Palisander – Wertvolles Edelholz aus Südamerika

Autor: Nina

Unter Palisander sind verschiedene Holzarten der Gattung der Dalbergien aus der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler zu verstehen. Unter dem Handelsnamen Palisander werden im Wesentlichen fünf Arten verstanden: Rio Palisander, Santos Palisander, Korallen Palisander, Honduras Palisander und Ostindischer Palisander.

Auch wenn sich die Maserung und Farbe augenscheinlich stark voneinander unterscheiden, ist es nur unter dem Mikroskop zu erkennen, ob um welche Palisandersorte es sich handelt. Die unterschiedliche Färbung der Palisandersorten sind hier gut erkennen.

palisander-gitarre ©flickr billaday

Palisander ist kein Rosenholz

Zu der schwierigen Bestimmung der  Palisandersorte kommt die verwirrende Namensgebung in anderen Sprachen hinzu. Im Englischen heißt Palisander rosewood und wird oft fälschlich als Rosenholz übersetzt. „Rosenholz“  ist im Deutschen jedoch eine Sammelbezeichnung für verschiedene tropische Holzarten.

Je nach Sorte hat Palisanderholz eine dunkelrot-schwarze bis fast ganz schwarze  oder dunkel violettbraune Färbung. Allen Palisanderarten haben gemeinsam, dass sie sich durch eine hohe Härte auszeichnen, wobei das Holz trotzdem leicht zu bearbeiten ist. Palisander wird daher gerne für die Herstellung von Furnieren, Täfelungen, Parkett und Messerhefte verwendet. Große Bedeutung hat die Verarbeitung von Palisander im Musikinstrumentenbau.

Rio Palisander aus Südamerika

Der Rio Palisander ist vor allem durch seine eigentümliche schwarze Färbung sehr beliebt. Das Edelholz stammt aus Brasilien und Argentinien und wird auch als brasilianischer Palisander bezeichnet. Der Rio Palisander wird bis zu 18 Meter hoch. Das Kernholz ist gelb,- schokoladen- bis violettbraun und dunkelrot und von unregelmäßigen schwarzen Zonen gestreift.

Seit 1968 besteht in Brasilien ein Ausfuhrverbot des Edelholzes verboten und wird im Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen (CITES) als Erzeugnis, das nur handelbar ist, wenn es nachweislich vor dem Inkrafttreten des Verbotes erworben worden ist. Um dennoch an das wertvolle Regenwald-Holz heranzukommen, gibt es die Möglichkeit sich an Händler zu wenden, die gezielt Restbestände in Deutschland aufkaufen. Beim Kauf von Rio Palisander muss der Händler eine CITES-Bescheinigung mit beifügen, falls nicht, machen sich der Händler und der Käufer strafbar.




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Kerstin schreibt
am 15. Dezember 2009 um 17:50 Uhr

Ich finde, man sollte sich das Palisanderholz lieber nur anschauen, wenn es noch im Regenwald steht. Denn wie wir alle wissen trägt die Abholzung des Regenwaldes maßgeblich zum Klimawandels bei. Der regenwald hat einiges zu bieten und deren Lebensraum sollte geschützt werden.

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