Lamas und Alpakas – Nützliche Lasttiere der Andenvölker

Autor: Nina

Alpaka © Brent and MariLynn

Wenn man an die Anden und deren indigene Völker denkt, dann fallen einem wahrscheinlich, neben der typischen Kleidung und der Flötenmusik, wohl auch Lamas und Alpakas ein. Und tatsächlich sind diese südamerikanischen Kamelformen das beste Lasttier in den Bergen.

Alpakas sind eine Unterart der Gattung der Lamas. Während Lamas um die 1,20 m groß werden und immerhin bis zu 150 kg auf die Waage bringen können, sind die Alpakas kleiner und mit nur ca. 60 kg bedeutend leichter.

Schon um 3000 v. Chr. wurden die ersten Lamas und Alpakas von den Inka als Nutztier erkannt und domestiziert. Zu den Hochzeiten der Inkas wurden weit über 10 Mio. von ihnen gehalten. Nicht umsonst fällt der Lebensraum dieser Tiere mit den Grenzen des Inka-Reiches zusammen. Und auch die nachvolgenden indigenen Völker in den Anden machten sich Lamas und Alpakas zu Nutze.

Lama © Guylaine2007Vor allem wegen ihres außerordentlichen Geschicks sich über steinige und steile Wege bewegen zu können, waren gerade die Lamas die perfekten Lasttiere. Alpakas wurden im Gegensatz dazu vor allem wegen ihrer Wolle gehalten. Ein Alpakamantel war ein Zeichen für Wohlstand.

Zudem war das Fleisch der Tiere sehr beliebt. Aus ihrer Haut wurde Leder gemacht, aus ihrem Fett Kerzen und ihre Exkremente dienten als Brennstoff.

Die spanischen Eroberer brachten dann Pferde und Schafe mit sich und verdrängten so nach und nach die Lamas und Alpakas. Diese wurden zum Nutztier der ärmeren indigenen Bevölkerung.

Erst mit der Unabhängigkeit der südamerikanischen Staaten gewannen sie wieder an Bedeutung.

Alpaka © Just chaosHeute leben im westlichen Teil Boliviens, im südlichen Peru und in Chile ungefähr 3 Mio. Lamas und Alpakas, die vor allem wegen der Wolle und des Fleisches gehalten werden. In den unzugänglichen Regionen der Anden werden sie aber immer noch als Lasttiere eingesetzt. Einige Touristenveranstalter bieten inzwischen auch Lamatouren durch die Anden an.

Und was das Spucken angeht. Es stimmt wirklich… ;-) Lamas spucken ihr Gegenüber an, wenn sie gereizt sind. Dies geschieht aber vor allem unter den Tieren zur Feststellung der Rangordnung.

Auch in Nordamerika und Europa werden Lamas und Alpakas immer beliebter. Kein Wunder, sind sie ja auch wahre Multitalente und zudem noch extrem faszinierende Tiere. Similar Posts:



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Travis schreibt
am 28. März 2008 um 22:00 Uhr

Sehr schöner Blog !

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