Hugo Chavez bleibt Präsident von Venezuela
Hugo Chavez ist seit 14 Jahren Staatsoberhaupt von Venezuela. Seine Präsidentschaft spaltet das Land, die einen lieben, die anderen hassen Chavez. Ein entsprechend knappes Wahlergebnis wurde erwartet, doch überraschenderweise konnte er sich gegen den Oppositionsführer Henrique Capriles klar durchsetzen.
Die Wahl in Venezuela hat die Lager gespalten: Die einen wollten dem Sozialismus von Chavez endlich ein Ende bereiten, die anderen fürchteten ihre Existenzgrundlage zu verlieren. Entsprechend viele Menschen gingen zur Wahl: 80 Prozent gaben ihre Stimme ab.
Chavez wiedergewählt
Ganze 54 Prozent erhielt Chavez bei der Wahl, sein Gegner kam auf 45 Prozent, dabei gingen die Meinungsforschungsinstitute davon aus, dass es ein knappes Rennen werden würde. Doch Chavez hatte letztlich die Mehrheit hinter sich und das obwohl seine Mittel umstritten sind.
Er ist der Präsident des Sozialismus und sieht Kuba als Vorbild. Mit diesem Leitbild hat er einige Erfolge im Land erzielen können. Die Verstaatlichung von Ölkonzernen war einer seiner bedeutendsten Schritte, mit dem dazugewonnen Geld finanzierte er Schulen, brachte Ärzte in entlegene Regionen und verschaffte den Armen des Landes eine Zukunftsperspektive. Auch Kinder aus finanziell schwachen Familien können unter Chavez den Weg bis an die Universität meistern.
Doch wie jede Medaille hat auch diese eine Kehrseite.
Die Probleme Venezuelas
Chavez hat sich den Armen im Land gewidmet, ein geschickter Schachzug, denn so hat man stets eine gute Basis, um gewählt zu werden. Ein Gutmensch ist der Präsident deswegen noch lange nicht. Im Vorfeld der Wahlen hat er seine Anhänger mit tausenden Kalaschnikows ausgestattet und einen Bürgerkrieg prognostiziert, für den Fall, dass er nicht wiedergewählt werden sollte.
Er diffamierte seinen Gegner Capriles als schwul und dumm. Die Gewalt in Venezuela droht zu eskalieren: Im Grenzgebiet zu Kolumbien haben Drogenhändler und Paramilitärs die Macht ergriffen. Mit rund 20.000 Toten jährlich hält Venezuela einen traurigen Rekord in Südamerika.
In den nächsten sechs Jahren hat der Präsident also einige Probleme zu bewältigen, will er das Land nicht in den Abgrund führen.
Weitere Informationen zum Präsidenten Venezuelas gibt es hier.
Hugo Chavez ist einer der letzten charismatischen Führer in Lateinamerika. Danke für den interessanten Artikel.
