]


Autor: Nina

Bolivien ist ein Land, das trotz der Kolonialisierung stark an den ursprünglichen Bräuchen und Traditionen der indigenen Völker fest hält. Trotzdem sind spanische Elemente nicht zu verleumden, was man heute vor allem an der Musik merkt.

Charanga Spieler    ©Flickr.com/U.S. Army

Bolivianische Musik

In der Kulturgeschichte Boliviens haben Musik und die damit verbundene Tänze einen wichtigen Stellenwert. Sie galten seit jeher als wichtiges Ausdrucksmittel. So wurden die Schlachten gegen die Spanier zu Zeiten der Kolonialisierung damit überliefert, aber auch wichtige Rituale und Traditionen gefeiert.

Die Tänze und damit verbundenen Musikstücke gliedern sich nach den verschiedenen Stämmen und Völkern, die damals in Bolivien lebten. Um die breiten Gesten, heißen Trommel-Rhythmen und Flötentöne optimal zu untermalen, gehören auch aufwändig gewebte Stoffe und bunte Gewänder, sowie Federschmuck zu den wichtigen Requisiten, denen man sich beim Tanz bedient. Jährlich davon überzeugen kann man sich z.B. in Berlin beim Karneval der Kulturen.

Auch heute bestimmen die eher traditionellen und folkloristischen Stücke die Musiklandschaft Boliviens. Zwar wird unter den Jugendlichen auch viel Heavy Metal gehört, internationale Erfolge von bolivianischen Pop- oder Rockbands sind aber kaum bekannt.


Bolivien: Typische Musikinstrumente

Wichtige Musikinstrumente Boliviens sind die auch bei uns sehr beliebte Panflöte, die Quena, eine eingekerbte Bambusrohr Flöte, die etwas größere Tokoro und verschieden große Trommeln. Auch ein Saiteninstrument wird unter den Bolivianern gerne gespielt: Die Charanga (oben im Bild).    [...mehr]


Autor: Nina

Die Bolivianer lieben deftige Fleischgerichte und die am besten so scharf wie möglich. Wenn dann noch Kartoffeln, insbesondere die bolivianische Pommes Frites Variante, dabei sind, dann ist schon fast ein Nationalgericht geboren. Wie es bei Pique Macho der Fall ist.

In Bolivien macht man die Pommes übrigens immer frisch.

Pique Macho

Und das braucht ihr für Pique Macho:

700 g Rindfleisch
3 Fleischwürste
4 große Zwiebeln
4 große Tomaten
4 rote Paprika (in Bolivien nimmt man die sogenannten “locotos”)
3 Chilischoten
2 Knoblauchzehen
1 Bund Petersilie
1 El Kümmel
1 El Oregano
ca. 300 g Kartoffeln für die Pommes
Öl
Salz
Pfeffer

Zunächst den Knoblauch fein hacken und zusammen mit Salz, Pfeffer, Oregano und Kümmel in etwas Öl einrühren. Das Rindfleisch würfeln und mit der Knoblauch-Öl-Marinade bestreichen. Circa zwei Stunden ziehen lassen.    [...mehr]


Autor: Nina

Wohl keine andere Stadt Südamerikas hat dieses besondere Flair wie Sucre. Die heitere Gelassenheit der 240.000 Bewohner steckt jeden Besucher sofort an und man kann sich ihr zwischen den alten, weißen Häusern ganz hingeben.

Ohne Übertreibung kann man Sucre in Bolivien als eine der schönsten Städte Südamerikas bezeichnen. Ihre Häuser sind noch aus der Zeit der spanischen Eroberer erhalten und so schwebt man hier stets zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Geschichte Sucres ist eng mit dem Schicksal des Kontinents verknüpft, denn zunächst war sie verschwenderischer Dreh- und Angelpunkt für die Gier der Spanier nach Silber und dann war sie das Zentrum der Unabhängigkeitskämpfe Simón Bolívars.

Früher hieß Sucre La Plata, was Silber auf spanisch bedeutet, denn im nahe gelegenen Potosí befanden sich die größten Silberminen der Welt und Sucre diente als Sitz all jener, die neben Potosí selbst von dem Reichtum profitierten. Diese Spanier statteten Sucre mit allem nur erdenklichen Luxus aus, was man noch heute anhand der Bauten sehen kann.    [...mehr]


Autor: Nina

Llajua Sauce ist eine der beliebtesten Saucen in Bolivien. Sie ist einfach und schnell gemacht und haut einen geschmacklich fast um - im positiven Sinne. ;-)

In Bolivien isst man die Llajua zu Fisch, Fleisch oder als Einlage in Suppen. Um den Originalgeschmack zu bekommen sollte man sich kräutertechnisch an den bolivianischen Originalen orientieren. Man kann aber auch ohne Probleme das deutsche Pendant verwenden…

Die einzigen Kräuter, die hier nicht so ganz alltäglich sind, sind der bolivianische Koriander und die Hemmingway-Minze. Den Koriander findet man in fast jedem Gartencenter, jedoch die Hemmingway-Minze, in Bolivien Wakataya genannt, muss man schon online bestellen. Sie ist die Original-Minze für den Mojito. Cocktail-Liebhaber können mit einer Bestellung also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. :D

Hier nun das Rezept für die Llajua Sauce:

  • 8 mittelgroße Tomaten
  • 4 rote Chilischoten
  • 3 grüne Chilischoten
  • 1 kleine Zwiebel
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1/4 Bund Petersilie
  • eine Hand voll bolivianischen Koriander
  • eine Hand voll Hemmingway-Minze
  • Salz

Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Tomaten und die Chilischoten entkernen und ebenfalls klein schneiden. Wer es besonders scharf mag, kann ruhig ein paar Kerne nach Belieben in den Chilis lassen.

Nun alle Zutaten in einem Mörser zerstoßen. Man kann zur Not auch einen Mixer nehmen, dabei aber unbedingt darauf achten, die Sauce nicht zu pürieren. Sie soll schön stückig bleiben. Und das wars schon!

Lasst euch den scharfen Hauch Boliviens schmecken!

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Autor: Nina

Die alten Inka regen seit eh und je die Fantasie gerade von uns Europäern an, denn immer noch ist ihre Kultur geheimnisvoll und birgt so manches Rätsel. Wer sich selbst einmal ein Bild machen oder vielleicht seinem eigenen Forscherdrang nachgehen möchte, ist in Samaipata in Bolivien genau richtig.

Die Kleinstadt Samaipata im Departamento Santa Cruz ist für viele Bolivianer ein beliebtes Urlaubsziel: hier ist das Klima viel milder als im heißen Tiefland. Der Ort liegt fast 2.000 m über dem Meeresspiegel an den östlichen Ausläufern der Anden.

Die Besucher aus dem Ausland sind jedoch meist an etwas ganz anderem interessiert: El Fuerte de Samaipata, eine Ruinenstätte der Inka. Sie gehört zu den wohl geheimnisvollsten Überbleibseln dieser einst prächtigen Kultur, denn bis heute streiten sich die Wissenschaftler um ihren Zweck.    [...mehr]


Autor: Nina

Ein Gericht, das in Bolivien sehr häufig und gerne gegessen wird, ist Pastell Camba, besonders in Santa Cruz, da von dort das spezielle Brot herkommt, mit dem es traditionell serviert wird.

Dieses nennt sich Hojas de trigo. Es wird normalerweise im Steinofen oder auf runden Blechen über der Glut gebacken. Wenn ihr versuchen wollt, es selbst zu machen, geht zur Not auch der normale Ofen, dann wird das Brot allerdings nicht so knusprig. Und solltet ihr kein Hojas de trigo hinbekommen, schmeckt Pastell Camba natürlich auch mit normalem Knäckebrot oder Fladenbrot.

Pastell Camba würde ich hier als ideales Sommergericht empfehlen, denn es ist relativ leicht und sehr saftig.

Und das braucht ihr dazu:

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Autor: Nina

Gestern wurde in einer Volksabstimmung in Bolivien über die neue Verfassung des Landes abgestimmt. Wie von Experten erwartet wurde sie mit einer fast 60%-igen Mehrheit angenommen. Doch die Zukunft des Landes ist immer noch ungewiss.

Präsident Evo Morales, selbst vom Volk der Aymara, hat mit der neuen Verfassung die lange Zeit der Diskriminierung der indigenen Völker offiziell beendet. Nach ersten Schätzungen stimmten 57% der Bevölkerung für die Erneuerung. Damit sind die Indigenas (etwa 70% der bolivianischen Bevölkerung!!!) endlich gleichgestellt und die Sprachen Aymara und Quechua haben dasselbe Gewicht wie das Spanische.

Doch solche Veränderungen gehen leider nicht von heute auf morgen, denn die Diskriminierung und Unterordnung bestimmter Bevölkerungsgruppen sitzt tief in den Köpfen der weißen (nur 15%!!!) Bevölkerung. So haben dann auch die vornehmlich weißen und auch reichen Provinzen gegen die neue Verfassung gestimmt.

Es ist wirklich traurig, dass nach so vielen Jahren des Zusammenlebens immer noch kein Zusammenkommen erreicht werden kann. Und so wird das Land wohl erst einmal gespalten bleiben.

Morales möchte außerdem die reichen, weißen Regionen, die mit ihrem Autonomieversuch gescheitert sind, entmachten und deren Vermögen mit den ärmeren Provinzen der Indigenas teilen. Da haben erstere natürlich was dagegen. Von wegen teilen… Am komischsten ist aber, dass genau diese Bonzen, die auf ihrem Vermögen hocken, am meisten die Flagge des Patriotismus und des Nationalstolzes vor sich her tragen. Blöd nur, dass es in jedem Land auch Arme gibt und, dass die dann auch noch so viele sind… Ein Phänomen, das man in vielen anderen Ländern auch beobachten kann.

Nun liegt es am Geschick von Evo Morales das Land wieder zu einen und ALLE Bolivianer zu einem Dialog zu bringen, bevor sich der Konflikt zu einem Bürgerkrieg entwickelt.

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Autor: Nina

Ahogado ist typisch bolivianisch. Diese scharfe Soße wird gerne zu allen möglichen Fleischgerichten oder auch in diversen Suppen gegessen. Man kann sie heiß oder auch kalt servieren.

Hier also das Rezept wie ihr Ahogado aus Bolivien ganz leicht selbst machen könnt.

Das braucht ihr dafür:

  • 4 rote getrocknete Chilischoten (möglichst scharf)
  • 1 gr. Zwiebel
  • 1 Dose Tomaten
  • 1/2 Tasse Wasser
  • 1/2 Tl Kümmel
  • Salz
  • Pfeffer

Zunächst die Chilischoten im Wasser aufweichen. Wer es weniger scharf mag, schneidet die Chilis noch auf und entnimmt die Körner zusammen mit den weißen Teilen. Wer eine ordentliche Portion Schärfe vertragen kann, der lässt die Chilis ganz.

Nun püriert man die Chilis mit dem Wasser für ca. zwei bis drei Minuten. Anschießend die Zwiebel klein schneiden und zusammen mit dem Chiliwasser und den Tomaten in einem Topf zugedeckt ca. 20 Minuten vor sich hin köcheln lassen. Die Soße wird nun immer dunkler.

Fünf Minuten vor Ende die restlichen Gewürze mit dazu geben. V.a. den Kümmel, denn der macht den besonderen Geschmack aus. Fertig!

Lasst euch das scharfe Erlebnis schmecken! ;-)

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Autor: Nina

Am Sonntag, den 25. Januar, ist es endlich soweit: Die Abstimmung über die vieldiskutierte Verfassung in Bolivien findet nach langem Hin und Her statt.

Bereits Evo Morales Vorgänger hat den Weg zur neuen Verfassung geebnet. Evo Morales muss sich nun dieser Herausforderung stellen. Und Bolivien hat eine neue Verfassung bitter nötig, denn die alte stammt aus dem Jahr 1967 und ist für das Selbstverständnis der Bolivianer total veraltet.

In ihr wird die kleine Elite des Landes gestärkt, die Indigenas haben fast keine Recht bzw. keinen Platz und Staatsreligion ist dort der Katholizismus, obwohl andere Religionen eine gleichwertige Stellung im Land haben.    [...mehr]


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