Pororoca - Das große Grollen am Amazonas
Eine Pororoca ist eine Art Monsterwelle, auch Amazonaswelle genannt, die ohrenbetäubenden Lärm macht. Dieses Naturschauspiel kann man auf dem Amazonas beobachten, da es sich um Tidenwelle handelt, die den Fluss hinauf laufen. Pororocas entstehen oft in den Monaten Februar und März. Für Surfer ist sie die Welle, für normale Urlauber einer der Urlaubserlebnisse, die man nie wieder vergisst und in denen einem bewusst wird, welche Macht das Wasser hat.
Eine Pororoca entsteht bei Voll- und Neumond. Zu dieser Zeit wird einen gigantische Menge an Wasser direkt vom Atlantischen Ozean in die Flussmündung getrieben. Wer diese Tidewellen einmal gesehen hat, aus sicherer Entfernung versteht sich, der weiß warum die Welle übersetzt „großer Lärm“ heißt. Denn wenn eine Pororoca sich anbahnt wird das Rausches des Wassers extrem laut. Aber auch schon lange vorher ist die Riesenwelle hörbar.
Pororoca: Das große Grollen am Amazonas
Man sieht und hört wie sich das Wasser sein Weg sucht, bergauf quasi. Die Pororocas können bis zu 4 Meter hoch werden. Da der Fluss nur ein relativ geringes Gefälle besitzt kann die Springflut den Strom hinauf rollen. Eine Pororoca sucht sich erbarmungslos ihren Weg ins Landesinnere und kann dabei bis zu 65 Kilometer pro Stunde schnell sein. Bevor man sie sieht hört man jedoch ein großes Grollen, deshalb gaben die Ureinwohner der Amazonaswelle, wie man sie heute auch noch nennt, ihren spezifischen Namen. Wer in den Tiefen Gefilden Südamerikas unterwegs ist, ist von sonderbaren aber wunderschönen Tieren und Pflanzen umgeben. Und wie ich hier gelesen habe stammt auch die Camu-Camu Frucht, welche den höchsten Vitamin C Gehalt haben soll, aus dem Amazonas-Gebiet. Aber vor allem die Naturschauspiele sind hier einzigartig. Da es hier keine Übernachtungsmöglichkeiten für Touristen gibt, müssen diese noch am selben Tag wieder abreisen. Aber einmal im Leben sollte man die Monsterwelle hier mal gesehen haben.
Amazonaswellen sind nicht schädlich
Wenn man die Geräuschkulisse der Pororoca wahrnimmt hat man noch genug Zeit sich vom Ufer zu entfernen. In der Regel sollte man sich dabei deutlich über 100 Meter von den Amazonaswellen fern halten. Wovon man denken könnte, dass es um eine Naturkatastrophe handelt, ist in Wirklichkeit sogar gut für den Amazonas. Und auch Flora und Fauna kommen bestens mit dieser Springflut zurecht. Denn die Pororocas in Südamerika sorgen dafür, dass der Amazonas nicht versandet, und bringt den Ackerbau betreibenden Ureinwohnern fruchtbarem Schlamm, mit denen die Felder gedüngt werden. Doch als Tourist lernt man diese Seite der Amazonaswelle erst später kennen. Vorerst ist man überwältigt von dem Grollen und der anrauschenden Monsterwelle. Eins lehrt die Pororoca einen auf jeden Fall; Respekt vor dem Wasser.




