Schlangen, Spinnen und Co. - Südamerikas exotische Tierwelt

Autor: Nina

Schlangen gehören definitiv nicht zu den Tieren mit hohem Niedlichkeitsfaktor. Aber auch Spinnen und andere Krabbeltiere genießen einen eher fragwürdigen Ruf und rufen bei einigen Menschen einen unangenehmen Schauer hervor.

Die Anaconda gehört zu der faszinierenden Fauna Südamerikas ©Flickr/lana.japan

Südamerika beherbergt eine sehr große Anzahl an exotischen Tieren. Dazu zählen Schlangen und berüchtigte Spinnen, die gelegentlich in Bananenkisten nach Deutschland gelangen und dort für Angst und Schrecken sorgen. Und oftmals sind die Tiere mit einer toxischen Substanz ausgestattet, die nicht gerade zur Erhöhung des Beliebtheitsgrades beiträgt.

Anaconda - Im Regenwald heimische Riesenschlange

Immer wieder vernimmt man in den Medien Meldungen über Riesenschlangen. Seit einiger Zeit hat sich Südamerika wieder als Heimat der längsten Schlange behaupten können. Im tiefsten Amazonasgebiet wurde eine Anaconda mit einer Länge von 15,5 Metern entdeckt, allerdings kann die Korrektheit der Längenangabe bezweifelt werden. Somit wurde die in Afrika beheimatete Tigerpython, die zuvor den Titel der längsten Schlange trug, abgelöst.

Das Besondere an den Anacondas ist, dass sie ihre Länge den Lebensbedingungen anpassen können. Tiere, die in Terrarien gehalten werden, erreichen selten eine Länge von mehr als drei Metern. Auch an Orten, an denen sie sich verstecken müssen, erreichen sie keine übermäßige Größe.

Die Bananenspinne - Brasiliens Giftspinne

Eine der wohl giftigsten Spinnen der Welt lebt in Südamerika. Die Rede ist von der Phoneutria, einer brasilianischen Wanderspinne, die auch als Bananenspinne Berühmtheit erlangt hat. Die Tiere gelten als äußerst aggressiv und tragen zudem ein hochwirksames Gift mit sich.

Die Phoneutria ist neben einigen Arten der Schwarzen Witwe und der in Australien beheimateten Atrax Robustus eine der bisher bekannten Spinnenarten, deren Gift für einen erwachsenen Menschen eine große Gefahr darstellen kann.

Man geht davon aus, dass sie für die Mehrheit der durch Spinnen verursachten Giftunfälle weltweit verantwortlich ist, wenn auch einige Statistiken die Schwarze Witwe an erster Stelle führen. Unter ungünstigen Umständen kann ein Biss dieser Spinne zum Tode führen, allerdings ist diese Zahl sehr gering, und oftmals ist der Tod Folge einer Infektion der Bissstelle. Zumal geben die Spinnen nicht bei jedem Biss Gift ab, da sie, wie auch Schlangen, “trocken” beißen können.

Gifte als Heilmittel

Da ein Giftbiss der Phoneutria bei Männern zu einer äußerst schmerzhaften Erektion führen kann, erproben Forscher ein Element des Giftes momentan als Potenzmittel. Aber auch die Gifte anderer Tiere finden ein großes Interesse in der Medizin. So forschen Wissenschaftler mit Substanzen von Schlangengiften, da diese unter anderem bei Phobien, Alkoholismus und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirksam sein können.

Die Tierwelt Südamerikas ist zweifellos äußerst interessant und gerade die gefährlicher Exemplare haben in meinen Augen viel Aufmerksamkeit verdient. Und das nicht nur wegen ihrer pharmazeutischen Bedeutung. Sie haben einfach etwas unglaublich Faszinierendes an sich und bedürfen besonderen Schutz und Respekt.




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