Moqueca: Pikanter Eintopf als eines der Nationalgerichte Brasiliens

Autor: Nina

Der Begriff Moqueca bezeichnet ein Eintopfgericht, das in verschiedenen Varianten daherkommt. Es wird aus Fisch oder Meeresfrüchten zubereitet und lässt deutliche Einflüsse afrikanischer Traditionen erkennen.

Der Moqueca gehört zur typisch brasilianischen Küche. Man unterscheidet dabei unter anderem zwischen Moqueca Capixava aus dem Bundesstaat Espírito Santo im Südosten Brasiliens und Moqueca Baiana aus der bahianischen Küche. Letzterer erklärt den afrikanischen Einfluss, denn die hierher nach Bahia an der Ostküste verschleppten Sklaven brachten ihre Traditionen mit und vermischten diese im Laufe der Zeit mit denen der südamerikanischen Bevölkerung. Empfehlenswert sind in jedem Fall beide Varianten des Eintopfes, wenn man einmal etwas aus der brasilianischen Küche versuchen möchte.

Genießen auf Brasilianisch: Moqueca als Nationaleintopf

Im Grunde genommen besteht ein Moqueca aus Fisch und/oder Meeresfrüchten verschiedenster Art, die kräftig gewürzt und mit klein geschnittenen Paprikaschoten, Zwiebeln, frischen Tomaten und Kräutern, vor allem Koriander, in jeder Menge Kokosmilch und reichhaltigem Olivenöl (typisch für den Moqueca Capixava) oder Palmöl (Moqueca Baiana) gekocht werden. Für ungeübte Mägen ist diese Mischung vor allem durch den hohen Fettgehalt nicht unbedingt sehr bekömmlich, aber sicher trotzdem schmackhaft.

Man unterscheidet dabei je nach Einlage verschiedene Formen, zum Beispiel Moqueca de Camarão mit frischen Krabben oder Moqueca de Peixe mit Fisch, sei es Rochen oder andere für uns exotische Sorten. Auch viele weitere Meeresbewohner wie Tintenfische, Langusten und kleine Krebse, Austern und Muscheln finden ihren Weg in den traditionellen Eintopf. Mitunter werden auch Bananen oder andere Zutaten hinzu gegeben, um den Geschmack zu verfeinern und dem Gericht noch eine persönliche Note zu verleihen.

Moqueca: Jahrhunderte alte kulinarische Tradition

Der Meeresfrüchte-Eintopf Moqueca wird wahrscheinlich seit mindestens drei Jahrhunderten in Brasilien gekocht und verspeist, reichlich Zeit für die Perfektionierung des Gerichts. Eigentlich könnte man meinen, dass der reichhaltige Eintopf schon sättigend genug ist, doch dazu wird meist auch noch Reis als Beilage gereicht. Aus dem Sud, der nach dem Kochen aus der Kokosmilch, dem Öl und jeder Menge Geschmacksträger aus den anderen Zutaten übrig bleibt, entsteht durch das Andicken mit Maniok-Mehl außerdem ein nahrhafter Brei, der in Dendê-Öl angeröstet wird und ebenfalls zum Moqueca dazu gegessen wird.




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