Puerto Toro - der südlichste Süden Südamerikas am Panamerican Highway
Die kleine Hafenstadt Puerto Toro ist die südlichste Stadt und stößt sich daher beinahe mit der Antarktis den Kopf. Der in Chile gelegene Ort war früher während der Goldgräberzeiten äußerst populär.
Heutzutage leben die Bewohner von Puerto Toro - ca. hundert - vom Fischfang, beziehungsweise vom Fangen der berühmten Delikatesse der King’s Crab, einer großen und sehr schmackhaften Krebsart.
Das Leben ist einsam und das Wetter weit entfernt von der sonnigen Wärme, die man sonst von Südamerika kennt.
Puerto Toro in Chile - Durch das Goldfieber entstanden
Früher war Puerto Toro eine der Siedlungen, die im Rahmen des Goldfiebers entstanden, 1892 gegründet, gehörte sie zu den wichtigsten Punkten des sogenannten Beagle Channels, ein Kanal, der es Schiffen ermöglichte, diverse Inselketten zu erreichen. Damals hielt es Chile für notwendig, die Goldgräber Siedlung als Stadt zu etablieren, damit die politische Integrität bei Chile blieb.
Damals bewohnten mehr als 400 Menschen die kleine Stadt auf der Navarino Insel, die nach einem Dampfschiff benannt wurde, der die Stadt und Insel umsegelt hatte, davor war sie als Afluruwaia bekannt. Mittlerweile leben nur knapp 16 Familien dort, wenige davon Yagan, also Eingeborene, sondern vielmehr Migranten, die der Fischerei wegen hergezogen sind und oftmals außerhalb der Saison die Stadt verlassen.
Fischer, die um Cap Horn herum reisen, nutzen Puerto Toro auch gerne als Zwischenstopp, um sich auszuruhen oder um Unwettern auszuharren.
Nächstes Jahr feiert die kleine Stadt ihren 120sten Geburtstag, Besucher loben immer wieder die Freundlichkeit der Bewohner, wenn sie auch bedauern, dass die Stadt wenig Zuschüsse vom Land bekommt, um sich etwas her zu richten.
Für die Abenteuerreise in Südamerika
Für die Fans von Touristenstädten ist Puerto Toro nun wirklich nichts, aber wer die Häfen von Südamerika bereisen und dabei auch ein paar der unüblichen Orte besuchen möchte, an denen man ganz andere Lebensweisen kennen lernen kann und die Natur von ihrer harten, aber auch echten Seite erleben will, der sollte Puerto Toro einen kleinen Besuch abstatten.
Vor allem Abenteuerreisende, die das Ende der Welt besuchen wollen und dabei den berühmten Panamerican Highway nehmen (eine Reise von Chile nach Alaska) können dabei Puerto Toro als Startpunkt nutzen. Das hat übrigens auch Abenteurer Kadir van Lohuizen gemacht, was man auf seinem blog auf iamnikon.com nachlesen kann.

