Jade: Mexikos Schmuck der Mayas

Autor: Nina

Weltweit ist Jade als einer der feinsten Steine bekannt, in vielen Hochkulturen der damaligen Zeit war er mehr als nur Schmuckstein, besonders in Südamerika wurde er auch für ritualistische und religiöse Zwecke verwendet.

Abbauen konnte man den kostbaren Stein nur in Guatemala, genauer gesagt, beim Motagua River, weshalb Jade als sehr hohes Bezahlmittel galt, nicht nur, weil es eine große, symbolische Bedeutung hatte. Denn Transport und Bearbeitungen kosteten, so dass sich nur die Elite mit Jade schmücken konnte.

Jade in Zeiten der Mayas

Schmuck, Figuren und zeremonielle Masken, Jade wurde in vielen verschiedenen Variationen genutzt, auch Werkzeuge wurden - oftmals mit metikulösen Inschriften - aus ihnen gebaut. Archäologische Funde haben auch größere Figuren, wie etwa einen mehr als 4kg schweren Kopf des Sonnengottes Kinich Ahau zu Tage gebracht, der in Altun Ha gefunden wurde.

Während Jade nur beim Motagua River abgebaut wurde, wurde es an zwei verschiedenen Orten verarbeitet. Wissenschaftler fanden Werkstätten in Guatemala, Cancuen und Guaytan, dort wurde der Stein zu Schmuck, Werkzeug, feinsten Perlen und Skulpturen, welche oftmals Götter und Trickstergestalten annahmen. Manche Könige sollen auch Jade auf ihren Zähnen getragen haben. Die Techniken der oftmals detailverliebten Figuren waren einfallsreich wie erstaunlich, da etwa mit Vogelknochen, Seile und Sand gearbeitet wurde, um die Inschriften und Gesichter in den harten Stein zu ritzen.

Beerdigungsrituale

Wahrscheinlich ob der besonderen Farbe galt Jade als Stein des Wassers und der Pflanzen, wurde aber auch mit Sonne und Wind in Verbindung gebracht - quasi allem, was Leben spendete. Ein Beerdigungsritual beinhaltete eine Jadeperle, die in den Mund des Toten gelegt wurde und seine Seele aufnehmen sollte. Auch Totenmasken aus Jade waren sehr begehrt, da sie damit die hohen Würdeträger den Todesboten erkenntlich machten, so dass sie dementsprechend besser behandelt werden konnten.

Jadeschmuck mit Vorsicht kaufen

Für den geneigten Touristen gibt der südamerikanische Markt eine Fülle an wundervollen Jade-Skulpturen, aber Vorsicht vor Betrügern, abgesehen davon, dass es illegal ist, alte Artefakte zu kaufen und über die Grenzen hinaus zu transportieren, wird mit scheinbaren Originalen aus der Zeit der Maya ein reger Handel getrieben. Die sehr hübsch gestalteten Kopien kann man sich jedoch mit diesem Wissen als Souvenirs mitnehmen, solange man sich nicht zu sehr über’s Ohr hauen lässt, was den Preis angeht.

Mexiko Reise mit Maya-Flair

Wem der Modeschmuck nicht reicht, der kann im Ambergris Museum in Belize und auch im Maya Musem im nahe gelegenen Chetumal diverse alte, originale Artefakte bewundern, aber so weit muss man gar nicht reisen (auch wenn der freie Staat Belize einen Besuch wert ist), denn Mexico City wurde quasi auf der früheren Stadt der Mayas - Tenochtitlan - gebaut, so dass man in der Stadt überall in diversen Museen und Ausstellungen originale Stücke bestaunen kann. Dafür eignet sich besonders das Nationalmuseum für Anthropologie bei der Avenida Paseo de la Reforma. In diesem Museum kann man mitunter die größten und beeindruckendsten Funde von Maya Ausgrabungen zu sehen bekommen.




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