In Peru wehren sich endlich die Indigenas

Autor: Nina

Es wurde langsam aber auch Zeit! Endlich fangen die indigenen Völker in Peru an sich zu neuen Widerständen gegen die Regierung und vor allem gegen multinationale Konzerne zu organisieren. Denn mit den neuesten Aktionen der peruanischen Regierung ist das Maß wirklich voll!

Die Regierung um Präsident Alan García hat nun offiziell große Konzerne dazu eingeladen die Waldstücke im Amazonas für ihre wirtschaftlichen Interessen zu nutzen (inzwischen fast 75% der Fläche!!!). Das heißt im Klartext, den Wald abzuholzen um nach Ölvorkommen zu suchen und in die Holzwirtschaft und den Bergbau zu investieren.

Bei den riesigen Gebieten am Oberlauf des Amazonas handelt es sich nicht nur um die Heimat von etlichen seltenen Tier- und Pflanzenarten, sondern auch um die vieler indigener Völker. Diese weigern sich logischerweise ihr Land für Raubbau zu verlassen und haben sich daher zu diversen Aufständen zusammengetan. In vier Provinzen wurde von der Regierung der Notstand ausgerufen, denn die Indigenas weigern sich auch nur irgendwelche Vertreter aller möglichen Konzerne auf ihr Land zu lassen.

Abholzung des Amazonasbeckens © Flickr/ World Resources Institute Staff

Klar, dass da gleich der Notstand verhängt wird, denn dann hat die Regierung das Recht härter gegen die Indigenas vorzugehen, zur Not auch mit dem Militär… Doch noch bleiben die Indigenas stark, was immer schwieriger wird, denn noch heute spricht die peruanische Verfassung indigenen Völkern kaum Rechte zu. Peru hätte dringend eine Verfassungsreform wie in Bolivien nötig!

Doch solange diese nicht existiert, hat die Regierung freie Hand in Sachen Landverteilung. Ach ja, hab ich schon erwähnt, dass das Angebot sich in erster Linie an US-Firmen richtet? Sie beziehen sich hier auf das Freihandelsabkommen, das Peru und die USA im Februar geschlossen haben.

Man muss den Indigenas so gut es geht, die Daumen drücken. Und nicht nur ihnen, sondern auch dem ganzen Ökosystem und damit dann im Endeffekt auch uns…

Hier kann man sich u.a. für die Indigenas einsetzen…




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