Huitlacoche: Der mexikanische Trüffel

Autor: Nina

Huitlachoche, eine Art Maisschimmel, ist in Mexiko eine wahre Delikatesse, konnte sich aber international noch nicht durchsetzen, selbst, nachdem die Spezialität in „mexikanischer Trüffel“ umbenannt wurde. Aber was genau ist Huitlacoche und wie wird es zubereitet?

In Amerika nennt man es auch „Corn Smut“, übersetzt Maisbeulenbrand, denn um einen Schimmelpilz handelt es sich dabei auch. Der Schimmel kann den ganzen Mais angreifen, meistens findet man ihn jedoch innerhalb des Kolbens, wo er die Körner durch Pilzartige, schwarze „Tumore“ ersetzt. Die Sporen des Huitlacoche werden im Wasser geboren und wurden zu Zeiten der Azteken absichtlich zum Essen gezüchtet, indem die Maispflanzen mit einem Messer aufgeschnitten wurden, um das Eindringen des Schimmels zu erleichtern.

Exkrement der Götter?

Etymologisch gibt es diverse Unstimmigkeiten, was die Übersetzung des Namens angeht, allgemein wird von „Exkrement des Schlafes“ oder auch „Exkrement des Rabens“ gesprochen, auch als „Exkrement der Götter“ kennt man die Delikatesse, deren Name für Außenstehende wohl etwas unglücklich gewählt ist. Ähnliches dachten sich wohl auch Chefköche in Amerika, als sie in den 90ern versuchten, die in Mexiko als teure Spezialität angebotene Speise auch im Rest des Landes populär zu machen. Doch das unappetitliche Aussehen, als auch die Tatsache, dass es sich dabei um einen Schimmelpilz handelte, den amerikanische Bauern für gewöhnlich vermeiden wollten, sorgten dafür, dass der Trend nicht so griff und so half auch nicht die Umbenennung in „mexikanischer Trüffel“, mal ganz davon abgesehen, dass es rein faktisch kein Trüffel ist.

Zubereitung und Geschmack

Zubereitet wird Huitlacoche meistens in einer Tortilla oder aber in Suppen, dafür werden vor allem jüngere Schimmelkulturen verwendet, da ältere zu trocken sind. Der Geschmack ist erdig, süß und Pilzähnlich. In Mexiko kann man die mexikanischen Trüffel in Läden und auf Märkten kaufen, auch in Dosen ist er erhältlich, wobei Genießer natürlich das frische Produkt bevorzugen.




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