Palenque: Erbe der Maya in Mexiko
Palenque in Mexiko beherbergt die Ruinen einer alten Maya-Stadt. Die hier erhaltenen Bauten und Monumente gehören heute zum Weltkulturerbe der UNESCO und ziehen wie viele andere alte Maya-Stätten immer mehr interessierte Besucher aus der ganzen Welt an.
Einst waren die Maya hier in Palenque, Mexiko, und anderswo in Mittelamerika zu Hause. Ihre Blütezeit erlebte die Hochkultur der Maya zwischen 250 und 900 nach Christus. Spätestens mit Beginn der spanischen Kolonialzeit begann dann aber der Niedergang der großen Maya-Stätten. Doch auch heute noch leben Nachfahren dieses Volkes auf der Halbinsel Yucatán sowie in einigen mittelamerikanischen Festland-Staaten, und eine Reihe von Bauten, die trotz ihres ruinösen Zustands noch immer beeindruckend sind, zeugen von der einstigen Macht und Vielfalt dieser Kultur.
Palenque: Zeugnis der Maya-Kultur in Mexiko
Von der überwältigenden Kultur der Maya ist in Palenque nur noch wenig zu sehen. Lediglich ein kleiner Bruchteil der Ruinen ist nach Jahrhunderten der Überwucherung wieder freigelegt worden, der Großteil der Bauten liegt noch immer inmitten der dichten Dschungelvegetation verborgen. Und trotzdem üben die wenigen zugänglichen Monumente eine ungeheure Faszination aus. Die einstige Pracht der Gesamtanlage lässt sich zwar nur erahnen, doch das, was dem Dschungel wieder abgerungen werden konnte, zeugt bereits von gewaltigem architektonischen Können.
Der Palast und der sogenannte Tempel der Inschriften zählen dabei zu den beeindruckendsten Bauwerken. Die Palast-Anlage erstreckt sich auf einer Länge von etwa 100 und einer Breite von etwa 80 Metern. Der eigentliche Palast, dessen Gebäude um mehrere Innenhöfe gruppiert sind und aus dem ein viergeschossiger Turm als höchste Erhebung hervorragt, ruht auf gewaltigen Plattformen, in welche die nach oben führenden Treppenstufen eingehauen wurden.
Der Tempel der Inschriften ist dem Palast gegenüber gelegen. Er wurde in der Form der typischen Stufenpyramide erbaut, für welche die Maya so weltberühmt geworden sind. Mit dem kleinen Tempel auf der obersten Plattform der Pyramide erhebt sich die gesamte Anlage auf einer Höhe von etwa 20 Metern. Von der Dachterrasse führt ein heute frei zugänglicher Gang zu einer im Inneren verborgenen Grabkammer. Die hier Mitte des 20. Jahrhunderts gefundenen Grabbeigaben werden heute im Nationalmuseum für Anthropologie in Mexiko City aufbewahrt.
Neben diesen beiden großen Anlagen sind auch die übrigen bisher freigelegten Teile der Ruinenstadt äußerst sehenswert. Als Zeugnis der reichhaltigen Kultur der Maya wird sie wohl auch in Zukunft für Erstaunen bei ihren Besuchern sorgen. Vor allem, wenn irgendwann auch der Rest des alten Palenques aus seinem Dschungelversteck geborgen werden kann.
