Kakao - Südamerikanischer Exportschlager

Autor: Nina

Viele von uns könnten ohne Schokolade wahrscheinlich nicht mehr leben. Die köstliche Versuchung verdanken wir Südamerikas Kakaobohnen, die erst im 16. Jahrhundert von spanischen Eroberern nach Europa gebracht wurden.

Kakaobohnen © dizznbonn

Doch schon um das Jahr 1500 v. Chr nutzten die Olmeken die Kakoapflanze. Um 600 n. Chr. bauten dann die Maya den Kakao an. Sie hielten die Pflanze für göttlich und es gab sogar einen Kakaogott, “Ek Chuah”.

Zu dessen Ehren feierten die Maya einmal im Jahr ein Fest, an dem Geschenke verteilt wurden und Tiere zu Ehren der Gottheit geopfert wurden. Kakao war auch eine beliebte Grabbeigabe. Verstorbene Könige hatten vor ihren Gräbern Tassen, wo täglich frisch aufgeschlagene und mit Gewürzen, zum Beispiel Chili, versetzte Trinkschokolade hineingefüllt wurde.

Auch die Azteken schlugen ihren Kakao mit einer Art Holzquirl auf. Dieses Getränk nannten sie “Xocolatl”, woher sich wahrscheinlich der Begriff Schokolade ableitet. Der aztekisch-toltekische Gott “Quetzacoatl”, der gefiederte Schlangengott des Windes und des Mondes, soll, laut einer Legende, durch Ameisen die Samen des Kakaobaumes zu ihnen gebracht haben und würdigen Menschen die Zubereitung des Kakaos beigebracht haben.

Kakaofrucht © HulagwayKakao galt bei den Azteken als berauschendes Mittel und war somit für Frauen und Kinder ungeeignet. ;-) Vor allem Krieger und Priester glaubten an die stärkende Wirkung des Getränkes. Die Kakaobohnen galten eine Zeit lang auch als Zahlungsmittel. Aber nur die besonders schönen. Zum Beispiel kostete ein Sklave 100 gute Bohnen. Zudem war Kakao als Aphrodisiakum beliebt und galt als Heilmittel gegen Vergiftungen.

Die Blüten des Kakaobaumes wachsen direkt aus dem Stamm oder besonders dicken Ästen. Die fett- und eiweißreichen Samen der Kakaofrucht ist die Basis für die Herstellung von Kakao und damit von Schokolade.

Noch heute ist der Kakao eines der wichtigsten Exportgut Südamerikas, wobei viele Kakaobauern aber nur zu Dumpingpreisen bezahlt werden und sich zurecht als augebeutet betrachten.




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