Ökosystem tropischer Regenwald – Nährstoffkreislauf & Vegetation

Autor: Nina

Das Ökosystem tropischer Regenwald ist durch viele Stoffkreisläufe und Lebensvorgänge gekennzeichnet. Zudem zeichnet es sich durch eine unglaublich große Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten aus.

Der tropische Regenwald verfügt über einen einzigartigen Nährstoffkreislauf ©Flickr/dmytrok

Der Nährstoffkreislauf des tropischen Regenwaldes unterscheidet sich von dem der hier beheimateten Wälder. So sind Böden in unseren Breiten in der Lage, Nährstoffe als Humus zu speichern. Anders hingegen in den Regenwäldern. Die dortigen Böden sind sehr nährstoffarm und enthalten kaum Mineralien. Was in Betracht der reichhaltigen Vegetation etwas paradox erscheint.

Ökosystem tropischer Regenwald – Vielfältig und komplex

Der tropische Regenwald ist das komplexeste und vielfältigste Ökosystem auf der Welt. Und das, obwohl er auf praktisch unfruchtbarem Boden gedeiht.

Schaut man sich das Amazonasgebiet an, so bildet der Regenwald dort ein fast in sich geschlossenes Nährstoffsystem. Das Regenwasser, welches sehr wenig Ionen enthält, entzieht beim Auftreffen auf die Blätter die darin enthalten Nährstoffe Kalzium, Kalium, Magnesium und Phosphor. Werden diese nicht wieder von anderen Blättern aufgefangen, gelangen sie auf den Boden des Waldes.

Speicherung der Nährstoffe

Weitere Nährstoffe werden von herabfallenden Pflanzenteilen geliefert. Diese treffen dann auf ein verwurzeltes Geflecht aus Baumwurzeln und Wurzelpilzen, welches die Nährstoffe aufnimmt.

Demnach sind die Nährstoffe zum großen Teil in den Bäumen gespeichert und nicht im Bodenreich. Somit handelt es sich um ein hoch effizientes Recycling-System, in welchem die Nährstoffe zirkulieren und kaum verloren gehen.

Vegetation

Die im Regenwald beheimateten Pflanzen haben ein cleveres System entwickelt, Nährstoffe direkt aufzunehmen. Dieses System beruht auf Tentakelwurzeln, die sich in Richtung der Baumkronen bewegen und dort direkt die Nährstoffe aufnehmen.

Fehlende Nährstoffe werden durch Passatwinde von der Sahara in Form von Wüstenstaub in den tropischen Regenwald Amazoniens befördert, wo sie vom Regen auf den Boden gelangen. Forscher haben die Menge des Saharastaubs ermittelt und haben festgestellt, dass pro Jahr etwa 50 Millionen Tonnen Wüstenstaub auf diesem Weg in das Ökosystem des tropischen Regenwaldes des Amazonas gelangen.

Bei Regenwäldern außerhalb Amazoniens verhält es sich etwas anders, da diese nicht die Fähigkeit haben, Biomasse oberirdisch zu speichern. Die Regenwälder Mittelamerikas wachsen zum Beispiel auf nährstoffreichen Böden und werden mit aus dem Ozean stammenden Wasser versorgt. Dabei handelt es sich um einen offenen Nährstoffkreislauf.
Ähnliche Beispiele sind die Regenwälder im Norden Australiens und die im brasilianischen Küstengebirge.Similar Posts:



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BBH schreibt
am 19. September 2011 um 21:03 Uhr

DANKE!!!! Ich habe auf meine Komplexe Leistung eine 1
bekommen! danke danke danke usw…

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Bogumila schreibt
am 12. Juni 2012 um 12:05 Uhr

bohr.. was ist das denn für einen geile seite.. besonders der vogel :-D
liebe grüße, die bugumila ♥

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michelle schreibt
am 3. Mai 2013 um 10:38 Uhr

hi find die seite voll cool. habe sie für meinen vortrag genommen und eine 1 bekommen. :)

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