» Amazonas

Autor: Nina

Wenn man an die Tiere des tropischen Dschungels am Amazonas denkt, wird wohl jedem ziemlich schnell der Tukan einfallen. Dieser prächtige, bunte Vogel verkörpert wohl wie kein anderes Tier die Exotik des Regenwaldes.

Da sie in allen möglichen Formen und Höhen des Waldes, von tropischen Regenwäldern des Tieflandes bis hin zu Bergregenwäldern, vorkommen, gibt es rund 41 verschiedene Arten. Meist findet man sie nur schwer, da sie sich am liebsten in den hohen Baumkronen aufhalten. Wohl das markanteste Merkmal eines jeden Tukans ist sein im Verhältnis zum Körper ziemlich großer Schnabel. Meist ist er auch noch eine bunte Ergänzung zum teils ohnehin schon farbenprächtigen Federkleid der Vögel.    [...mehr]


Autor: Nina

Açai sieht man im Amazonasgebiet und vor allem in Brasilien im Bundesstaat Pará auf fast jedem Markt. Kein Wunder denn die Açai sind eine der Haupteinnahmequellen der ländlichen Bevölkerung und in den letzten Jahren auch aus der Küche nicht mehr wegzudenken.

Açai sind kleine purpurrote bis fast schwarze Beeren, die an hohen Palmen, den sogenannten Kohlpalmen, im tropischen Amazonasbecken wachsen. Die Kohlpalme kann bis zu 25 m hoch werden und dies in einer sehr raschen Zeit. Eine einzelne Palme kann bis zu 6 km Früchte ausbilden, die rund 1 cm groß sind und im unreifen Zustand rot und im reifen fast schwarz sind.    [...mehr]


Autor: Nina

Im Norden Brasiliens, direkt im Mündungsdelta des Amazonas gelegen, befindet sich die größte Flussinsel der Welt, die Ilha do Marajó. Mit einer Fläche von fast 50.000 km² übertrifft sie die Fläche der Schweiz. Rund 50.000 Menschen leben hier, meist indianischer Herkunft.

Schon vor 3.000 Jahren lebten hier Menschen, die Hochkultur der Marajoara. Diese wurden Mitte des 17. Jahrhunderts von portugiesischen Priestern unterworfen und mischten sich mit afrikanischen Sklaven, die die portugiesischen Einwanderer mitbrachten. Da sie unter sich viele unterschiedliche Dialekte sprechen, wurden sie lange Zeit für mehrere Völker gehalten, bis sich dann herausstellte, dass es eben nur verschiedene sprachliche Ausprägungen eines großen Volkes waren.    [...mehr]


Autor: Nina

Delfine gibt es nur im Meer? Nein, es gibt ein paar wenige Arten, die im Süßwasser leben, die sogenannten Flussdelfine. Diese sind eigentlich keine Delfine, sondern Wale, aber sind ihren Namensvettern trotzdem sehr ähnlich. Eines der größten Verbreitungsgebiete dieser Säuger ist der Amazonas.

Mitten im bräunlich, trüben Wassers dieses gewaltigen Flusses kann man mit viel Glück hier und da plötzlich Farbflecken auftauchen sehen, denn die weitverbreitesten Amazonasdelfine, die sogenannten Botos, sind meist rosa. Als Jungtiere sind sie grau und werden dann mit zunehmendem Alter immer stärker rosa. Ihre Artverwandten, die sogenannten Sotalias, mit denen sie sich den Lebensraum teilen, sind die einzigen Flussdelfine, die auch echte Delfine sind, und besitzen meist eine weiße bis graue Färbung.    [...mehr]


Autor: Nina

Ja, es stimmt, wie der Name bereits sagt, ernährt sich ein Ameisenbär auschließlich von Ameisen und Termiten. Und davon reichlich: Bis zu 35.000 Stück am Tag vertilgt ein einzelnes Tier. Nur in Gefangenschaft nehmen sie ab und zu von Menschen etwas Obst an.

Der Ameisenbär hat seinen Heimat in Süd- und Mittelamerika. Es gibt drei unterschiedliche Arten von Ameisenbären im Amazonasbecken und der nahen Savanne: Den Großen Ameisenbär ) bis zu 30 kg Körpergewicht), den Tamandua und den Zwergameisenbär (wiegt gerademal 280 g). Letztere leben ausschließlich auf Bäumen, die Tamanduas mögen sowohl die Wipfel der Bäume als auch den Boden. Nur der Große Ameisenbär lebt nur auf dem Boden und bevorzugt daher am liebsten Savannen.    [...mehr]


Autor: Nina

Seit ihrer Entdeckung gelten Faultier als eher unbeliebte Lebewesen, was schon der deutsche Name zeigt. Doch die Tiere sind interessanter als man gemeinhin denkt. ;-)

Auch die Forscher waren sich lange Zeit uneins, wo man die Faultiere hinstecken soll, und was mit ihnen anzufangen ist. Heute weiß man, dass sie nicht zu den Affen gehören, sondern Verwandte des Ameisenbären und des Gürteltiers sind. Gemeinhin sind fünf Arten bekannt, die sich in die Familien der Zweifinger- und Dreifingerfaultiere unterteilen.

Wie der Name schon sagt, haben einige von ihnen vorne drei und manche eben nur zwei Finger mit zienlich langen und scharfen Krallen. An den Füßen haben alle Faultiere drei Zehen. Ihr Gesicht ist rund und die Augen liegen ziemlich weit auseinander, was ihnen irgendwie ein possierliches Aussehen verleiht. Aufgrund ihrer Zeichnung machen sie den Eindruck als würden sie immer lachen. Im Gegensatz zu anderen Säugetieren haben sie zwei Halwirbel mehr, also neun. Das ermöglicht ihnen ihren Kopf um bis zu 270° zu drehen.

Die meiste Zeit ihres Lebens hängen sie mit dem Rücken nach unten an irgendwelchen Bäumen, wobei sie die gebogenen Krallen als Haken benutzen. Sie leben in Mittel- und Südamerika, wobei ihr Hauptausbreitungsgebiet aber das Amazonasbecken ist.    [...mehr]


Autor: Nina

In den letzten Beiträgen konnte ich euch hoffentlich einen Eindruck vermitteln wie riesig, faszinierend und wichtig das Amazonasbecken ist. Doch wie wir alle wissen ist dieses gewaltige und für unseren Planeten lebenswichtige Ökosystem in Gefahr.

Und die Hauptbedrohung ist mal wieder, wie könnte es auch anders sein, der Mensch. Ein Problem stellen zunächst mal die Kleinbauern dar, die entlang des Amazonas leben. Brasilien ist ein teils sehr armes Land. Und wer in den Megacities keine Arbeit findet, geht häufig in den Urwald um dort mit Landwirtschaft sein Glück zu versuchen. Dafür roden sie riesige Flächen an Dschungel, denn in Brasilien wird nicht festgelegt, wem ein Stück Land im Amazonasbecken gehört.    [...mehr]


Autor: Nina

Sonnenuntergang am Amazonas © Francisco Chaves

Die riesigen Wassermassen des Amazonas haben schon immer die Menschen fasziniert. Doch, es wird schnell vergessen, dass der Fluss mit seinem umliegenden Ökosystem nicht nur wichtig für die Region ist, sondern für das Klima des ganzen Planeten.

Der Amazonas hat seinen Ursprung in den peruanischen Anden. Die drei Quellflüsse, die sich dann später zu dem gewaltigen Strom vereinigen, heißen Huallaga, Maranón und Ucayali, wobei der 1.600 km lange Maranón der wasserreichste der drei ist und der Ucayali mit einer Länge von insgesamt 2.670 km der längste der drei Quellflüsse ist.

Allein schon bei den Dimensionen dieser Flüsse wird einem dann die enorme größe des Amazonas selbst bewusst (nach neuesten Schätzungen 6.448 km Länge). Allein auf brasilianischem Gebiet misst er 3.106 km. In diesem Bereich nimmt der Amazonas dann nochmals 220 Nebenflüsse auf.

Amazonas © GidsickiAn der Grenze von Brasilien zu Peru heißt er kurz Rio Solimones um dann nach der Vereinigung mit dem Rio Negro bei Manaus wieder seinen ursprünglichen Namen anzunehmen. An dieser Stelle erreicht er dann auch mit 100 m seine tiefste Stelle.

Da im Amazonastiefland das Gefälle sehr niedrig ist, kommen zu den einzelnen Nebenflüssen noch einige natürliche Kanäle hinzu, die die Flussteile untereinander verbinden. Diese werden wie fast der ganze Amazonas befahren. Nicht nur für den Gütertransport, sondern auch für einen Großteil der Bevölkerung ist der Fluss die Hauptverkehrsader.

Abend am Amazonas © AmetxaDie meisten großen Städte sind zwar auch mit Linienflügen zu erreichen, aber diese sind für fast alle Bewohner zu teuer. Daher passieren ständig größere Linienschiffe bestimmte Strecken des Amazonas. Die meisten Leute bringen sich ihre eigenen Hängematten mit und schlafen dann an Deck. Nur zu den Regenzeiten sind einige Straßen leider unpassierbar.

Und auch ein anderes Naturphänomen blockiert den Verkehr auf dem Fluss und ist bei den Bewohnern wegen seiner großen Zerstörungskraft gefürchtet, der Pororoca. Bei Voll- und Neumond im Februar und März rollt bei Einsetzen der Flut eine bis zu vier Meter hohe Gezeitenwelle vom Atlantik her mehrere Kilometer flussaufwärts. Hassen die Bewohner logischerweise das Schauspiel, lockt es auf der anderen Seite makaberer Weise Surfer aus allen Teile der Erde an.

Den Amazonas kann man ohne Übertreibung als wahrlich gigantisch bezeichnen.

…Fortsetzung folgt im 5. und letzten Teil: Abholzung und Umweltbelastung…    [...mehr]


Autor: Nina

Jeder hat schon einmal vom Humanisten Wilhelm von Humboldt gehört, doch auch sein Bruder Alexander ist zu großem Ruhm gelangt. Hat Wilhelm sich eher im Bereich der Philosophie und Kultur einen Namen gemacht, so hat sich Alexander den Naturwissenschaften verschrieben. Sein größter und gewagtester Geniestreich war wohl die Erkundung und Vermessung Südamerikas.

Alexander von Humboldt300 Jahre nach Columbus ist Alexander von Humboldt wohl der erste Europäer, der Südamerika friedlich und ohne finanzielle Hintergedanken entdecken will. Dank seinem diplomatischen Geschick gelingt es ihm, von der spanischen Regierung ungeschränkten Zugang zu allen Orten zu erhalten, eine Art Freibirief.

Zusammen mit seinem Gefährten Aimé Bonpland reist Humboldt bepackt mit unzähligen Messinstrumenten fünf Jahre durch Mittel- und Südamerika. Dabei legen die beiden eine Strecke von fast 3000 km zurück. Doch Humboldt wird von einem solchen Wissensdrang getrieben, dass er die größten Wagnisse eingeht nur um das Land zu vermessen und seine Forschungen anzustellen. Dieser Mann wollte niemanden unterwerfen und keine Macht gewinnen. Er wollte die Erde kennenlernen und zwar ganzheitlich und nicht nur ein kleines Teilgebiet. Öffentlich spricht er sich gegen die Sklaverei aus und bezeichnet diese als”größtes Übel der Menschheit”.

In einem kleinen Boot, ein ausgehöhlter Baumstamm mit einer Länge von 13 m und einer Breite von gerademal 1 m, bereisen Bonpland und er zunächst den Orinoco und den Rio Negro in gesellschaft von Schlangen, Moskitos und Krokodilen. In diesem Boot führen sie etliche wissenschaftliche Instrumente und Messgeräte mit sich, besonders die großen behindern die Bewegungsfreiheit. Und zusätzlich nimmt Humboldt noch zu Forschungszwecken Vögel und Affen in Käfigen mit.

So erkunden sie etliche Kilometer Flussweg und finden zum Beispiel heraus, dass es, entgegen der Lehrmeinung, eine Verbindung zwischen Orinoco und Amazonas gibt. Zweimal kentert das Boot und Humboldt, der nicht schwimmen kann, entrinnt nur knapp dem Tod. Zu allem Übel erkrankt Bonpland auch noch an Tropenfieber. Doch die zwei forschen unbeirrt weiter.

Nach einer schier endlosen Tour durch den Urwald geht es nun durch die Anden, wo Berge bestiegen werden, Vulkane erforscht werden und Höhlen vermessen.

Nach fünf Jahren haben sie unzählige wissenschaftliche Daten und Proben gesammelt, bisher unbekannte Landstriche kartographiert, noch unbekannte Kulturen friedlich und auf Distanz erforscht, neue Pflanzen und Tiere entdeckt und Südamerika der westlichen Welt etwas näher gebracht.

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Autor: Nina

Tukan © laszlo-photo

Man nimmt an, dass rund ein Viertel der Tier- und Pflanzenarten der Welt ihr Zuhause im Amazonasbecken hat. Hier herrscht eine unvorstellbar große Artenvielfalt, von der man vermutet, dass bisher nur ein kleiner Teil erforscht ist. Doch auch hier hat der Mensch natürlich seine Finger im Spiel. Viele Arten sind vom Aussterben bedroht.

Einige dieser Arten werden wir höchstwahrscheinlich nie kennenlernen, da sie ausgerottet sind, bevor wir sie überhaupt entdecken konnten. Man nimmt zum Beispiel an, dass rund 100 Affenarten, die wir noch nicht kennen, bereits vom Erdball verschwunden sind.

Schmetterlingart © Denise MayumiWir kennen gerade mal 1,4 Mio. dieser Tierarten. Schätzungen gehen allerdings von einer tatsächlichen Existenz von 10 bis 200 Mio. Arten aus. Ein berühmter Naturforscher lief nur eine Stunde durch Amazonien und sammelte dabei rund 700 Schmetterlinge. Kein Einziger glich einem Anderen!

Die Tiere des Regenwalds nehmen Teils die seltsamsten Formen an, da erstens der Waldboden sehr dunkel ist und so wenig Nahrung bietet, und zweitens aufgrund des vielen Wassers. Weite Teile sind Flusslandschaft oder Überschwemmungsgebiet. So können eigentlich fast alle Urwaldbewohner und es gibt im Verhältnis nur wenige Landbewohner wie der Tapir, der Ameisenbär oder Jäger wie der Jaguar. Offiziell gibt es hier über 2000 Fischarten. Das sind mehr als in allen Flüssen der Welt zusammen.

Das meiste Leben spielt sich also zudem in den Wipfeln der hohen Bäume ab. Viele dieser Bewohner sehen so gut wie nie den Boden, wie das Faultier oder diverse Affenarten. Sie sind optimal auf das Leben in der Höhe angepasst, haben zum Beispiel einen Greifschwanz.

Affenart “Micro Macro” © laszlo-photoAus genannten Gründen ist es auch sehr schwer überhaupt hier Tiere zu beobachten, wer das erste Mal im Dschungel ist, wird ziemlich enttäuscht sein. Denn hinzu kommt auch noch, dass fast alle Tiere sehr klein sind und rund zwei Drittel von ihnen sind auch noch nachtaktiv.

Und auch die Vegetation des Dschungels könnte nicht unterschiedlicher sein. Von ein paar Savannen über Sumpf- und Mangrovenwälder bis hin zu Berg- und Trockenwäldern ist fast alles vertreten. Allein 25.000 Orchideenarten findet man hier in Amazonien.

Zu diesem Thema könnte man noch tausend Dinge erzählen. Wer mehr über die faszinierende Welt wissen möchte, kann sich beispielsweise bei amzonas.de mehr Infos holen.

…Fortsetzung folgt: Teil 4 - Der Fluss…    [...mehr]


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