» Amazonas

Autor: Nina

Fluss Amazonas © L.Marcio Ramalho

Fast kein anderes Gebiet auf der Welt steht so für Dschungel und Artenvielfalt wie das Amazonasbecken im nördlichen Teil Südamerikas. Die einen halten es für eine unerträgliche und wilde grüne Hölle. Andere wiederum lassen sich von der enormen Artenvielfalt dieses faszinierenden Ökosystems beeindrucken.

Hauptverkehrsweg des Amazonas: Wasser © AmetxaDas Amzonasbecken verdankt seinen Namen logischerweise dem Fluss Amazonas, der mit seinen über 100.000 Nebenflüssen das gesamte Gebiet speist. Er umfasst ein Fünftel des Süßwassers der Erde und ist somit das größte Flusssystem der Welt.

Durch diese enormen Wassermassen konnte der größte zusammenhängende Regenwald unseres Planeten entstehen. Das warm-feuchte tropische bis subtropische Klima mit Temperaturen von 20 bis 28°C und einer hohen Niederschlagsrate bietet die idealen Lebensbedingungen für eine unglaublich große Vielfalt an Tieren und Pflanzen.

Amazonas © GidsickiWohl über die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten der Erde kommen hier vor. Auf weniger Quadratkilometern gibt es mehr Pflanzenarten als in ganz Europa. Man schätzt, dass es im Amazonasbecken zwischen fünf bis zehn Millionen verschieden Arten gibt, davon an die 750.000 Insekten-, 40.000 Wirbeltier- und 250.000 Pflanzenarten. Und erst ein Bruchteil von ihnen ist erforscht oder gar entdeckt worden.

Das Gebiet des Amazonasbeckens zieht sich übrigens über neun südamerikanischen Staaten: Französisch-Guayana, Suriname, Guyana, Brasilien, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Bolivien und Peru, wobei zwei Drittel der Fläche in Brasilien liegen.

Amazonasbecken © GidsickiUnd dieses faszinierende Ökosystem, das so wichtig für das Weltklima ist, ist vom Aussterben bedroht. Um so mehr muss man sich für den Erhalt des Regenwaldes einsetzen. (dazu mehr in Teil 5…)

Viele Reiseveranstalter bieten unterschiedliche Möglichkeiten an, die einem einen Einblick in diese beeindruckende Welt geben können. Von Survivaltouren über Kreuzfahrten gibt es für jeden Geschmack etwas. Näheres unter zum Beispiel amazonasreisen.de.

Dieses grüne Paradies muss unbedingt erhalten bleiben!

…Fortsetzung folgt: Teil 2 - Bevölkerung… ;-)

mehr auch unter: einfach-sehenswert.de

[...mehr]


Autor: Nina

Obwohl sie Pfeilgiftfrösche heißen werden nur ganz wenige Arten für die Herstellung des Pfeilgiftes Curare verwendet. Trotzdem verdienen sie absolut die Bezeichnung giftig, da manche dieser Tierchen schon durch bloßes Berühren tödlich wirken.

Die bunten Frösche mit ihrem exotischen Aussehen werden auch Baumsteiger- oder Färberfrösche genannt und gehören zur Familie der Froschlurche. Weiterhin existieren von ihnen über zehn Gattungen, die wiederum in rund 160 verschiedene Arten unterteilt werden können.

Sie leben in den tropischen Regionen Süd- und Mittelamerikas. Einige findet man aber auch im Hochland Ecuadors. Einige Arten dieser tagaktiven Frösche stehen unter Artenschutz und der Handel mit ihnen ist stark reglementiert.

“Schrecklicher Pfeilgiftfrosch”Durch ihre Hautdrüsen scheiden sie Gifte aus, die je nach Art tödlich sein können. Das Gift schützt sie vor Fressfeinden und wehrt Mikroorganismen und Pilze auf der Haut ab. Bei manchen reicht das bloße Berühren schon um vergiftet zu werden, bei vielen ist es aber so, dass das Gift erst in die Blutbahn kommen muss und so das Nervensystems des Opfers lahmlegt. Letzteres ist in den meisten Fällen das Gift “Batrachotoxin”, das Muskel- und Atemlähmungen hervorruft. Schlimmstenfalls tritt selbst bei einem Menschen nach 20 Minuten der Tod ein.

Das Gift nehmen die Baumsteigerfrösche durch ihre Nahrung auf, giftige Beutetiere wie zum Beispiel giftige Ameisen, auf, weshalb auch ihre Toxizität in Gefangenschaft abnimmt.

“Blauer Pfeilgiftfrosch”Wie schon erwähnt haben sie ihren Namen Pfeilgiftfrösche erhalten, weil einige Amazonasvölker ihr Gift zur Jagd verwenden. Doch dies ist lediglich mit drei Arten aus der Gattung Blattsteiger möglich.

Ihr knalliges Aussehen soll übrigens ihren Feinden schon von weitem Ungenießbarkeit signalisieren.

Bei diesen faszinierenden Tieren kann man also mit Recht sagen, dass der Schein trügt! :-)

Weitere Infos zu Pfeilgiftfröschen und anderen gibts bei DendroBase.de…    [...mehr]


Autor: Nina

Indio beim Herstellen von CurarepfeilenIn jedem klischeebehafteten Hollywoodfilm sehen wir böse, blutrünstige Eingeborene ihre Opfer mit vergifteten Pfeilen aus Blasrohren abschießen. Auch wenn die Darstellung dieser Kulturen höchst unzutreffend ist, so ist doch eines wahr, die Jagd mit Pfeilgift. Und Curare ist vor allem bei den Amazonasvölkern das Beliebteste.

Curare ist der Oberbegriff für eine bestimmte Art von Gift. Es kann aus den Blättern und Rinden verschiedener südamerikanischer Lianenarten hergestellt werden. Daraus wird dann ein Extrakt gewonnen, das dann über Feuer eingedickt wird. Curare kann man aber auch aus bestimmten Fröschen (hierzu später mehr ;-) ) gewinnen.

Egal wie, es ist ein hochwirksames Nervengift, das die Reizübertragung von den Nerven auf die Muskeln unterbricht. Das so getroffene Tier stirbt innerhalb kürzester Zeit an Atemlähmung.

Lianenpflanze, aus der Curare gewonnen werden kannBei vielen Völkern darf Curare nur von einem bestimmten Heiler hergestellt werden, wobei das Rezept von Stamm zu Stamm unterschiedlich ist. Das fertige Gift wird dann auf kleine Pfeile gestrichen, die meist mit einem Blasrohr auf die Beute geschossen werden. Nach dem Antrocknen ritzen viele Völker noch eine Kerbe hinter die so präparierte Pfeilspitze, damit der Pfeil nach dem Treffer abbricht und nur die vergiftete Spitze stecken bleibt.
Da Curare nur wirkt, wenn es in die Blutbahn gelangt, ist der Verzehr der so getöteten Tiere absolut unbedenklich.

Auch die Europäer machten Experimente mit dem im 18. Jahrhundert mitgebrachten Pfeilgift und verwendeten es sogar eine Zeitlang erfolgreich als Muskelrelaxanz in der Medizin.

Es ist eine sehr typische und faszinierende Art zu Jagen, die dicht am Kreislauf der Natur bleibt.

[...mehr]


Autor: Nina

Regenwald am Amazonas

Das südamerikanische Amazonastiefland ist ungefähr so groß wie ganz Europa. Etwa 1,5 Millionen Menschen, die zu über vierhundert verschiedenen Naturvölkern mit unterschiedlichen Sprachen, Sitten und Gebräuche gehören, haben hier ihre Heimat. Ihre der Natur angepasste Lebensweise ermöglichte bis heute den Erhalt der riesigen Vielfalt an Pflanzen und Tieren des Amazonasgebietes.

Alter MannAmazonien ist das größte noch zusammenhängende Regenwaldgebiet der Erde und berührt zahlreiche Staaten Südamerikas. Die meisten Naturvölker des Amazonasgebietes leben von der Jagd, vom Fischfang und vom Sammeln von Waldfrüchten. Brandrodungsfeldbau und Gemüsegärten vervollständigen die Ernährung. Die begrenzten Ressourcen, die der Regenwald bietet, lassen nur kleine Ansiedlungen zu, da große Gebiete zur Ernährung weniger benötigt werden. Die Bewohner des Regenwaldes verfügen über ein immenses Wissen über Bodenbeschaffenheiten, Pflanzen und Tiere und deren Zusammenhänge und auf der Basis dieses Wissens funktioniert ihre Land- und Waldwirtschaft, ohne Schäden zu verursachen.

Naturvolk am AmazonasFast überall ist das ursprüngliche Leben der Naturvölker Amazoniens heute jedoch bedroht durch das Vordringen der sogenannten Zivilisation. Durch das Gebiet der Yanomani im Regenwald Venezuelas wurde eine Autobahn gebaut, Erdölunternehmen auf der Suche nach neuen Ölquellen dringen in die Wälder ein, Goldsucher, Siedler, Viehzucht, Sojaanbau und Holzfäller sind eine allgegenwärtige Bedrohung für das Leben und die uralte Kultur der Naturvölker. Die Deni-Indianer kämpften 18 Jahre für eine Markierung ihres angestammten Territoriums. Nur eine staatliche Anerkennung der Grenzen bietet etwas Schutz vor der Rodung des Regenwaldes im Amazonas und kann den Einwohnern helfen.

Nur wenige Naturvölker im Amazonasgebiet leben heute noch in einem geschlossenen System in der Abgeschiedenheit des Regenwaldes. Und auch ihnen droht durch die Berührung mit der fortschreitenden „Zivilisation“ der Verlust ihres Lebensraumes und ihrer Kultur. Nicht nur die Zerstörung des Regenwaldes muss, von den klimatischen Gründen einmal abgesehen, deshalb dringend gestoppt werden. Auch Expeditionen zu den wenigen noch von der Zivilisation unberührten indigenen Völkern sollten unbedingt eingestellt werden, auch wenn die Berichterstattung über ihre Lebensweise noch so interessant und populär ist.    [...mehr]


Seite 4 von 4«1234