Ökosystem Regenwald - ein Kampf ums Überleben
Regenwälder sind naturbelassene Ökosysteme, die eine Vielfalt von Pflanzen- und Tierarten aufweisen. Obwohl sie nur ein Viertel des globalen Waldbestandes ausmachen, befinden sich knapp 80% der Landvegetation in Regenwaldgebieten.
Nur ein Viertel des Regenwassers fließt über die Flüsse ab. Das schwüle Klima ist darauf zurückzuführen, dass ¾ der Niederschläge verdunsten und wieder in die Luft abgegeben werden, so dass sich neue Regenwolken bilden. Dieser Verdunstungszyklus wirkt sich auch auf entfernte Gebiete aus. Die Abholzung der Regenwälder führt zu weniger Niederschlag. Dies ist zum Beispiel ein Grund dafür, dass sich die Sahara jedes Jahr knapp 20 km weiter nach Süden ausdehnt.
Regenwälder sind prinzipiell bekannt für das feuchte Klima, jedoch unterscheidet man zwei Arten von Regenwäldern, die tropischen und die gemäßigten.
Tropische Regenwälder
Regenwälder, die sich in Äquatornähe - vor allem in Südamerika und Ozeanien - befinden, verzeichnen einen hohen Niederschlag, das heißt, dort regnet es fast täglich, bis zu 10.000 qmm pro Jahr. Daher kommt auch das extrem schwüle Klima der tropischen Regenwälder zustande, denn dieses Gebiet kennt keine Jahreszeiten. Das ganze Jahr über ist es durchschnittlich 28 Grad warm.
Zu diesen tropischen Wäldern zählen auch Tiefland- (bis etwa 800 m Höhe), Berg- (bis etwa 1500 m Höhe) und Nebel-Regenwälder (jenseits von 2000 m Höhe).
Gemäßigte Regenwälder
Gemäßigte Regenwälder findet man vor allem an der Westküste Nordamerikas, in Chile sowie auf Tasmanien und Neuseeland. Die Luftfeuchtigkeit ist auch hier sehr hoch, jedoch verringert die maritime Lage die jahreszeitlichen Klimaschwankungen, so dass es insgesamt milder ist.
Ökosystem
Regenwälder werden in erster Linie von hoch gewachsenen Bäumen dominiert, die kleinen Pflanzen oftmals das Licht rauben, das sie zur Photosynthese brauchen. Dadurch findet man am Boden kaum noch Bestände an Kräutern oder Sträuchern. Der Selbsterhaltungstrieb der kleineren Pflanzen ist jedoch groß, so dass sie Stämme, Zweige und Blätter als Träger verwenden und sich darauf niederlassen, um so mehr Licht zu erhaschen.
Bei der Photosynthese wird Kohlenstoffdioxid gebunden und Sauerstoff abgegeben. Durch die Abholzung und Verbrennung großer Regenwaldgebiete sterben nicht nur bedrohte Tierarten und zahlreiche Pflanzenbestände aus, auch der giftige Kohlenstoffdioxid entweicht in die Atmosphäre, wodurch die Wärmeabstrahlung ins Weltall verhindert wird. Die Folgeerscheinung ist der sogenannte Treibhauseffekt, der nicht nur Flora und Fauna bedroht, sondern unseren ganzen Planeten.



