Patagonien: Raue Schönheit im Niemandsland
Wer Pantagonien auf dem Atlas sucht, der steht vor einem kleinen Rätsel. Der südamerikanische Landstrich ist nicht fest abgesteckt und umfasst in Westen vier argentinische Provinzen, im Osten einen Teil Chiles. Auf der riesengroße Fläche leben nur knapp ca. 1 Millionen Menschen, obwohl sie etwa der Größe Europas entspricht. Einer der letzten Natur Schätze der Welt also.
Pantagonien: Das Land der Stille
Pantagonien zählt weltweit zu einem der dünn besiedeltsten Landstriche überhaupt. Durchbrochen von den Anden erstreckt sich die naturbelassene, raue Landschaft über Chile und Argentinien. Es ist nicht ganz klar, aber manchemal wird auch Feuerland dazu gezählt. Weite Steppenlandschaften, karges Gebirge und das chilenische Inlandeis sind charakteristisch für Pantagonien und nicht gerade einladend für Mensch und Tier, obwohl die Artenvielfalt unbeschreiblich ist. Auf den mit Eisschollen durchwirkten Seen zeichnet sich das grelle Pink von Flamingos ab, während Nandus unter dem Schnee nach Futter suchen. An der Küste leben Magellanpinguine und scheue Seelöwen.
Pantagonien ist eines der kühlsten Landgebiete auf der Südhalbkugel. Zwischen Bergen und Steppe, Eisschollen und endloser Weite: Nichts. Absolut nichts. Man fühlt sich, wie am Ende der Welt. Endlose Stille. Und doch gibt es Menschen, die genau so leben wollen. Zumindest einmal im Jahr.
Pantagonien bereisen
Pantagonien ist kein klassisches Reiseland. Bestimmt gibt es attraktiver Gegenden, die man Südamerika bereisen kann. Und doch reizt der raue Landstrich gerade Touristen, die vielleicht schon alles gesehen haben oder eben einfach mal nichts sehen wollen. Nichts hören. Nicht sprechen.
Im chilenischen Teil liegt der Nationalpark Torres del Paine. Er ist durchzogen von Gletschern und Fjorden. Ein Granitgebirge zeichnet sich nadelförmig am Horizont ab. Hier liegt das stillste und abgelegenste Luxushotel der Welt: Das Explora.
Direkt am Ufer des Lago Pehoé mit Aussicht auf das massive Gebirge steht das 50 Zimmer Haus, das der bekannte chilenische Architekt Germán de Sol hier erbaute. Es gibt keinen Fernseher, kein Radio. Das Baumaterial stammt aus Recycle-Stoffen. Dafür gibt es einen Sauna- und Pool Bereich im Badehaus, eine exklusive Küche sowie nobel eingerichtete Zimmer. Hier kommen Menschen hin, die sich den wohl größten und rarsten Luxus überhaupt leisten: Absolute Stille. Unendliche, ungestörte, wilde und herzzerreißend schöne Natur.
Hotel Explora
Américo Vespucio Sur 80 Piso 5.
Santiago, Chile
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