Hugo Chávez besetzt private Reisfabriken in Venezuela
Langsam, aber sicher gleitet Venezuelas Präsident Hugo Chávez immer mehr in eine gefährliche Richtung ab. War er am Anfang noch von guten Ideen motiviert, drohen diese nun ihn langsam zu verschlucken, könnte man meinen. Ein untrügliches Anzeichen dafür ist, dass er immer mehr verstärkt das Militär im Innern des Landes anstelle der Polizei einsetzt.
Nun hat er seine Streitkräfte in private Reisfabriken geschickt und laut einem Produzenten 16.000 Tonnen Reis beschlagnahmen lassen. Die privaten Reisfabriken betreiben seit langem dubiose Preispolitik und das in Zeiten, wo die Versorgung Venezuelas langsam knapper wird.
Chávez hat in dem Punkt Recht, dass man dem Einhalt gebieten muss, aber, meiner Meinung nach, nicht mit militärischen Mitteln! Zudem droht er jedem, der gegen die staatliche Preisregelung verstößt mit Enteignung. Die Reisproduzenten haben erklärt, dass sie gerichtliche Schritte gegen die Besetzung einlegen wollen.
Langsam verliert Chávez seine Grundidee der Bolivarischen Revolution aus den Augen und wird immer fanatischer. Ich hoffe, wenn es soweit ist, dass sich in meinen Augen vernünftige linke Staatschefs wie Evo Morales einmischen und Chávez ein wenig bremsen können. So viel zu meiner kleinen Utopie…

