Samaipata in Bolivien - Rätsel der Inkas
Die alten Inka regen seit eh und je die Fantasie gerade von uns Europäern an, denn immer noch ist ihre Kultur geheimnisvoll und birgt so manches Rätsel. Wer sich selbst einmal ein Bild machen oder vielleicht seinem eigenen Forscherdrang nachgehen möchte, ist in Samaipata in Bolivien genau richtig.
Die Kleinstadt Samaipata im Departamento Santa Cruz ist für viele Bolivianer ein beliebtes Urlaubsziel: hier ist das Klima viel milder als im heißen Tiefland. Der Ort liegt fast 2.000 m über dem Meeresspiegel an den östlichen Ausläufern der Anden.
Die Besucher aus dem Ausland sind jedoch meist an etwas ganz anderem interessiert: El Fuerte de Samaipata, eine Ruinenstätte der Inka. Sie gehört zu den wohl geheimnisvollsten Überbleibseln dieser einst prächtigen Kultur, denn bis heute streiten sich die Wissenschaftler um ihren Zweck.
Die Anlage umfasst etwa 40 Hektar. Ein Zentrum bildet ein 200 m langer und 40 m breiter Sandsteinfelsen, in den zahllose merkwürdige Linien, Kanäle, Stufen und Figuren eingemeißelt sind. Südlich des Felsens liegt ein großes Plateau. Doch das seltsamste sind wohl die beiden parallelen Kanäle, die unter dem Felsen exakt in Ost-West-Richtung verlaufen. Auch die Entstehung oder der Sinn eines tiefen, schachtartigen Loches im Süden gibt Experten immer noch Rätsel auf.
Funde belegen, dass in Samaipata bereits um 1.500 v. Chr. Menschen gelebt haben. Lange nahmen die Forscher an, dass es sich um eine ehemalige Festungsanlage der Inka handelte, daher auch der Name El Fuerte. Doch mittlerweile hat sich die Theorie einer Zeremonialstätte durchgesetzt. Und dann gibt es da natürlich auch noch die umstrittenen Thesen, wie die des Schweizer UFO-Wissenschaftlers Erich von Däniken. Er behauptet die beiden Ost-West-Kanäle hätten als Startrampen für Raumschiffe gedient.
Samaipata regt auf jeden Fall die Fantasie an und zieht einen sofort in seinen Bann. Das sollte man sich bei seinem Trip nach Bolivien nicht entgehen lassen!


