Kautschuk - Naturkautschuk in Plantagen-Monokulturen

Autor: Nina

Kautschuk ist ein natürlicher Rohstoff, der zur Produktion der unterschiedlichsten Dinge benötigt wird. Naturkautschuk wird in Plantagen-Monokulturen angebaut. Man gewinnt dabei einen milchigen Saft des Baumes Hevea Brasiliensi, der ursprünglich aus Amazonien stammt.

Aus einer Kautschukbasis bestehen unter anderem Produkte wie Gummidichtungen, Latexkleidung, Gummistiefel, Kondome und auch Kaugummi. Um Kautschuk zu gewinnen muss man die äußere Rinde des Kautschukbaumes scharf einschneiden. Dann fließt das weiße Latex heraus und man fängt es mit Hilfe einer Schüssel auf.

Naturkautschuk in Plantagen-Monokulturen©flickr/Lauras512

Kautschuk Gewinnung in Südamerika

Der Name Kautschuk setzt sich übrigens zusammen aus den Worten cao (=indianisch für Baum) und ochu (=indianisch für Träne). Dies bedeutet dann soviel wie “weinendes Holz”. Die Menschen in den südamerikanischen Regenwälder mussten früher oft weiter Wege mit den gefüllten Auffangbehältnissen gehen. Schnell kam man dann auf die Idee diese Bäume in einer Baumschule zu züchten. Die Vorgehensweise bleibt dabei immer gleich. Der Kautschukbaum wird spiralförmig auf einer Seite angeschnitten, der Latexsaft sammelt sich und nach wenigen Stunden bringt man die Gefäße zu einer Sammelstelle. Wie ich hier erfahren habe, versucht man auch den Latex aus Löwenzahn zu gewinnen, für den Fall dass den Kautschukbäumen ein Pilzbefall droht.

Naturkautschuk aus Plantagen-Monokulturen

Die Monopolstellung der Plantagen-Monokulturen in Südamerika, genauer in Brasilien, konnte nicht andauern, da es einem Engländer gelungen war Samen des Kautschukbaumes aus dem Land zu schmuggeln. So begann man auch in Südostasien große Plantagen mit Kautschukbäumen anzulegen. Mittlerweile wird Naturkautschuk auch in Indien, China und Thailand erfolgreich gezüchtet. Man sagt die  Weltproduktion dieses Naturrohstoffes liegt bei etwa 7 Mio. Tonnen pro Jahr. Da sich die Bäume durch die spezielle Einschneid-Methode wieder regenerieren, besteht keine Gefahr des Aussterbens, wie etwa beim tropischen Regenwald. Das Produkt des Wolfsmilchgewächses wird zu großen Teilen in der Autoreifen-Industrie benötigt. Konkurrenz macht diesem natürlichen Material der synthetischen Kautschuk. Dieser wird aus Erdöl hergestellt, ist jedoch nicht ganz so anpassungsfähig, was beispielsweise Hitze oder Kälte betrifft, so dass man größtenteils auf Naturkautschuk aus Plantagen-Monokulturen zurückgreift.




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