ICOM stellt rote Liste der gefährdeten Antiken Perus vor

Autor: Nina

Vor kurzem fanden sich der Internationale Museumsrat ICOM, Interpol, das Landeskriminalamt Bayern und die Weltzollorganisation in einer Pressekonferenz zusammen um auch in Deutschland die rote Liste der gefährdeten Antiken Perus vorzustellen.

Peru ist reich an diversen präkolumbianischen Schätzen, die nicht nur für die Archäologie, Museen oder Sammler, sondern auch für die Identität des Landes einen unschätzbaren Wert darstellen. Doch in den letzten Jahren hat Grabräuberei und die Plünderung der Kulturdenkmäler erheblich zugenommen.

Sie werden national und international, meist auf dem Schwarzmarkt, illegal gehandelt und tauchen so zum Teil nie wieder auf oder haben auf diese Weise ihren Kontext verloren. Denn, wenn sie ihrem Fundort entrissen werden, können die Archäologen wissenschaftliche Auswertungen über Herkunft, Zeit, Kultur und Geschichte gar nicht mehr oder nur noch bedingt durchführen.

So hat man sich nun international auf eine Liste von Kulturgütern geeinigt, die auf den Schwarzmärkten am beliebtesten sind. So können Zöllner, Polizisten, Sammler, Museumsbeamten oder Kunsthändler sofort eventuell illegale Gegenstände identifizieren und möglicherweise bei der Aufklärung helfen.

Doch im Verhältnis zu den Ausmaßen des illegalen Handels erscheint diese Liste nur wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Immerhin geht das Denken aber in die richtige Richtung. Für Peru würde man sich schnelle Erfolge wünschen…

Die genaue Liste ist auf der Seite des ICOM einzusehen…




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