Michelle Bachelet - Präsidentin Chiles

Autor: Nina

Präsidentin Michelle BacheletNeben Cristina Fernández de Kirchner in Argentinien, hat mit Michelle Bachelet ein weiteres südamerikanisches Land eine Frau als Staatsoberhaupt. Doch im Gegensatz zu den krisengebeutelten Nachbarländern und der Finanzmisere Argentiniens, entwickelt sich Chile nach und nach zu einem wirtschaftlich und politisch stabilen Land.

Über fünfzehn Jahre nach der Diktatur General Pinochets beginnen die Wunden langsam zu heilen. Bachelet spricht von einer Politik der “Wiederbegegnung”. Von einer Versöhnung könne aber noch nicht die Rede sein.

Michelle Bachelet, 1951 in Santiago de Chile geboren, ist schon fast eine Symbolfigur für den politischen Wandel im Land. Ihr Vater, ein Luftwaffengeneral und fast jedem Chilenen ein Begriff, hielt auch nach dem Militärputsch zu Salvador Allende und wurde von Pinochets Anhängern daraufhin verhaftet und zu Tode gefoltert.

Nach der Ermordung ihres Vaters floh sie zusammen mit ihrer Mutter über Australienin die DDR. An der Universität Leipzig begann sie Germanistik und Medizin zu studieren. Letzteres beendete sie dann an der Humboldt Universität in Berlin und wurde Kinderärztin.

1979 kehrte Bachelet dann in ihre Heimat zurück und trat, trotz fortwährender Diktatur, der Sozialistischen Partei bei . Die Rückkehr war nur möglich, da ihr damaliger Mann, mit dem sie ein Kind hat, Anhänger Pinochets war. An diesem Konflikt ist die Ehe dann wohl auch zerbrochen.

Von 1994 bis 1997 arbeitete sie im Gesundheitsministerium und 1998 wechselte sie, nach einer militärischen Fortbildung in den USA, in das Verteidigungsministerium Chiles. 2000 wurde sie zur Gesundheitsministerin und 2002 als erste Frau in der Geschichte des Landes zur Verteidigungsministerin ernannt.

Als eine der populärsten Politiker setzte sie sich dann 2006 schließlich gegen die rechte Alianza por Chile durch und wurde zur neuen Präsidentin Chiles.

Nachwievor steigt Michelle Bachelets Popularität im Land stetig. Sie führt durchsetzungsstark eine Reform nach der anderen gegen die letzten Überbleibsel der Pinochetanhänger ein und verfolgt demonstrativ eine linke Politik, die dem krisenerprobten Land gut zu tun scheint.




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