Mehr als 80 Tote bei den heftigen Überschwemmungen in Brasilien
Brasilien hat momentan mit einer der schwersten Naturkatastrophen des Landes zu kämpfen. Seit über 50 Tagen regnet es ununterbrochen. Bisher zählen die Behörden 84 Tote und etliche Menschen werden noch vermisst.
Besonders betroffen ist der Bundesstaat Santa Catarina. Allein am Sonntag regnete es soviel wie normalerweise nicht mal den gesamten November über. Der Fluss Itajaí stieg zeitweise über elf Meter über den normalen Pegelstand und immer wieder kommt es zu Erdrutschen und Schlammlawinen, die ganze Orte unter sich begraben.
Mehr als 54.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und 160.000 sind noch immer ohne Strom. Insgesamt 1,5 Millionen sind in Mitleidenschaft gezogen. In der Region wurde der Notstand ausgerufen und Gouverneur Luiz Henrique da Silveira sprach von “der schlimmsten Klimatragödie in der Geschichte Catarinas”.
Heute wird von Präsident Lula da Silva ein Hilfsfonds für die Opfer in Höhe von 700 Millionen Real (umgerechnet 240 Mio. Euro).
Besonders heftig hat es die von deutschen Einwanderern gegründete Stadt Blumenau mit ihren 300.000 Einwohnern getroffen. Viele der historischen Häuser wurden fast alle vom Schlamm mitgerissen.
Alle Schulen sind natürlich geschlossen und Bewohner plündern zum Teil panisch die Supermärkte und Geschäfte.
Und die Meteorologen rechnen auch noch mit weiteren heftigen Niederschlägen in Brasilien.
Ich denke, man kann hier nur noch den Menschen alle Daumen drücken und hoffen, dass sich die Lage bald bessert.
Bilder gibt es auf der Seite der tagesthemen…



