Humahuaca Schlucht – das Weltnaturerbe von Argentinien

Autor: Nina

Die Quebrada de Humahuaca ist eine 150 km lange Schlucht im Nordwesten Argentiniens, die kaum Vegetation aufweist und dadurch Einblicke auf die farbenfrohe Gesteinsschichten zulässt, die sich an den Wänden der Schlucht entlangziehen.

Humahuaca Juancho Gatica©Flickr

Die Quebrada de Humahuaca Schlucht beginnt nahe der argentinischen Provinz Jujuy in San Salvador de Jujuy auf 1259 m und zieht sich bis zur ungefähr 800 m höher gelegenen Stadt Humahuaca. Die Schlucht wird vom Bett des Río Grande beherrscht.

Humahuaca Schlucht – Geschichte

Die Provinz Jujuy wurde vermutlich schon in vorchristlicher Zeit von Omaguaca-Indianern besiedelt und wurden um 1200 in das Reich der Inka eingegliedert. Die Quebrada de Humahuaca wurde nach ihnen benannt.

Jujuy ist mit Salta und Santiago die einzige Provinz, in der man vereinzelt noch die Indianersprachen Quechua und Aymara spricht. Diese Tradition wird jedoch bald aufgrund der fehlenden Zweisprachigkeit an den Schulen sowie der weit verbreiteten Diskriminierung der Indianerkultur verloren gehen.

Aufgrund der spanischen Eroberung zwischen 1550 und 1580 existieren in Argentinien Mischformen der indianischen mit der spanischen Kultur, was sich besonders im Kunstbereich, auf die Musik sowie auf die Religion ausgewirkt hat. Vor allem der Pachamama-Kult, eine Kombination aus Marien- und Mutter-Erde-Verehrung, wird in den ländlichen Regionen noch betrieben.

Die Quebrada de Humahuaca wurde 2003 von der UNESCO als Teil des Inka-Pfades zum Weltkulturerbe erklärt.

Humahuaca Schlucht – nahe gelegene Sehenswürdigkeiten

Wenn man schon mal in der Provinzhauptstadt San Salvador ist, lohnt sich ein Abstecher ins nahe gelegene Termas de Reyes, einem Thermalkurort mitten in den Bergen. Das heiße Thermalwasser sprudelt direkt in die Zimmer des Hotels Termas de Reyes.

In Purmamarca findet man eine alte, schöne Kirche aus Lehm, dahinter ragt der ‘Cerro de los Colores‘, dem Berg der sieben Farben, empor. Unweit entfernt liegt Tilcara, auf dessen Hügel sich in der Mitte des Tales die rekonstruierte Omaguaca-Indianerfestung Pucará befindet.

Humahuaca, das auf knapp 3.000 m Höhe liegt, wurde 1594 gegründet. Der malerische Ort mit seinen engen Gassen hat sich mittlerweile zum Touristenmagneten entwickelt.




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