Mangroven - Tropische Wälder mit Luftwurzeln
Die Mangroven sind ein äußerst sensibles Ökosystem. Die tropischen Wälder, bestehend aus Mangrovenbäumen mit Luftwurzeln, wachsen im Gezeitenbereich tropischer Küsten. Weltweit gibt es derzeit ungefähr 15 Millionen Hektar Mangrovenwälder.
Mangrovenbäume haben sich mit dem Laufe der Zeit an die Gezeiten tropischer Küstenregionen angepasst und sind heute bestandsbildendes Merkmal. Mangroven, egal ob in Südamarika oder an anderen tropischen Orten, bilden Atemwurzeln, welche entweder als Stelzwurzeln, oder aber auch als spargelförmig herausstehende Luftwurzeln ausgebildet sind. Ebenso wie ein Regenwald üben auch die Mangroven eine besondere Faszination auf die Menschen aus.
Die tropischen Mangroven
Um und in den Mangroven gibt es eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen, die dieses Ökosystem positiv beeinflussen. Mangrovenwälder bilden sich hauptsächlich in Lateinamerika, wie beispielsweise an der Mündung des Amazonas oder an der brasilianischen Südost-Küste. Sie verbreiten sich dort man besten, wo eine starke Wasserbewegung vorherrschend ist. Man findet diese Luftwurzler aber auch hinter Sandbänken sowie entlang sedimentreicher Ströme. Es gibt auch einige Mangroven, die in der Lage sind Wasser zu speichern, ähnlich wie ein Kaktus, nur das in diesem Fall die Bezeichnung Salzsukkulente treffender ist. Die Blätter des Mangrovenbaumes, die mit Salz angereichert sind, wirft er dann nach und nach ab.
Tropische Wälder mit Luftwurzeln
Normalerweise benötigen Pflanzen Sauerstoff für ihre Zellatmung. Im Fall der Mangroven hat Mutter Natur hier etwas besonderes geschaffen. Da es in den Schlickböden keinen Sauerstoff gibt bilden Mangrovenwälder eine Art eigenes Belüftungssystem, Aerenchym genannt. Dieses interzelluläre Durchlüftungsgewebe ermöglicht den tropischen Pflanzen den nötigen Sauerstoff aufzunehmen. Der Schutz dieses Ökosystem ist extrem wichtig, denn der Klimawandel macht auch nicht Halt vor den Mangroven. Im Übrigen erfahrt Ihr hier warum Klimaschutz so wichtig ist. Die hölzernen Wurzeln der Mangroven sind nämlich nicht nur ein beliebtes Fotomotiv für Touristen sondern vor allem Heimat zahlreicher Kleinlebewesen, aber auch Algen, Austern und Schwämme wachsen hier im Brackwasser heran.



