Es ist die weltweit größte Anklage einer Bevölkerungsgruppe gegen einen multinationalen Konzern: Über 30.000 Menschen der indigenen Stämme der Cofanes, Secoyas und Sionas, die im Amazonasbecken leben, haben Chevron, ehemals Texaco, vor Gericht gebracht.
Hat David gegen Goliath eine Chance? Das fragt sich auch der US-amerikanische Regisseur Joe Berlinger und hat die engagierten Leute von “Chevron Toxico” ein Jahr lang begleitet. Heraus kam der Film “Crude”, der nun nach und nach auf einigen Festivals anläuft.
“Chevron Toxico” wurde gegründet um dem US-Multi-Chevron entgegentreten zu können, denn anders haben die über 30.000 Bewohner des Amazonasgebiets in Ecuadorkeine Überlebenschance. Nicht nur, dass Chevron die Menschen dort ausbeutet, sie zu Hungerlöhnen die gefährlichste Arbeit verrichten lässt. Nein, der Öl-Konzern leitet auch die Abwässer seiner Fabriken direkt in die Ströme des Amazonas. Sie verseuchen damit das Trinkwasser der Menschen. Kinder baden in den verseuchten Flüssen und Frauen waschen die Wäsche darin.
Doch Chevron weigert sich die Bedingungen zu verbessern. Menschen und die gesamte Umwelt vegetieren in den von Chevron verseuchten Gebieten vor sich hin… Schon heute wird die Gegend als “Amazonas Tschernobyl” bezeichnet. [...mehr]
Harpyien waren in der Mythologie der alten Griechen schreckliche Monster mit dem Körper eines Greifvogel und dem Kopf und den Armen einer Frau. In den Sagen stahlen sie Kinder und dringend benötigte Lebensmittel. Ein Stückchen dieses Mythos hat überlebt und so ist es nicht verwunderlich, dass einer der größten und stärksten Greifvögel des Regenwalds nach diesen Dämonen benannt ist: die Harpyie.
Ja, diese Vögel können schon etwas furchterregendes haben, denn sie gehören zu den größten Greifvögeln der Welt und sind von der Physis her wohl die Stärksten überhaupt. Die Flügelspannweite dieser faszinierenden Tiere kann bis zu 2,50 m erreichen, bei einer Körperlänge von 80 bis 100 cm. Sie wiegen zwischen vier und neun Kilo, wobei die Männchen deutlich kleiner sind als die Weibchen. Ihre Klauen sind sehr lang (rund 7 cm) und extrem kräftig.
Das auffälligste Merkmal der Harpyien ist aber ihr breiter Federschopf am Hinterkopf. Im normalen Zustand liegt dieser am Kopf an, doch ist der Vogel erregt, ist zum Beispiel ein Opfer in Sicht oder wittert er eine Bedrohung, so richten sich diese Federn auf und verleihen ihm ein grimmiges Aussehen. [...mehr]
Besonders in den letzten Jahren hat auch hierzulande die Beliebtheit von Reptilien als Haustiere zugenommen. Eines der beliebtesten unter ihnen ist der Grüne Leguan, der vor allem in Mittel- und Südamerika zuhause ist.
Der Grüne Leguan, Fachbezeichnung Iguana iguana, erreicht gewöhnlich eine Kopf- Rumpflänge von ca. 45 cm, doch mit seinem sehr langen Schwanz, der vor allem zur Verteidigung dient, kann er dann schonmal eine Länge von 2 m erreichen. Besonders bei den Männchen macht der Schwanz zwei Drittel der gesamten Körperlänge aus.
Der Amazonas bricht immer wieder alle Rekorde. In seinen gewaltigen Wassermassen findet man eine immense Artenvielfalt an Fischen, die selbst die gesamte Anzahl an Fischarten im Atlantik übersteigt. Einer der berühmtesten und wohl auch berüchtigsten Bewohner ist der Piranha.
Man nimmt an, dass im Amazonas über 5.000 verschiedene Arten von Fischen leben, von denen man mit viel Glück gerade mal 2.000 bis 3.000 kennt. Nicht einmal die Ureinwohner wissen über das volle Leben in den Gewässern bescheid. Und so ist es auch kein Wunder, dass es über etliche Lebewesen viele Legenden gibt. So auch zum Piranha. [...mehr]
Wenn man an die Tiere des tropischen Dschungels am Amazonas denkt, wird wohl jedem ziemlich schnell der Tukan einfallen. Dieser prächtige, bunte Vogel verkörpert wohl wie kein anderes Tier die Exotik des Regenwaldes.
Da sie in allen möglichen Formen und Höhen des Waldes, von tropischen Regenwäldern des Tieflandes bis hin zu Bergregenwäldern, vorkommen, gibt es rund 41 verschiedene Arten. Meist findet man sie nur schwer, da sie sich am liebsten in den hohen Baumkronen aufhalten. Wohl das markanteste Merkmal eines jeden Tukans ist sein im Verhältnis zum Körper ziemlich großer Schnabel. Meist ist er auch noch eine bunte Ergänzung zum teils ohnehin schon farbenprächtigen Federkleid der Vögel. [...mehr]
Açai sieht man im Amazonasgebiet und vor allem in Brasilien im Bundesstaat Pará auf fast jedem Markt. Kein Wunder denn die Açai sind eine der Haupteinnahmequellen der ländlichen Bevölkerung und in den letzten Jahren auch aus der Küche nicht mehr wegzudenken.
Açai sind kleine purpurrote bis fast schwarze Beeren, die an hohen Palmen, den sogenannten Kohlpalmen, im tropischen Amazonasbecken wachsen. Die Kohlpalme kann bis zu 25 m hoch werden und dies in einer sehr raschen Zeit. Eine einzelne Palme kann bis zu 6 km Früchte ausbilden, die rund 1 cm groß sind und im unreifen Zustand rot und im reifen fast schwarz sind. [...mehr]
Im Norden Brasiliens, direkt im Mündungsdelta des Amazonas gelegen, befindet sich die größte Flussinsel der Welt, die Ilha do Marajó. Mit einer Fläche von fast 50.000 km² übertrifft sie die Fläche der Schweiz. Rund 50.000 Menschen leben hier, meist indianischer Herkunft.
Schon vor 3.000 Jahren lebten hier Menschen, die Hochkultur der Marajoara. Diese wurden Mitte des 17. Jahrhunderts von portugiesischen Priestern unterworfen und mischten sich mit afrikanischen Sklaven, die die portugiesischen Einwanderer mitbrachten. Da sie unter sich viele unterschiedliche Dialekte sprechen, wurden sie lange Zeit für mehrere Völker gehalten, bis sich dann herausstellte, dass es eben nur verschiedene sprachliche Ausprägungen eines großen Volkes waren. [...mehr]
Delfine gibt es nur im Meer? Nein, es gibt ein paar wenige Arten, die im Süßwasser leben, die sogenannten Flussdelfine. Diese sind eigentlich keine Delfine, sondern Wale, aber sind ihren Namensvettern trotzdem sehr ähnlich. Eines der größten Verbreitungsgebiete dieser Säuger ist der Amazonas.
Mitten im bräunlich, trüben Wassers dieses gewaltigen Flusses kann man mit viel Glück hier und da plötzlich Farbflecken auftauchen sehen, denn die weitverbreitesten Amazonasdelfine, die sogenannten Botos, sind meist rosa. Als Jungtiere sind sie grau und werden dann mit zunehmendem Alter immer stärker rosa. Ihre Artverwandten, die sogenannten Sotalias, mit denen sie sich den Lebensraum teilen, sind die einzigen Flussdelfine, die auch echte Delfine sind, und besitzen meist eine weiße bis graue Färbung. [...mehr]
Ja, es stimmt, wie der Name bereits sagt, ernährt sich ein Ameisenbär auschließlich von Ameisen und Termiten. Und davon reichlich: Bis zu 35.000 Stück am Tag vertilgt ein einzelnes Tier. Nur in Gefangenschaft nehmen sie ab und zu von Menschen etwas Obst an.
Der Ameisenbär hat seinen Heimat in Süd- und Mittelamerika. Es gibt drei unterschiedliche Arten von Ameisenbären im Amazonasbecken und der nahen Savanne: Den Großen Ameisenbär ) bis zu 30 kg Körpergewicht), den Tamandua und den Zwergameisenbär (wiegt gerademal 280 g). Letztere leben ausschließlich auf Bäumen, die Tamanduas mögen sowohl die Wipfel der Bäume als auch den Boden. Nur der Große Ameisenbär lebt nur auf dem Boden und bevorzugt daher am liebsten Savannen. [...mehr]
Seit ihrer Entdeckung gelten Faultier als eher unbeliebte Lebewesen, was schon der deutsche Name zeigt. Doch die Tiere sind interessanter als man gemeinhin denkt.
Auch die Forscher waren sich lange Zeit uneins, wo man die Faultiere hinstecken soll, und was mit ihnen anzufangen ist. Heute weiß man, dass sie nicht zu den Affen gehören, sondern Verwandte des Ameisenbären und des Gürteltiers sind. Gemeinhin sind fünf Arten bekannt, die sich in die Familien der Zweifinger- und Dreifingerfaultiere unterteilen.
Wie der Name schon sagt, haben einige von ihnen vorne drei und manche eben nur zwei Finger mit zienlich langen und scharfen Krallen. An den Füßen haben alle Faultiere drei Zehen. Ihr Gesicht ist rund und die Augen liegen ziemlich weit auseinander, was ihnen irgendwie ein possierliches Aussehen verleiht. Aufgrund ihrer Zeichnung machen sie den Eindruck als würden sie immer lachen. Im Gegensatz zu anderen Säugetieren haben sie zwei Halwirbel mehr, also neun. Das ermöglicht ihnen ihren Kopf um bis zu 270° zu drehen.
Die meiste Zeit ihres Lebens hängen sie mit dem Rücken nach unten an irgendwelchen Bäumen, wobei sie die gebogenen Krallen als Haken benutzen. Sie leben in Mittel- und Südamerika, wobei ihr Hauptausbreitungsgebiet aber das Amazonasbeckenist. [...mehr]