Palacio Ferreyra – junge Kunst in kolonialer Atmosphäre
In der zweitgrößten argentinischen Stadt Córdoba befindet sich eines der bekanntesten Museen des südamerikanischen Kontinents: Der Palacio Ferreyra beherbergt mit dem Museo Superior de Bellas Artes Evita eine Sammlung, die die Architektur der Kolonialzeit mit moderner argentinischer Kunst verbindet.
Die Stadt Córdoba in Argentinien trug im Jahr 2006 den Titel „Kulturhauptstadt Amerikas“ und beeindruckt Besucher aus aller Welt mit einem umfangreichen und interessanten Kulturangebot. Neben zahlreichen Museen, Skulpturen und Theatern besticht vor allem der Palacio Ferreyra Einheimische und Touristen.
Architektur des Palacio Ferreyra
Dr. Martin Ferreyra, nach welchem das Gebäude benannt ist, gab Anfang des 20. Jahrhunderts den Auftrag, in Córdoba ein Gebäude im französischen klassizistischen Stil der Kolonialzeit zu errichten. Im Jahr 1916 setzte der Architekt Ernst-Paul Sanson die Vorstellungen Ferreyras um, und ließ unter Einfluss der École nationale supérieure des beaux-arts von Paris den Palacio Ferreyra bauen. Um das Gebäude herum wurde ein erholsamer Park angelegt.
Die Kunstsammlung des Museo Superior de Bellas Artes Evita
Das sogenannte Museum der gehobenen Künste zeichnet sich zunächst durch eine klare Ausstellungsaufteilung aus, die auch durch die klassizistische und hochmoderne Innenarchitektur vorgegeben wird. Diese Zurückhaltung in der Quantität wird aber durch ein buntes, bisweilen eigentümliches Kombinieren der Werke wieder ausgeglichen. Keineswegs so steril wie langweilige Kunstmuseen manchmal sein mögen, zeigt es eher farbenfrohe und satte Gemälde, die die Kunst des südamerikanischen Kontinents widerspiegeln. Jungen, regionalen Künstlern werden hier viel Platz und Entfaltungsmöglichkeiten eingeräumt. Wechselausstellungen ergänzen das Programm.
Lage des Palacio Ferreyra
Der Palacio Ferreyra und das Museo Superior de Bellas Artes Evita befinden sich im Stadtteil Nueva Córdoba, der mit seinen Clubs, Pubs und Kultureinrichtungen viele junge Studenten anzieht. An der Ecke Hipólito Yrigoyen und Chacabuco kann man das Gebäude und sein Museum besuchen.




