» Amazonas

Autor: Nina

In den letzten Beiträgen konnte ich euch hoffentlich einen Eindruck vermitteln wie riesig, faszinierend und wichtig das Amazonasbecken ist. Doch wie wir alle wissen ist dieses gewaltige und für unseren Planeten lebenswichtige Ökosystem in Gefahr.

Und die Hauptbedrohung ist mal wieder, wie könnte es auch anders sein, der Mensch. Ein Problem stellen zunächst mal die Kleinbauern dar, die entlang des Amazonas leben. Brasilien ist ein teils sehr armes Land. Und wer in den Megacities keine Arbeit findet, geht häufig in den Urwald um dort mit Landwirtschaft sein Glück zu versuchen. Dafür roden sie riesige Flächen an Dschungel, denn in Brasilien wird nicht festgelegt, wem ein Stück Land im Amazonasbecken gehört.    [...mehr]


Autor: Nina

Sonnenuntergang am Amazonas © Francisco Chaves

Die riesigen Wassermassen des Amazonas haben schon immer die Menschen fasziniert. Doch, es wird schnell vergessen, dass der Fluss mit seinem umliegenden Ökosystem nicht nur wichtig für die Region ist, sondern für das Klima des ganzen Planeten.

Der Amazonas hat seinen Ursprung in den peruanischen Anden. Die drei Quellflüsse, die sich dann später zu dem gewaltigen Strom vereinigen, heißen Huallaga, Maranón und Ucayali, wobei der 1.600 km lange Maranón der wasserreichste der drei ist und der Ucayali mit einer Länge von insgesamt 2.670 km der längste der drei Quellflüsse ist.

Allein schon bei den Dimensionen dieser Flüsse wird einem dann die enorme größe des Amazonas selbst bewusst (nach neuesten Schätzungen 6.448 km Länge). Allein auf brasilianischem Gebiet misst er 3.106 km. In diesem Bereich nimmt der Amazonas dann nochmals 220 Nebenflüsse auf.

Amazonas © GidsickiAn der Grenze von Brasilien zu Peru heißt er kurz Rio Solimones um dann nach der Vereinigung mit dem Rio Negro bei Manaus wieder seinen ursprünglichen Namen anzunehmen. An dieser Stelle erreicht er dann auch mit 100 m seine tiefste Stelle.

Da im Amazonastiefland das Gefälle sehr niedrig ist, kommen zu den einzelnen Nebenflüssen noch einige natürliche Kanäle hinzu, die die Flussteile untereinander verbinden. Diese werden wie fast der ganze Amazonas befahren. Nicht nur für den Gütertransport, sondern auch für einen Großteil der Bevölkerung ist der Fluss die Hauptverkehrsader.

Abend am Amazonas © AmetxaDie meisten großen Städte sind zwar auch mit Linienflügen zu erreichen, aber diese sind für fast alle Bewohner zu teuer. Daher passieren ständig größere Linienschiffe bestimmte Strecken des Amazonas. Die meisten Leute bringen sich ihre eigenen Hängematten mit und schlafen dann an Deck. Nur zu den Regenzeiten sind einige Straßen leider unpassierbar.

Und auch ein anderes Naturphänomen blockiert den Verkehr auf dem Fluss und ist bei den Bewohnern wegen seiner großen Zerstörungskraft gefürchtet, der Pororoca. Bei Voll- und Neumond im Februar und März rollt bei Einsetzen der Flut eine bis zu vier Meter hohe Gezeitenwelle vom Atlantik her mehrere Kilometer flussaufwärts. Hassen die Bewohner logischerweise das Schauspiel, lockt es auf der anderen Seite makaberer Weise Surfer aus allen Teile der Erde an.

Den Amazonas kann man ohne Übertreibung als wahrlich gigantisch bezeichnen.

…Fortsetzung folgt im 5. und letzten Teil: Abholzung und Umweltbelastung…    [...mehr]


Autor: Nina

Jeder hat schon einmal vom Humanisten Wilhelm von Humboldt gehört, doch auch sein Bruder Alexander ist zu großem Ruhm gelangt. Hat Wilhelm sich eher im Bereich der Philosophie und Kultur einen Namen gemacht, so hat sich Alexander den Naturwissenschaften verschrieben. Sein größter und gewagtester Geniestreich war wohl die Erkundung und Vermessung Südamerikas.

Alexander von Humboldt300 Jahre nach Columbus ist Alexander von Humboldt wohl der erste Europäer, der Südamerika friedlich und ohne finanzielle Hintergedanken entdecken will. Dank seinem diplomatischen Geschick gelingt es ihm, von der spanischen Regierung ungeschränkten Zugang zu allen Orten zu erhalten, eine Art Freibirief.

Zusammen mit seinem Gefährten Aimé Bonpland reist Humboldt bepackt mit unzähligen Messinstrumenten fünf Jahre durch Mittel- und Südamerika. Dabei legen die beiden eine Strecke von fast 3000 km zurück. Doch Humboldt wird von einem solchen Wissensdrang getrieben, dass er die größten Wagnisse eingeht nur um das Land zu vermessen und seine Forschungen anzustellen. Dieser Mann wollte niemanden unterwerfen und keine Macht gewinnen. Er wollte die Erde kennenlernen und zwar ganzheitlich und nicht nur ein kleines Teilgebiet. Öffentlich spricht er sich gegen die Sklaverei aus und bezeichnet diese als”größtes Übel der Menschheit”.

In einem kleinen Boot, ein ausgehöhlter Baumstamm mit einer Länge von 13 m und einer Breite von gerademal 1 m, bereisen Bonpland und er zunächst den Orinoco und den Rio Negro in gesellschaft von Schlangen, Moskitos und Krokodilen. In diesem Boot führen sie etliche wissenschaftliche Instrumente und Messgeräte mit sich, besonders die großen behindern die Bewegungsfreiheit. Und zusätzlich nimmt Humboldt noch zu Forschungszwecken Vögel und Affen in Käfigen mit.

So erkunden sie etliche Kilometer Flussweg und finden zum Beispiel heraus, dass es, entgegen der Lehrmeinung, eine Verbindung zwischen Orinoco und Amazonas gibt. Zweimal kentert das Boot und Humboldt, der nicht schwimmen kann, entrinnt nur knapp dem Tod. Zu allem Übel erkrankt Bonpland auch noch an Tropenfieber. Doch die zwei forschen unbeirrt weiter.

Nach einer schier endlosen Tour durch den Urwald geht es nun durch die Anden, wo Berge bestiegen werden, Vulkane erforscht werden und Höhlen vermessen.

Nach fünf Jahren haben sie unzählige wissenschaftliche Daten und Proben gesammelt, bisher unbekannte Landstriche kartographiert, noch unbekannte Kulturen friedlich und auf Distanz erforscht, neue Pflanzen und Tiere entdeckt und Südamerika der westlichen Welt etwas näher gebracht.

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Autor: Nina

Tukan © laszlo-photo

Man nimmt an, dass rund ein Viertel der Tier- und Pflanzenarten der Welt ihr Zuhause im Amazonasbecken hat. Hier herrscht eine unvorstellbar große Artenvielfalt, von der man vermutet, dass bisher nur ein kleiner Teil erforscht ist. Doch auch hier hat der Mensch natürlich seine Finger im Spiel. Viele Arten sind vom Aussterben bedroht.

Einige dieser Arten werden wir höchstwahrscheinlich nie kennenlernen, da sie ausgerottet sind, bevor wir sie überhaupt entdecken konnten. Man nimmt zum Beispiel an, dass rund 100 Affenarten, die wir noch nicht kennen, bereits vom Erdball verschwunden sind.

Schmetterlingart © Denise MayumiWir kennen gerade mal 1,4 Mio. dieser Tierarten. Schätzungen gehen allerdings von einer tatsächlichen Existenz von 10 bis 200 Mio. Arten aus. Ein berühmter Naturforscher lief nur eine Stunde durch Amazonien und sammelte dabei rund 700 Schmetterlinge. Kein Einziger glich einem Anderen!

Die Tiere des Regenwalds nehmen Teils die seltsamsten Formen an, da erstens der Waldboden sehr dunkel ist und so wenig Nahrung bietet, und zweitens aufgrund des vielen Wassers. Weite Teile sind Flusslandschaft oder Überschwemmungsgebiet. So können eigentlich fast alle Urwaldbewohner und es gibt im Verhältnis nur wenige Landbewohner wie der Tapir, der Ameisenbär oder Jäger wie der Jaguar. Offiziell gibt es hier über 2000 Fischarten. Das sind mehr als in allen Flüssen der Welt zusammen.

Das meiste Leben spielt sich also zudem in den Wipfeln der hohen Bäume ab. Viele dieser Bewohner sehen so gut wie nie den Boden, wie das Faultier oder diverse Affenarten. Sie sind optimal auf das Leben in der Höhe angepasst, haben zum Beispiel einen Greifschwanz.

Affenart “Micro Macro” © laszlo-photoAus genannten Gründen ist es auch sehr schwer überhaupt hier Tiere zu beobachten, wer das erste Mal im Dschungel ist, wird ziemlich enttäuscht sein. Denn hinzu kommt auch noch, dass fast alle Tiere sehr klein sind und rund zwei Drittel von ihnen sind auch noch nachtaktiv.

Und auch die Vegetation des Dschungels könnte nicht unterschiedlicher sein. Von ein paar Savannen über Sumpf- und Mangrovenwälder bis hin zu Berg- und Trockenwäldern ist fast alles vertreten. Allein 25.000 Orchideenarten findet man hier in Amazonien.

Zu diesem Thema könnte man noch tausend Dinge erzählen. Wer mehr über die faszinierende Welt wissen möchte, kann sich beispielsweise bei amzonas.de mehr Infos holen.

…Fortsetzung folgt: Teil 4 - Der Fluss…    [...mehr]


Autor: Nina

Die Bevölkerung des Amazonasbeckens hat mehr und mehr mit Konflikten zu kämpfen. Ihr Land ist von Vernichtung und Rodung stark bedroht. Wobei dies nicht nur den sogenannten Naturvölkern so geht, sondern auch den etlichen Kleinbauern.

In der Region um den Amazonas leben über 22 Millionen Menschen, davon sind nur noch ein kleiner Teil indigene Völker. Allein in Brasilien lebten vor ein paar Jahren noch zwei Millionen Indios, so sind es heute mittlerweile nur noch 325.000. Diese Verbleibenden unterteilen sich nochmal in 150 verschiedene Völker, die alle unterschiedliche Sprachen sprechen.

Diese leiden vor allem an der Zerstörung der Natur und der Abholzung des Regenwaldes. Da ihre Kultur untrennbar mit der Natur verbunden ist, raubt man ihnen so ihre Existenzgrundlage.

Indio © telinjectSie sind eigentlich Nomaden und betreiben eine Art von Wanderfeldbau, d.h. sie verlassen nach ein paar Jahren ihre Felder wieder um woanders ihre Hauptnahrungsmittel wie Früchte oder Maniok anzubauen. Die verlassene Gegend wird nach einiger Zeit wieder zu Urwald. Ansonsten ernähren sie sich von der Jagd oder dem Fischfang. So bilden sie eine perfekte Einheit von Mensch und Natur.

In den letzten Jahrzehnten brachten meist westliche Goldsucher und Siedler neue Krankheiten mit in die Gebiete der indigenen Völker. Epidemien wie der Grippe oder der Tuberkulose waren und sind sie schutzlos ausgeliefert.

Doch auch unter den restlichen Bewohnern Amazoniens haben sich riesige Konflikte entwickelt.

Während des Kautschukbooms um 1900 herum, kamen die sogenannten Ribeirinhos, die Uferbewohner, in die Gegend um den Amazonas um dort vom Kautschukanbau zu leben. Später kamen Siedler hinzu, die von der Regierung zur Erschließung der Region Grundstücke zum Ackerbau zugewiesen bekommen hatten. Diese Farmer und Viehzüchter roden riesige Flächen Dschungel um neue Anbauflächen zu erschließen.

So entziehen sie aber allen Kleinbauern, die mit den Pflanzen des Dschungels, also beispielsweise Kautschuk oder Früchten, ihr täglich Brot verdienen, die nach und nach die Lebensgrundlage.

Infolgedessen entwickelten sich große Spannungen, die auch noch durch die westliche Abholzungs- und Weidepolitik stark geschührt werden.

Das Amazonasbecken wird also nach und nach zu einer bedrohten Region. Nicht nur für die Tiere und Planzen, sondern auch für den Menschen.

… Fortsetzung folgt: Teil 3 - Tiere und Pflanzen…    [...mehr]


Autor: Nina

Jaguar © Glen Bowman

Seit jeher fasziniert der Jaguar die Menschen Südamerikas. Bei vielen indigenen Völkern taucht er in Fabeln oder sogar als Gottheit auf. Doch, was macht dieses Tier so besonders?

In der Religion der Maya hatte der Jaguar schon immer eine wichtige Rolle. Der Gott der Unterwelt kam beispielsweise in der Gestalt dieses Tieres daher. In einigen Maya-Traditionen ist das Wort Jaguar eine Art Titel für Prinz, Prinzessin oder Herrscher. Nur den Königen der Maya war es vorbehalten sich mit Jaguarfellen zu schmücken und unzählige Adelsfamilien machten das stolze Tier zu einem Bestandteil ihres Namens.

Jaguar © Beige AlertBei den Azteken war die oberste Kriegerkaste in Jaguarfelle gehüllt, die sogenannten Jaguar-Krieger.

Wie kein anderes Tier in Südamerika verkörpert der Jaguar Anmut und Stolz. Er gilt als der perfekte Jäger, leise und blitzschnell.

Jaguare sind sogenannte Anschleichjäger, d.h. sie pirschen sich fast unbemerkt an ihre Beute, meist Hirsche, Tapire, Gürteltiere oder Fische, heran um dann gezielt und plötzlich zuzuschlagen.

Nach dem Tiger und dem Löwen ist der Jaguar die drittgrößte Raubkatze der Erde. Sie kommen vor allem im Dschungel des Amazonas vor, aber auch an dessen Rand und in Savannen, von Mexiko bis Argentinien. Er liebt Landstriche, die ausreichend bewaldet sind und so unzählige Versteckmöglichkeiten bieten, wobei Buschland oder hohes Gras in manchen Gegenden auch ausreichen.

Jaguar © russeljsmithSeine Kopfrumpflänge beträgt 150 bis sogar 180 cm, wozu noch ein 40-70 cm langer Schwanz kommt. Ein besonderes Merkmal des Jaguars sind die schwarzen Ringflecken, die kleinere Tupfen umschließen. Manchmal kann es passieren, dass das Fell gänzlich schwarz ist. Diese Tiere werden dann, wie auch beim Leopard, als schwarze Panther bezeichnet.

Durch die Abholzung des Regenwaldes wird der natürliche Lebensraum dieser Tier immer mehr zerstört. Allein in den letzten Jahren, hat sich dieser um 50% verringert. Auch die Menschen breiten sich in diesen Gebieten immer weiter aus, wo sie den Jaguar als Viehräuber jagen. Und obwohl der Fellhandel durch das Washingtoner Artenschutz-Abkommen stark eingeschränkt wurde, erzielen ihre Felle immer noch hohe Preise auf dem Schwarzmarkt. Noch gehört der Jaguar zwar noch nciht zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten, doch bei dieser Entwicklung ist dies nur eine Frage der Zeit.

Man muss alles dafür tun, dass dieses faszinierende Tier, das unzählige Kulturen inspiriert hat und auch heute noch ein wichtiger Bestandteil des Dschungels ist, erhalten bleibt.

Wer mehr über Raubkatzen wissen möchte, findet einen interessanten Überblick bei jaguare.de…    [...mehr]


Autor: Nina

Parintins © leituras favre

Der Karneval in Brasilien ist weltweit berühmt. Doch es gibt ein weiteres Folklorefestival, das bei vielen Brasilianern, besonders im Amazonasgebiet, noch beliebter ist: Das Festival von Parintins.

Parintins ist ein die meiste Zeit des Jahres ein beschauliches kleines Städtchen auf der rechten Uferseite des Amazonas gelegen, rund 420 km Flussweg von Manaus entfernt.

Festival von Parintins © obaobaDoch einmal im Jahr in der Zeit vom 23. bis zum 30. Juni verwandelt sich Parintins in einen feierwütigen Hexenkessel. Das ganze Jahr über haben sich die Bewohner auf ihr Festival vorbereitet. Dann tanzen Menschen durch die Straßen und sind so laut und lebensfroh wie es eben nur Brasilianer sein können.

Das Festival geht auf indianische Mythen und Riten zurück. Die ersten Tage wird in prächtigen Kostümen getanzt und gefeiert. Doch alles geht auf das große Finale des Festes zu, ein Showwettstreit, der sich an Kreativität und Farbenpracht ständig selbst übertrifft.

Es treten hier zwei Gruppen im Kampf um die beste Performance an, Garantido und Caprichoso. Zu welcher Partei man gehört ist in Parintins eine Ehrensache und man zeigt es auch durch das tragen der entsprechenden Farbe - rot tragen die Garantidos und blau die Caprichosos.

Jede Gruppe hat das ganze Jahr über fieberhaft an ihrem Auftritt gearbeit. Sie haben bunte und fantasievolle Kostüme gebastelt und riesige Puppen, die auf Sagen und Geschichten der Region Bezug nehmen, gebaut.

Große Schlange © dobrazilIn den letzten drei Tagen tanzen über 10.000 Darsteller zu ohrenbetäubender Musik in einem riesigen, eigens dafür gebauten, Stadion,dem “Bumbodromo”, zu den Rufen und dem lauten Jubel des Publikums. Legenden, wie die der “Großen Schlange”, werden dargestellt und gefeiert.

Doch der Höhepunkt ist die Ankunft des Boi (des Ochsen), die mit feuerwerkssalven angekündigt wird. Hier zeigt sich nun welche Gruppe die Legende vom “Tod des Ochsen” am besten darstellen kann. Die Zuschauer feuern lauthals ihre Seite an.

“Mae Caterina” ist schwanger und hat wahnsinnige Lust auf Ochsenzunge. Ihr Mann tötet ihr zuliebe den Lieblingsochsen seines Herren. Doch dieser entdeckt die Tat und lässt den werdenden Vater in Ketten legen. Ein Pater und ein Medizinmann befreien ihn und beleben den Ochsen wieder.

Die Gruppe, die nun mit ihrer Darstellung das Stadion am meisten zum Kochen gebracht hat, ist der Sieger des Festivals und ein Jahr lang der Stolz der Stadt.

So viel Lebensfreude und Enthusiasmus kann man, glaube ich, nur in Südanerika erleben. Das Festival von Parintins ist ein unvergessliches und mitreißendes Erlebnis, das man am besten mit eigenen Augen sehen muss.

Reiseveranstalter wie brasilien.de bieten inzwischen sogar Touren nach Parintins an.

Dies sollte man sich nach Möglichkeit nicht entgehen lassen…



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Autor: Nina

Fluss Amazonas © L.Marcio Ramalho

Fast kein anderes Gebiet auf der Welt steht so für Dschungel und Artenvielfalt wie das Amazonasbecken im nördlichen Teil Südamerikas. Die einen halten es für eine unerträgliche und wilde grüne Hölle. Andere wiederum lassen sich von der enormen Artenvielfalt dieses faszinierenden Ökosystems beeindrucken.

Hauptverkehrsweg des Amazonas: Wasser © AmetxaDas Amzonasbecken verdankt seinen Namen logischerweise dem Fluss Amazonas, der mit seinen über 100.000 Nebenflüssen das gesamte Gebiet speist. Er umfasst ein Fünftel des Süßwassers der Erde und ist somit das größte Flusssystem der Welt.

Durch diese enormen Wassermassen konnte der größte zusammenhängende Regenwald unseres Planeten entstehen. Das warm-feuchte tropische bis subtropische Klima mit Temperaturen von 20 bis 28°C und einer hohen Niederschlagsrate bietet die idealen Lebensbedingungen für eine unglaublich große Vielfalt an Tieren und Pflanzen.

Amazonas © GidsickiWohl über die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten der Erde kommen hier vor. Auf weniger Quadratkilometern gibt es mehr Pflanzenarten als in ganz Europa. Man schätzt, dass es im Amazonasbecken zwischen fünf bis zehn Millionen verschieden Arten gibt, davon an die 750.000 Insekten-, 40.000 Wirbeltier- und 250.000 Pflanzenarten. Und erst ein Bruchteil von ihnen ist erforscht oder gar entdeckt worden.

Das Gebiet des Amazonasbeckens zieht sich übrigens über neun südamerikanischen Staaten: Französisch-Guayana, Suriname, Guyana, Brasilien, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Bolivien und Peru, wobei zwei Drittel der Fläche in Brasilien liegen.

Amazonasbecken © GidsickiUnd dieses faszinierende Ökosystem, das so wichtig für das Weltklima ist, ist vom Aussterben bedroht. Um so mehr muss man sich für den Erhalt des Regenwaldes einsetzen. (dazu mehr in Teil 5…)

Viele Reiseveranstalter bieten unterschiedliche Möglichkeiten an, die einem einen Einblick in diese beeindruckende Welt geben können. Von Survivaltouren über Kreuzfahrten gibt es für jeden Geschmack etwas. Näheres unter zum Beispiel amazonasreisen.de.

Dieses grüne Paradies muss unbedingt erhalten bleiben!

…Fortsetzung folgt: Teil 2 - Bevölkerung… ;-)

mehr auch unter: einfach-sehenswert.de

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Autor: Nina

Obwohl sie Pfeilgiftfrösche heißen werden nur ganz wenige Arten für die Herstellung des Pfeilgiftes Curare verwendet. Trotzdem verdienen sie absolut die Bezeichnung giftig, da manche dieser Tierchen schon durch bloßes Berühren tödlich wirken.

Die bunten Frösche mit ihrem exotischen Aussehen werden auch Baumsteiger- oder Färberfrösche genannt und gehören zur Familie der Froschlurche. Weiterhin existieren von ihnen über zehn Gattungen, die wiederum in rund 160 verschiedene Arten unterteilt werden können.

Sie leben in den tropischen Regionen Süd- und Mittelamerikas. Einige findet man aber auch im Hochland Ecuadors. Einige Arten dieser tagaktiven Frösche stehen unter Artenschutz und der Handel mit ihnen ist stark reglementiert.

“Schrecklicher Pfeilgiftfrosch”Durch ihre Hautdrüsen scheiden sie Gifte aus, die je nach Art tödlich sein können. Das Gift schützt sie vor Fressfeinden und wehrt Mikroorganismen und Pilze auf der Haut ab. Bei manchen reicht das bloße Berühren schon um vergiftet zu werden, bei vielen ist es aber so, dass das Gift erst in die Blutbahn kommen muss und so das Nervensystems des Opfers lahmlegt. Letzteres ist in den meisten Fällen das Gift “Batrachotoxin”, das Muskel- und Atemlähmungen hervorruft. Schlimmstenfalls tritt selbst bei einem Menschen nach 20 Minuten der Tod ein.

Das Gift nehmen die Baumsteigerfrösche durch ihre Nahrung auf, giftige Beutetiere wie zum Beispiel giftige Ameisen, auf, weshalb auch ihre Toxizität in Gefangenschaft abnimmt.

“Blauer Pfeilgiftfrosch”Wie schon erwähnt haben sie ihren Namen Pfeilgiftfrösche erhalten, weil einige Amazonasvölker ihr Gift zur Jagd verwenden. Doch dies ist lediglich mit drei Arten aus der Gattung Blattsteiger möglich.

Ihr knalliges Aussehen soll übrigens ihren Feinden schon von weitem Ungenießbarkeit signalisieren.

Bei diesen faszinierenden Tieren kann man also mit Recht sagen, dass der Schein trügt! :-)

Weitere Infos zu Pfeilgiftfröschen und anderen gibts bei DendroBase.de…    [...mehr]


Autor: Nina

Indio beim Herstellen von CurarepfeilenIn jedem klischeebehafteten Hollywoodfilm sehen wir böse, blutrünstige Eingeborene ihre Opfer mit vergifteten Pfeilen aus Blasrohren abschießen. Auch wenn die Darstellung dieser Kulturen höchst unzutreffend ist, so ist doch eines wahr, die Jagd mit Pfeilgift. Und Curare ist vor allem bei den Amazonasvölkern das Beliebteste.

Curare ist der Oberbegriff für eine bestimmte Art von Gift. Es kann aus den Blättern und Rinden verschiedener südamerikanischer Lianenarten hergestellt werden. Daraus wird dann ein Extrakt gewonnen, das dann über Feuer eingedickt wird. Curare kann man aber auch aus bestimmten Fröschen (hierzu später mehr ;-) ) gewinnen.

Egal wie, es ist ein hochwirksames Nervengift, das die Reizübertragung von den Nerven auf die Muskeln unterbricht. Das so getroffene Tier stirbt innerhalb kürzester Zeit an Atemlähmung.

Lianenpflanze, aus der Curare gewonnen werden kannBei vielen Völkern darf Curare nur von einem bestimmten Heiler hergestellt werden, wobei das Rezept von Stamm zu Stamm unterschiedlich ist. Das fertige Gift wird dann auf kleine Pfeile gestrichen, die meist mit einem Blasrohr auf die Beute geschossen werden. Nach dem Antrocknen ritzen viele Völker noch eine Kerbe hinter die so präparierte Pfeilspitze, damit der Pfeil nach dem Treffer abbricht und nur die vergiftete Spitze stecken bleibt.
Da Curare nur wirkt, wenn es in die Blutbahn gelangt, ist der Verzehr der so getöteten Tiere absolut unbedenklich.

Auch die Europäer machten Experimente mit dem im 18. Jahrhundert mitgebrachten Pfeilgift und verwendeten es sogar eine Zeitlang erfolgreich als Muskelrelaxanz in der Medizin.

Es ist eine sehr typische und faszinierende Art zu Jagen, die dicht am Kreislauf der Natur bleibt.

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