Musiktipp: Karamelo Santo
Für Ska- und Reggae-Freunde wahrscheinlich schon seit längerem ein Bergriff, mausert sich die argentinische Band Karamelo Santo immer mehr zum allgemein bekannten Exportschlager Südamerikas.
Ihre Songs sind eine extrem tanzbare Mischung aus Ska, Reggae, Punk, Rock, Salsa und Cumbia. “Das heilige Bonbon”, so der Bandname auf deutsch, zeugt auch von dem schrägen Humor der Musiker, den sie immer wieder bei Life-Auftritten und in ihren Videos unter Beweis stellen.
Gegründet hat sich die Band 1993 in Mendoza, der heimlichen Kulturhauptstadt Argentiniens. Ihr Debütalbum “La Kulebra” produziert die Band selbst. Es wurde 1995 veröffentlicht und schnell zu einem Geheimtipp der ansässigen Ska-Szene.
Überhaupt ist der Band ihre Eigenständigkeit bei der Musik bis heute sehr wichtig. (Und zurecht, nur so kann man Gutes produzieren und für seine Kunst einstehen!)
1997 ziehen die Bandmitglieder alle zusammen in ein eigenes Haus in Buenos Aires, das natürlich auch ein Studio enthält. Hier können sie schöpferisch tätig werden, wann und wie sie wollen. Und das merkt man ihrem Sound auch an. Er sprudelt vor Kreativität und einer Lust am Zusammenspiel.
Sie produzieren hier auch andere Bands, wohl auch um ihre Kosten decken zu können.
Manu Chao nimmt sie mit auf seine Tournee und besiegelt so auch ihren Ruhm in anderen Ländern. Aus der Zusammenarbeit entsteht eine Freundschaft und so ist Manu Chao zum Beispiel auf ihrem dritten Album “Los Guachos” als Gastsänger bei zwei Songs mit von der Partie.
Inzwischen spielen Karamelo Santo auf Festivals neben Bands wie Metallica oder Depeche Mode.
Ich kann jedem diese Band nur wärmstens empfehlen. Gute Laune pur, gerade wo der Sommer ja nicht mehr so weit ist…
Diskographie:
- “La Kulebra” (1995)
- “Perfectos Idiotas” (1997)
- “Los Guachos” (2001)
- “Haciendo Bulla” (2004)
- “La Gente Arriba” (2006)
- “Antena Pachamama” (2007)

