La Quebrada: die tollkühnen Klippenspringer von Acapulco

Autor: Lars Degen

Neben dem traumhaften Sonnenuntergang und dem tollen Strand ist die Pazifikperle auch noch für eine weitere Attraktion weltberühmt- seine wagemutigen Klippenspringer.

Somit gehörte ein Abstecher zu „La quebrada“ auch für mich zum Pflichtprogramm meines Pazifiktrips in Mexiko. Die Klippen der Springer liegen in einer abseits vom Strand gelegenen Bucht in einem Wohngebiet, bei dessen Durchquerung man auch einen Blick hinter die Hotel-und Discokulisse werfen kann.

Angekommen steht man vor einem quadratischen Platz mit mehreren Denkmäler und viele kleinen Buden mit Süßigkeiten und Erfrischungen. Am Ende des Platzes ist der Eingang der „Springerarena“, wobei es sich darum in Wahrheit nur um eine gepflasterte Treppe handelt an deren Ende eine Plattform ist, die direkt gegenüber der Absprungzone liegt.

Eintritt zu den Klippenspringern

Der Eintritt kostet pro Person 35 Pesos und wie mit mitgeteilt wurde, kann man vier Mal am Tag diesem Schauspiel beiwohnen nämlich um 13 Uhr, 17,19 und 21 Uhr. Besonderes Schmankerl der  Spätvorstellung ist, das die Springer sich mit Kerzen in der Hand  von den Klippen stürzen. Ich war jedoch zur Mittagszeit da und bin förmlich weggeflossen, ist man doch als guter Deutscher immer überpünktlich und steht sich dann bei gefühlten 40 Grad die Beine in den Bauch und sucht händeringend nach einem Schattenplatz, denn die Felsen sind auch glühend heiß. Doch dann kommen sie, die Gladiatoren.

Braungebrannt und gut gelaunt steigen sie von der Plattform hinab in die extrem schmale Bucht in die die Brandung mit voller Wucht hinein donnert und beginnen dann behände auf der gegenüberliegenden Seite den Felsen zur Absprungzone hinaufzuklettern – auch das ein Schauspiel für sich. Auf der Spitze befindet sich eine kleine Kapelle mit dem in ganz Mexico obligatorischen Bildnis der Jungfrau von Guadeloupe,  zu der vor dem Sprung gebetet wird.

Tipps für Videoaufnahmen von den Springern in Acapulco

Nachdem dieses wichtige Ritual erfüllt wurde geht es auch recht fix und doch nicht minder beeindruckend. Todesmutig stürzen sich die Springer in den engen Felsenkanal, drehen Pirouetten und Salti im Fluge und dürfen darüber nicht vergessen im richtigen Bogen ins nur wenige Meter tiefe Wasser einzutauchen und diesen Sprung sicher zu Ende zu bringen. Wenn man auf der untersten Plattform steht, ist man natürlich sehr nahe am Geschehen und sieht direkt in die Gesichter der Springer und spürt beinahe wie die Gischt aufspritzt wenn sie in den brodelnden Ozean eintauchen .

Das ist beeindruckend aber für all die Foto und Video-Nerds empfiehlt es sich während der Sprünge vielleicht ein wenig zurückzugehen und so eine komplette Sprungsequenz vom Absprung bis zum eintauchen auf die Platte zu bannen.

Bei meinem Besuch kam wie so oft das Beste zum Schluss, sprang doch der augenscheinlich jüngste Springer von einer noch weiter oben liegenden Plattform ab und drehte als Zugabe am Anfang seines Sprunges noch einen Rückwärtssalto, bevor er sich auch anhob hinab in den Felskanal zu stürzen.

Wichtige Utensilien für den Besuch

Ein absolutes Muss, das leider ein wenig schnell vorbeigeht und  bei dem man unbedingt eine Flasche Wasser, ein Handtuch und eine Mütze gegen die Hitze mitnehmen muss und sich dick eincremen sollte. Beim Herausgehen habt ihr dann sogar die Möglichkeit ein Erinnerungsfoto mit den vier todesmutigen Springern von Acapulco zu machen.




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